

Gedenkseite von Alfred Hitchcock (geb. Alfred Joseph Hitchcock)
Britischer Filmregisseur
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Erinnerungen
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Alfred Hitchcock and Jane Wyman arrive in New York Harbor

Alfred-Hitchcock-1968

Alfred Hitchcock & Tippi Hedren publicity photo for the film Marnie, 1964, Photographer: Bob Willoughby

Photo of Alfred Hitchcock on the set of his new television program, Alfred Hitchcock Presents.

Alfred Hitchcock by Jack Mitchell

Studio publicity photo of Alfred Hitchcock.

Estrella del Passeig de la Fama.

Alfred Hitchcock, head-and-shoulders portrait, facing right

Hitchcock-PD2

Hitchcock-PD

Alfred Hitchcock and Dorothy Lamour at the Stork Club, ca. 1950
Biografie
Alfred Hitchcock (* 13. August 1899 in London; gestorben am 29. April 1980 in Bel Air, Los Angeles) war ein britisch-amerikanischer Filmregisseur, Produzent und Fernsehmoderator. Er wurde als Master of Suspense bekannt, weil er Spannung nicht nur aus Gefahr, sondern aus Blicken, Wissen, Verzögerung, Schuld und Publikumserwartung erzeugte. Seine Filme wie The Lodger, The 39 Steps, Rebecca, Rear Window, Vertigo, North by Northwest, Psycho und The Birds gehören zu den prägenden Werken der Filmgeschichte.

London und Stummfilm
Hitchcock wuchs in einer katholischen Familie im Osten Londons auf. Nach technischer Ausbildung und ersten Jobs in Werbung und Grafik kam er Anfang der 1920er-Jahre zum Film. Er arbeitete an Zwischentiteln, Ausstattung, Drehbüchern und Produktionsabläufen, bevor er selbst Regie führte. Diese frühe Werkstatterfahrung blieb wichtig: Hitchcock dachte Film nicht als bloßes Erzählen, sondern als exakte Konstruktion aus Bild, Schnitt, Raum, Requisit und Zuschauerwissen.
Britische Thriller
Mit The Lodger fand Hitchcock 1927 erstmals deutlich zu dem Terrain, das ihn berühmt machte: Verdacht, falsche Identität, Angst vor Verfolgung und der unschuldige Mensch in einem Netz aus Blicken und Indizien. In den 1930er-Jahren folgten Filme wie The Man Who Knew Too Much, The 39 Steps und The Lady Vanishes. Sie verbanden Tempo, Witz und Bedrohung. Hitchcock lernte, Spannung nicht durch ständige Aktion zu steigern, sondern durch das, was das Publikum früher weiß als die Figuren.
Hollywood
1939 ging Hitchcock in die Vereinigten Staaten. Sein erster Hollywoodfilm Rebecca wurde ein großer Erfolg und gewann den Oscar als bester Film, auch wenn Hitchcock selbst nie den Regie-Oscar erhielt. In den folgenden Jahrzehnten arbeitete er im Studiosystem und zugleich mit einer ungewöhnlich persönlichen Handschrift. Notorious, Strangers on a Train, Dial M for Murder und Rear Window zeigen, wie sehr ihn Räume interessierten: Wohnungen, Züge, Treppen, Fenster, Hotels und Bühnen, in denen Menschen beobachtet, verstrickt oder eingeschlossen werden.

Selbstinszenierung und Fernsehen
Hitchcock machte sich selbst zur Marke. Seine Silhouette, seine Cameo-Auftritte, seine trockenen Fernsehansagen und sein bewusst makabrer Humor gehörten zum öffentlichen Bild. Mit Alfred Hitchcock Presents wurde er in den 1950er-Jahren auch im Fernsehen präsent. Diese Selbstinszenierung war nicht Nebensache. Sie half, seinen Namen als Versprechen zu verkaufen: Wer Hitchcock sah, erwartete kontrollierte Angst, elegante Bosheit und eine Pointe, die oft mehr über das Publikum verriet als über die Figuren.
Vertigo, Psycho und die Kontrolle des Blicks
In Vertigo verdichtete Hitchcock Obsession, Täuschung und männliche Projektion zu einem Film, der zunächst gemischt aufgenommen wurde und später als Meisterwerk galt. North by Northwest machte Verfolgung und Verwechslung zum großen Kinoabenteuer. Psycho veränderte 1960 das Spannungskino: Er ließ eine Hauptfigur früh verschwinden, arbeitete mit Schock, Schnitt und Musik und zwang das Publikum, seine Sicherheit im Kino neu zu prüfen. Hitchcock verstand, dass Angst nicht nur im Bild liegt, sondern in der Frage, wann ein Bild kommt und was man vorher zu wissen glaubt.

