

Gedenkseite von Brigitte Bierlein
Österreichische Juristin, Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs (2018-2019), Bundeskanzlerin der Republik Österreich
Gedenkkerzen
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Emoria
25. Juni 2026

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Brigitte Bierlein.
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2. Juni 2026
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Biografie
Brigitte Bierlein (* 25. Juni 1949 in Wien; gestorben am 3. Juni 2024) war eine österreichische Juristin. Sie war Vizepräsidentin und später Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs und wurde 2019 als erste Frau österreichische Bundeskanzlerin. Ihre Amtszeit an der Spitze einer Übergangsregierung fiel in eine politische Ausnahmesituation nach dem Ende der ersten Regierung Kurz.
Juristische Laufbahn
Bierlein studierte Rechtswissenschaften in Wien und arbeitete zunächst als Richterin, danach als Staatsanwältin. Sie war in der Wiener Staatsanwaltschaft, in der Oberstaatsanwaltschaft Wien und in der Generalprokuratur beim Obersten Gerichtshof tätig. Über viele Jahre engagierte sie sich auch in der Standesvertretung der Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Ihre berufliche Laufbahn war geprägt von Strafrecht, Justizverwaltung und dem Anspruch, staatliche Institutionen verlässlich arbeiten zu lassen.
Verfassungsgerichtshof
2003 wurde Bierlein Vizepräsidentin des österreichischen Verfassungsgerichtshofs. Im Februar 2018 folgte sie Gerhart Holzinger als Präsidentin des Gerichtshofs nach und war damit auch in dieser Funktion die erste Frau. Der Verfassungsgerichtshof steht im Zentrum der österreichischen Rechtsstaatlichkeit: Er prüft Gesetze, entscheidet über Verfassungsfragen und schützt Grundrechte. Bierleins Arbeit dort machte sie über die juristische Fachöffentlichkeit hinaus bekannt.
Bundeskanzlerin in einer Übergangszeit
Nach der Ibiza-Affäre, dem Bruch der Regierungskoalition und dem Misstrauensvotum gegen die Regierung Kurz beauftragte Bundespräsident Alexander Van der Bellen Bierlein mit der Bildung einer Bundesregierung. Am 3. Juni 2019 wurde sie als Bundeskanzlerin angelobt. Ihr Kabinett bestand vor allem aus parteiunabhängigen Fachleuten und sollte Österreich bis zur nächsten gewählten Regierung führen. Diese Aufgabe verlangte Zurückhaltung, Verlässlichkeit und institutionelle Stabilität statt parteipolitischer Profilierung.
Erste Bundeskanzlerin
Bierlein war nur wenige Monate im Amt, doch ihre Ernennung hatte über die Übergangsphase hinaus Bedeutung. Sie war die erste Frau an der Spitze der österreichischen Bundesregierung und zugleich eine Juristin, die aus dem Verfassungsgerichtshof in die Regierungsverantwortung wechselte. Am 7. Januar 2020 endete die Bundesregierung Bierlein. Danach zog sie sich weitgehend aus der öffentlichen Politik zurück.
Abschied
Brigitte Bierlein starb am 3. Juni 2024 nach kurzer schwerer Krankheit. In Österreich wurde sie als Juristin erinnert, die in einer angespannten politischen Lage Verantwortung übernahm. Ihr Lebensweg verbindet Justiz, Verfassungsrecht und einen Moment, in dem die Sicherung staatlicher Handlungsfähigkeit wichtiger war als parteipolitische Sichtbarkeit.
Lebensstationen
4 EreignisseGeboren in Wien
1949Brigitte Bierlein wird in Wien geboren.
Bundeskanzlerin Österreichs
2019Bierlein wird als erste Frau zur österreichischen Bundeskanzlerin angelobt.
Ende der Bundesregierung Bierlein
2020Die Übergangsregierung Bierlein endet mit der Angelobung der folgenden Bundesregierung.
Gestorben nach kurzer Krankheit
2024Brigitte Bierlein stirbt wenige Wochen vor ihrem 75. Geburtstag nach kurzer schwerer Krankheit.
Todesanzeige
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Brigitte Bierlein. Für immer unvergessen.