

Gedenkseite von Emanuel Raasch
Deutscher Radrennfahrer und -trainer
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Emoria entzündet eine Gedenkkerze zur Erinnerung an Emanuel Raasch.
Emoria
26. Mai 2026
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Emanuel Raasch, deutscher Radsportler und Radsporttrainer

Bundesarchiv Bild 183-P0710-0041, Emanuel Raasch (cropped)

Emanuel Raasch, deutscher Radsportler und Radsporttrainer

Olympia-Bahnradsportler der DDR 1980 in Moskau: Harald Wolf, Emanuel Raasch, Lutz Heßlich, Detlef Macha, Lothar Thoms

Emanuel Raasch, Radsportler und Trainer

Bundesarchiv Bild 183-T0703-0022, Lutz Herlich, Emanuel Raasch

Bundesarchiv Bild 183-S0123-0006, Emanuel Raasch

Bundesarchiv Bild 183-P1210-0029, Christian Drescher, Emanuel Raasch, Roland Hennig

Bundesarchiv Bild 183-P0710-0041, Emanuel Raasch

Bundesarchiv Bild 183-N1229-0009, Emanuel Raasch, Peter Eichstädt
Biografie
Emanuel "Emu" Raasch (* 16. November 1955 in Burg bei Magdeburg; gestorben am 22. Mai 2026 in Berlin) war ein deutscher Bahnradsportler und Trainer. Er fuhr für die DDR und später für das wiedervereinigte Deutschland, gewann mehrere Weltmeisterschaftsmedaillen im Sprint und im 1000-Meter-Zeitfahren und wurde 1991 in Stuttgart mit Eyk Pokorny Weltmeister im Tandem. Nach seiner aktiven Karriere blieb er dem Bahnradsport als Trainer und als Teil der Berliner Radszene verbunden.
Anfänge und Dynamo-Jahre
Raasch wurde in Burg bei Magdeburg geboren. Seinen Radsportweg begann er mit 14 Jahren bei der BSG Einheit Genthin. Ein Jahr später wechselte er zum SC Dynamo Magdeburg; später fuhr er für den SC Dynamo Berlin. Schon in den Nachwuchsklassen gewann er Spartakiaden und DDR-Jugendtitel. Seine Richtung war früh klar: Bahn, kurze Distanzen, Sprint, Kraft aus dem Stillstand und das genaue Timing auf der Holzbahn.

Sprinter auf der Winterbahn
In den 1970er-Jahren wurde Raasch zu einem der prägenden DDR-Bahnsprinter. Am 10. Juli 1975 gewann er in Leipzig den DDR-Titel im 1000-Meter-Zeitfahren. Am 23. Januar 1977 wurde er in der Berliner Werner-Seelenbinder-Halle DDR-Sprintermeister. Diese Halle war für ihn mehr als ein Austragungsort: In Berlin wurde er zu einem Publikumsliebling, weil seine Rennen auf der Bahn von direktem Zweikampf und späten Entscheidungen lebten.

WM-Medaillen und Konkurrenz
International blieb Raasch über viele Jahre in der Nähe der Weltspitze. Von 1975 bis 1996 trat er bei elf Weltmeisterschaften an und kehrte siebenmal mit Medaillen zurück. Zu seiner Bilanz gehörten mehrere WM-Silber- und Bronzemedaillen im Sprint und im 1000-Meter-Zeitfahren. Seine Laufbahn verlief in einer starken Konkurrenzsituation mit Fahrern wie Lutz Heßlich und Michael Hübner. Bei Olympischen Spielen trat Raasch nicht an; seine internationale Bedeutung entstand vor allem auf der Bahn-WM-Bühne.
Der Titel von Stuttgart
Nach der deutschen Wiedervereinigung gelang Raasch noch einmal ein großer sportlicher Höhepunkt. Bei den Bahn-Weltmeisterschaften 1991 in Stuttgart gewann er gemeinsam mit Eyk Pokorny den Weltmeistertitel im Tandem. Olympedia nennt diesen Titel als Pokornys größten Erfolg; UPI berichtete am 18. August 1991 vom Tandem-Sieg der beiden Deutschen. Für Raasch war es der Moment, in dem aus vielen Jahren knapp verpasster Einzelerfolge ein Weltmeistertitel wurde.
Trainer und späte Jahre
Nach dem Ende der aktiven Karriere arbeitete Raasch als Trainer, unter anderem beim RSV Werner-Otto. Zu seinen Schützlingen gehörten Robert Förstemann und Dana Glöß. Später arbeitete Raasch auch als Hallenwart im Sportforum Berlin-Hohenschönhausen. Auch außerhalb des Radsports blieb er sportlich aktiv: Er betrieb Bodybuilding und gewann 2011 in der Klasse über 50 Jahre einen deutschen Meistertitel. Eine kleine Nebenrolle in Lola rennt gehört ebenfalls zu seinen bekannten Nebenspuren, ohne den Kern seines Lebens zu verschieben: die Bahn, das Training, die Berliner Radsportgemeinschaft.

Abschied
Emanuel Raasch starb am 22. Mai 2026 in Berlin nach schwerer Krankheit. Er wurde 70 Jahre alt. Der Berliner Radsport Verband würdigte ihn als ehemaligen Tandem-Weltmeister, mehrfachen WM-Medaillengewinner und Trainer. Sein Name steht für die Geschwindigkeit und Enge der Bahn, aber auch für die Menschen, die er nach seiner eigenen Karriere weiterbegleitete.
Lebensstationen
5 EreignisseGeboren in Burg bei Magdeburg
1955Emanuel Raasch wird in Burg bei Magdeburg geboren.
DDR-Meister im 1000-m-Zeitfahren
1975Raasch gewinnt in Leipzig den DDR-Titel im 1000-m-Zeitfahren.
DDR-Sprintermeister in Berlin
1977In der Werner-Seelenbinder-Halle wird Raasch DDR-Meister im Sprint.
Weltmeister im Tandem
1991Raasch gewinnt bei den Bahn-Weltmeisterschaften in Stuttgart mit Eyk Pokorny den Tandem-Titel.
Gestorben in Berlin
2026Emanuel Raasch stirbt nach schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren in Berlin.
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Emanuel Raasch. Für immer unvergessen.