Macht, Schauspielerinnen und Kritik
Hitchcocks Werk ist ohne seine Kontrolle über Bilder kaum zu verstehen. Dazu gehört inzwischen auch die kritischere Sicht auf seine Kontrolle über Menschen. Besonders Tippi Hedren, Hauptdarstellerin in The Birds und Marnie, erhob später schwere Vorwürfe gegen ihn, darunter sexuelle Übergriffe, Drohungen und berufliche Blockade. Einzelne Hitchcock-Experten haben Details dieser Darstellung bestritten oder anders eingeordnet, doch die Debatte hat die Sicht auf sein Spätwerk verändert. Seine Filme bleiben bedeutend, aber die Machtverhältnisse am Set und der Blick auf Frauen dürfen nicht hinter der Bewunderung für die Form verschwinden.
Abschied
Alfred Hitchcock starb am 29. April 1980 in Bel Air. Er wurde 80 Jahre alt. Kurz zuvor war seine Auszeichnung als Knight Commander of the Order of the British Empire angekündigt worden. Sein Vermächtnis bleibt doppelt: ein Werk von enormer formaler Präzision und Popularität, und eine Person, deren Autorität heute kritischer gelesen wird. Hitchcock lehrte das Kino, wie Spannung gebaut wird. Zur Erinnerung an ihn gehört deshalb auch, die Kosten dieser Kontrolle mitzuerzählen.
Lebensstationen
19 EreignisseGeboren in London
1899Alfred Joseph Hitchcock wird in Leytonstone im Osten Londons geboren.
Einstieg ins Filmgeschäft
1920Hitchcock arbeitet in London zunächst an Zwischentiteln und Produktionsaufgaben für Stummfilme.
Erster Spielfilm
1925Mit The Pleasure Garden führt Hitchcock erstmals bei einem Langfilm Regie.
Heirat mit Alma Reville
1926Hitchcock heiratet die Cutterin, Drehbuchautorin und enge Mitarbeiterin Alma Reville.
The Lodger
1927The Lodger macht Hitchcock in Großbritannien als Regisseur von Spannungskino sichtbar.
Blackmail
1929Blackmail erscheint und wird zu einem frühen Schlüsselwerk des britischen Tonfilms.
The 39 Steps
1935Mit The 39 Steps verbindet Hitchcock Thriller, Fluchtgeschichte, Ironie und Tempo.
The Lady Vanishes
1938Der Erfolg von The Lady Vanishes beschleunigt Hitchcocks Weg nach Hollywood.
Rebecca in den USA
1940Hitchcocks erster Hollywoodfilm Rebecca kommt in die Kinos und gewinnt später den Oscar als bester Film.
Rear Window
1954Rear Window zeigt Hitchcocks Meisterschaft in Blick, Raum, Voyeurismus und Suspense.
Alfred Hitchcock Presents
1955Hitchcock wird durch seine Fernsehauftritte selbst zu einer wiedererkennbaren Marke.
Vertigo
1958Vertigo erscheint und wird später als eines seiner wichtigsten Werke neu bewertet.
North by Northwest
1959North by Northwest verbindet Spionage, Komödie, Verfolgung und ikonische Bildideen.
Psycho
1960Psycho startet in den USA und verändert das Verhältnis von Thriller, Horror und Publikumserwartung.
The Birds
1963The Birds erscheint und wird zu einem seiner berühmtesten späten Filme.
Thalberg Award
1968Hitchcock erhält den Irving G. Thalberg Memorial Award der Academy.
AFI Life Achievement Award
1979Das American Film Institute würdigt Hitchcock für sein Lebenswerk.
Ritterschlag angekündigt
1979Hitchcock wird als Knight Commander of the Order of the British Empire ausgezeichnet.
Gestorben in Bel Air
1980Alfred Hitchcock stirbt im Alter von 80 Jahren in Bel Air, Los Angeles.
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Stammbaum
- Alma Reville
- William Hitchcock
- Patricia Hitchcock
Alfred Hitchcock (geb. Alfred Joseph Hitchcock). Für immer unvergessen.