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Ewald-Heinrich von Kleist
Foto: Sebastian Zwez
CC BY 3.0 deAusschnittCommons

Gedenkseite von Ewald-Heinrich von Kleist

10. Juli 1922 – 8. März 2013(90 Jahre)Sterbeort:München, Bayern

Deutscher Offizier, Widerstandskämpfer, Initiator der Münchner Sicherheitskonferenz

Gedenkkerzen

2 Kerzen

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Ewald-Heinrich von Kleist.

Emoria

10. Juli 2026

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Ewald-Heinrich von Kleist.

Emoria

8. März 2026

Kondolenzbuch

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Biografie

Ewald-Heinrich Hermann Konrad Oskar Ulrich Wolf Alfred von Kleist-Schmenzin (* 10. Juli 1922 in Schmenzin, Pommern; gestorben am 8. März 2013 in München) war ein deutscher Offizier, Verleger, Publizist und Beteiligter des militärischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Nach 1945 gründete er die Internationale Wehrkundetagung, aus der die Münchner Sicherheitskonferenz hervorging.

Familie und Wehrmacht

Kleist wurde auf dem Familiengut Schmenzin geboren. Sein Vater Ewald von Kleist-Schmenzin war Jurist, konservativer Politiker und Gegner des Nationalsozialismus. Ewald-Heinrich von Kleist trat 1940 in die Wehrmacht ein und diente als Infanterieoffizier. Der familiäre Hintergrund verband preußische Militärtradition mit früher Ablehnung des NS-Regimes.

Widerstand

1944 wurde Kleist in Pläne des militärischen Widerstands einbezogen. Claus Schenk Graf von Stauffenberg bat ihn, bei einer Uniformvorführung vor Hitler Sprengstoff unter der Uniform zu tragen. Die Vorführung wurde abgesagt. Am 20. Juli 1944 war Kleist in Berlin für Aufgaben des Umsturzes vorgesehen. Nach dem Scheitern des Attentats wurde er festgenommen und von der Gestapo verhört, später aber wieder freigelassen.

Vater und Verlust

Sein Vater gehörte ebenfalls zum Umfeld der Verschwörer. Nach dem 20. Juli wurde Ewald von Kleist-Schmenzin verhaftet, vom Volksgerichtshof verurteilt und 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Für Ewald-Heinrich von Kleist blieb diese Familiengeschichte eng mit der eigenen Erinnerung an den Widerstand verbunden.

Verlag und Sicherheitspolitik

Nach dem Krieg arbeitete Kleist als Verleger und Publizist. 1963 gründete er die Internationale Wehrkundetagung in München. Die Tagung brachte Abgeordnete, Militärs, Wissenschaft und internationale Gäste über sicherheitspolitische Fragen ins Gespräch. Aus ihr entwickelte sich die Münchner Sicherheitskonferenz, die Kleist über Jahrzehnte begleitete.

Späte Jahre

Kleist schrieb, sprach und beriet zu Fragen der deutschen Geschichte, der transatlantischen Beziehungen und der Sicherheitspolitik. Die Münchner Sicherheitskonferenz vergibt seit 2009 den Ewald-von-Kleist-Preis. Ewald-Heinrich von Kleist starb am 8. März 2013 in München.

Lebensstationen

3 Ereignisse

Geboren in Schmenzin

1922

Ewald-Heinrich von Kleist-Schmenzin wird auf dem Familiengut Schmenzin in Pommern geboren.

Beteiligung am 20. Juli

1944

Kleist ist in den Staatsstreichversuch vom 20. Juli 1944 eingebunden und wird nach dessen Scheitern von der Gestapo verhört.

Gestorben in München

2013

Ewald-Heinrich von Kleist stirbt in München.

Traueranzeige

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Stammbaum

  • Ewald von Kleist-Schmenzin
  • Anna (Anning) von der Osten

Ewald-Heinrich von Kleist. Für immer unvergessen.