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Gedenkseite von Edwin Salpeter

3. Dez. 1924 – 26. Nov. 2008(83 Jahre)Sterbeort:Ithaca, Tompkins County

Österreichisch-australisch-amerikanischer Astrophysiker

Gedenkkerzen

Kondolenzbuch

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Biografie

Beruf(5)

AstronomAstrophysikerPhysikerHochschullehrerKernphysiker

Auszeichnungen(10)

Hans-A.-Bethe-PreisHenry Norris Russell LectureshipGoldmedaille der Royal Astronomical SocietyKarl-Schwarzschild-MedailleBruce MedalDirac Medal (UNSW)J. Robert Oppenheimer Memorial PrizeFellow of the Australian Academy of ScienceCrafoord Prize in AstronomyAusländisches Mitglied der Royal Society

Partner(1)

Miriam Salpeter

Ausbildung(2)

University of BirminghamSydney Boys High School

Edwin Ernest Salpeter (* 3. Dezember 1924 in Wien; gestorben am 26. November 2008 in Ithaca, New York) war ein österreichisch-australisch-amerikanischer theoretischer Physiker und Astrophysiker. Er arbeitete über Kernprozesse in Sternen, die Entstehung chemischer Elemente, Schwarze Löcher, Quasare und die Verteilung von Sternmassen in Galaxien.

Von Wien nach Australien

Salpeter wurde in Wien geboren und kam 1939 mit seiner Familie nach Australien, nachdem die nationalsozialistische Verfolgung jüdische Familien aus Europa vertrieb. An der University of Sydney erwarb er 1944 den Bachelor- und 1945 den Masterabschluss. Danach ging er nach Großbritannien und promovierte 1948 an der University of Birmingham in theoretischer Physik.

Cornell und Hans Bethe

1949 kam Salpeter als junger Forscher an die Cornell University, um mit Hans Bethe zu arbeiten. Er blieb dort über seine gesamte akademische Laufbahn. Zusammen mit Bethe ist sein Name mit der Bethe-Salpeter-Gleichung verbunden, einem Werkzeug der Quantenfeldtheorie. In Cornell verband Salpeter mathematische Physik mit astronomischen Fragen und wechselte zwischen Themen, wenn ein Problem physikalisch fruchtbar erschien.

Sternmaterie und Salpeter-Funktion

In den 1950er-Jahren beschrieb Salpeter einen Prozess, bei dem Heliumkerne im Inneren alter Sterne zu Kohlenstoff verschmelzen können. Damit wurde ein Stück der Elemententstehung verständlicher. 1955 formulierte er außerdem die später nach ihm benannte anfängliche Massenfunktion. Sie beschreibt, wie viele Sterne verschiedener Massen bei der Sternentstehung auftreten, und blieb eine Referenz für Studien über Galaxien und Sternpopulationen.

Weite Forschungsfelder

Salpeter arbeitete auch über Materie, die in Schwarze Löcher fällt, über Quasare, Röntgenquellen, Neutrinos, Moleküle im interstellaren Medium und biophysikalische Fragen. Später untersuchte er mit seiner Familie und Kolleginnen medizinische Themen wie Tuberkulose-Epidemiologie. Diese Breite gehörte zu seiner Arbeitsweise: Er suchte nach einfachen physikalischen Modellen für sehr unterschiedliche Systeme.

Anerkennung und Ithaca

Zu seinen Auszeichnungen gehörten die Gold Medal der Royal Astronomical Society, die Bruce Medal, der Crafoord-Preis in Astronomie und der Hans-A.-Bethe-Preis. Den Crafoord-Preis erhielt er 1997 gemeinsam mit Fred Hoyle für Beiträge zur Physik der Sterne und ihrer Entwicklung. Edwin Salpeter starb am 26. November 2008 in seinem Haus in Ithaca. Er wurde 83 Jahre alt.

Lebensstationen

3 Ereignisse

Geboren in Wien

1924

Edwin Ernest Salpeter wird in Wien geboren.

Crafoord-Preis in Stockholm

1997

Salpeter erhaelt den Crafoord-Preis fuer Arbeiten zur Sternphysik.

Gestorben in Ithaca

2008

Edwin Salpeter stirbt im Alter von 83 Jahren in Ithaca, New York.

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Stammbaum

  • Miriam Salpeter

Edwin Salpeter. Für immer unvergessen.