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Gedenkseite von Bernhard Wicki

28. Okt. 1919 – 5. Jan. 2000(80 Jahre)Sterbeort:München, Bayern

Österreichischer Schauspieler und Filmregisseur

Gedenkkerzen

Kondolenzbuch

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Biografie

Auszeichnungen(7)

Bayerischer VerdienstordenGroßes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik DeutschlandHelmut-Käutner-PreisNational Board of Review Award/Bester FilmSchwabinger KunstpreisÖsterreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. KlasseJakob Prandtauer-Preis für Wissenschaft und Kunst

Partner(2)

Elisabeth EndrissAgnes Fink

Bernhard Wicki (* 28. Oktober 1919 in St. Pölten; gestorben am 5. Januar 2000 in München) war ein österreichisch-schweizerischer Schauspieler, Filmregisseur, Drehbuchautor und Fotograf. Im deutschsprachigen Kino bleibt sein Name vor allem mit Die Brücke verbunden, einem der prägenden Antikriegsfilme der Nachkriegszeit.

Herkunft und Verfolgung

Wicki wurde in Niederösterreich geboren; sein Vater stammte aus der Schweiz, seine Mutter aus Österreich-Ungarn. Er studierte zunächst Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik und wechselte dann zur Schauspielausbildung. 1939 wurde er wegen seiner Nähe zur bündischen Jugend mehrere Monate im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert. Nach seiner Freilassung setzte er seine Ausbildung und Theaterarbeit in Wien und später in der Schweiz fort.

Schauspieler

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Wicki an deutschsprachigen Bühnen und kam Anfang der 1950er-Jahre zum Film. In Helmut Käutners Die letzte Brücke wurde er einem größeren Kinopublikum bekannt. Georg Wilhelm Pabst besetzte ihn in Es geschah am 20. Juli als Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Später spielte Wicki auch bei Michelangelo Antonioni, Rainer Werner Fassbinder, Andrzej Wajda und Wim Wenders.

Die Brücke

1959 führte Wicki bei Die Brücke Regie. Der Film erzählt von Jugendlichen, die in den letzten Kriegstagen eine militärisch bedeutungslose Brücke verteidigen sollen. Wicki inszenierte den Stoff ohne triumphale Geste: Die jungen Figuren erscheinen als Opfer ideologischer Verführung und eines Krieges, der längst verloren ist. Der Film wurde international ausgezeichnet und für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert.

Internationale Regiearbeit

Nach Die Brücke drehte Wicki Das Wunder des Malachias, arbeitete an den deutschen Abschnitten von The Longest Day mit und inszenierte internationale Produktionen wie The Visit mit Ingrid Bergman und Anthony Quinn sowie Morituri mit Marlon Brando und Yul Brynner. Seine Filme suchten häufig nach moralischer Zuspitzung, nach Bildern für Gewalt, Verantwortung und die Folgen politischer Verblendung.

Späte Arbeit und Andenken

Wicki blieb bis in die 1990er-Jahre als Schauspieler und Regisseur aktiv. Er fotografierte, arbeitete für Kino und Fernsehen und wurde in Deutschland als eigenwillige, kompromissarme Filmstimme wahrgenommen. Nach seinem Tod entstand der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds; der Filmpreis Die Brücke zeichnet seitdem Werke aus, die sich mit Frieden, Humanität und politischer Verantwortung verbinden.

Abschied

Bernhard Wicki starb am 5. Januar 2000 in München. Er wurde 80 Jahre alt und auf dem Nymphenburger Friedhof beigesetzt. In der Erinnerung an ihn zählt vor allem eine Haltung: Film beschönigt Gewalt nicht, macht Verantwortung sichtbar und nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer ernst.

Lebensstationen

4 Ereignisse

Geboren in St. Pölten

1919

Bernhard Wolfgang Wicki wird in St. Pölten in Niederösterreich geboren.

Kinostart von Die Brücke

1959

Wickis Antikriegsfilm Die Brücke startet in den Kinos der Bundesrepublik.

Oscar-Nominierung für Die Brücke

1960

Die Brücke ist bei den 32. Academy Awards als bester fremdsprachiger Film nominiert.

Gestorben in München

2000

Bernhard Wicki stirbt im Alter von 80 Jahren in München.

Traueranzeige

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Stammbaum

  • Agnes Fink

Ruhestätte

Nymphenburger Friedhof

Maria-Ward-Straße 5, München

Zum Friedhof

Bernhard Wicki. Für immer unvergessen.