

Gedenkseite von Ernst Albrecht
Deutscher Politiker (CDU), ehemaliger Ministerpräsident Niedersachsens
Gedenkkerzen
1 Kerze

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Ernst Albrecht.
Emoria
29. Juni 2026
Kondolenzbuch
0 Einträge
Erinnerungen
Noch keine Erinnerungen geteilt
Sei der Erste, der eine Erinnerung teilt.
Biografie
Ernst Carl Julius Albrecht (* 29. Juni 1930 in Heidelberg; gestorben am 13. Dezember 2014 in Burgdorf-Beinhorn) war ein deutscher CDU-Politiker, Jurist und Volkswirt. Von 1976 bis 1990 war er Ministerpräsident von Niedersachsen. Vor seiner Landespolitik arbeitete er in Brüssel für die Montanunion und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft.
Studium und Europa
Albrecht wuchs in Bremen und im Oldenburger Land auf. Nach dem Abitur studierte er Philosophie und Evangelische Theologie in Tübingen, Ithaca und Basel, anschließend Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Tübingen und Bonn. 1953 schloss er als Diplom-Volkswirt ab, 1959 wurde er in Bonn promoviert. Ab 1954 arbeitete er in Brüssel, zunächst beim Ministerrat der Montanunion, später an Fragen des Gemeinsamen Marktes und in der EWG-Kommission.
Wechsel nach Niedersachsen
1969 trat Albrecht der CDU bei. 1970 wurde er in den Niedersächsischen Landtag gewählt, 1971 wechselte er mit seiner Familie aus Brüssel in die Nähe von Hannover und arbeitete bei Bahlsen. Seine europäische Verwaltungserfahrung und seine wirtschaftspolitischen Themen machten ihn innerhalb der niedersächsischen CDU rasch zu einer profilierten Figur.
Ministerpräsident
Am 6. Februar 1976 wurde Albrecht Ministerpräsident von Niedersachsen. Der Weg dorthin war ungewöhnlich: Nach dem Rücktritt Alfred Kubels erhielt Albrecht Stimmen aus dem sozialliberalen Lager und bildete zunächst eine Minderheitsregierung. 1977 kam eine Koalition mit der FDP zustande, 1978 und 1982 gewann die CDU absolute Mehrheiten. Erst 1990 verlor Albrecht die Landtagswahl gegen Gerhard Schröder.
Landespolitik
Albrechts Regierung setzte auf Wirtschafts- und Technologiepolitik, ländliche Räume, Sozialstationen und eine stärkere Landesidentität. In seine Amtszeit fielen der Tag der Niedersachsen, die Stiftung Niedersachsen und die Aufnahme vietnamesischer Bootsflüchtlinge. Medienpolitisch trieb er die Zulassung privater Fernsehsender voran. Zugleich blieben Entscheidungen zu Gorleben, die Auseinandersetzung um Atomenergie und spätere Untersuchungen und Konflikte ein Teil seiner politischen Bilanz.
Familie und spätere Jahre
Ernst Albrecht war mit Heide-Adele Albrecht verheiratet; zu seinen Kindern gehören Ursula von der Leyen und Hans-Holger Albrecht. Nach dem Ende seiner Amtszeit zog er sich aus der aktiven Politik zurück und lebte auf dem Familiengut in Burgdorf-Beinhorn. Dort starb er am 13. Dezember 2014.
Lebensstationen
4 EreignisseGeboren in Heidelberg
1930Ernst Carl Julius Albrecht wird in Heidelberg geboren und wächst später in Norddeutschland auf.
Römische Verträge
1957Als Beamter in Brüssel ist Albrecht an den Arbeiten zum Gemeinsamen Markt beteiligt, der mit den Römischen Verträgen gegründet wird.
Ministerpräsident von Niedersachsen
1976Ernst Albrecht wird Ministerpräsident von Niedersachsen und führt zunächst eine CDU-Minderheitsregierung.
Gestorben in Burgdorf-Beinhorn
2014Ernst Albrecht stirbt in Burgdorf-Beinhorn in Niedersachsen.
Traueranzeige
Noch keine Traueranzeige
Zu dieser Gedenkseite wurde noch keine Traueranzeige hochgeladen. Wenn du Angehörige:r bist und eine hochladen möchtest, kannst du dich als Inhaber dieser Gedenkseite registrieren und sie anschließend ergänzen.
Stammbaum
- Adele Albrecht
- Carl Albrecht
- Adelheid Albrecht
Ernst Albrecht. Für immer unvergessen.