
Gedenkseite von Dmitri Wladimirowitsch Wrubel
Russischer Maler
Gedenkkerzen
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Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Dmitri Wladimirowitsch Wrubel.
Emoria
13. August 2026

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Dmitri Wladimirowitsch Wrubel.
Emoria
14. Juli 2026
Kondolenzbuch
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Biografie
Dmitri Wladimirowitsch Wrubel (* 14. Juli 1960 in Moskau; gestorben am 13. August 2022 in Berlin) war ein russisch-deutscher Maler, Konzept- und Graffiti-Künstler. Sein Name ist eng mit der East Side Gallery in Berlin verbunden. Dort malte er 1990 das Wandbild Mein Gott, hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben, das Leonid Breschnew und Erich Honecker beim sozialistischen Bruderkuss zeigt.
Moskauer Jahre
Wrubel wurde in Moskau geboren und studierte am Lenin-Institut an der Fakultät für Kunst und Grafik. In den 1980er-Jahren bewegte er sich im Moskauer Underground und organisierte Ausstellungen in seiner Wohnung. Diese Szene arbeitete abseits offizieller Kunstwege und suchte nach Bildern für eine Gesellschaft, in der politische Sprache, Alltag und Ideologie eng ineinandergriffen. Wrubel griff später häufig auf vorgefundene Fotografien zurück und setzte sie in neue politische Zusammenhänge.
Berlin und die East Side Gallery
1990 kam Wrubel nach Berlin. Die Mauer war geöffnet, und an einem erhaltenen Abschnitt an der Spree entstand die East Side Gallery. Wrubel malte dort auf der Ostseite der Mauer. Das war ein anderer Ort als die westlichen Graffiti-Flächen: eine ehemalige Grenzanlage, die plötzlich zur öffentlichen Projektionsfläche wurde. In diesem Moment entstand sein bekanntestes Werk, ein Bild zwischen historischem Dokument, Satire und persönlicher Zuspitzung.
Der Bruderkuss
Das Wandbild basiert auf einem Foto von 1979, das den sowjetischen Staatschef Leonid Breschnew und den DDR-Staatschef Erich Honecker bei einem Bruderkuss zeigt. Wrubel übertrug diese politische Geste in großem Format auf die Mauer und gab ihr den Titel Mein Gott, hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben. Dadurch wurde aus einem Staatsritual ein Bild über Nähe, Abhängigkeit, Macht und die widersprüchliche Geschichte der deutschen Teilung.
Restaurierung und spätere Arbeiten
Das Mauerbild wurde durch Wetter, Übermalungen und spätere Sanierungsarbeiten beschädigt. 2009 ließ Wrubel es im Zuge der Restaurierung der East Side Gallery neu entstehen. Neben diesem Werk arbeitete er weiter mit Bildern aus Medien, Geschichte und Religion. Radio Svoboda beschrieb unter anderem seinen Evangelien-Zyklus, in dem er Nachrichtenfotos mit biblischen Zitaten verband, und spätere Projekte mit virtueller Realität. Seine Arbeit blieb damit auf aktuelle Bildwelten bezogen.
Abschied
Dmitri Wrubel starb am 13. August 2022 in Berlin. Er wurde 62 Jahre alt. Sein Mauerbild bleibt ein fester Teil der East Side Gallery. Es verbindet politisches Ritual, persönliche Deutung und öffentlichen Erinnerungsort in einer klaren, zugespitzten Szene.
Lebensstationen
2 EreignisseGeboren in Moskau
1960Dmitri Wladimirowitsch Wrubel wird in Moskau geboren.
Tod in Berlin
2022Dmitri Wrubel stirbt im Alter von 62 Jahren in Berlin.
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Dmitri Wladimirowitsch Wrubel. Für immer unvergessen.
