

Gedenkseite von Ewald-Heinrich von Kleist
Deutscher Offizier, Widerstandskämpfer, Initiator der Münchner Sicherheitskonferenz
Gedenkkerzen
2 Kerzen

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Ewald-Heinrich von Kleist.
Emoria
10. Juli 2026

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Ewald-Heinrich von Kleist.
Emoria
8. März 2026
Kondolenzbuch
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Biografie
Ewald-Heinrich Hermann Konrad Oskar Ulrich Wolf Alfred von Kleist-Schmenzin (* 10. Juli 1922 in Schmenzin, Pommern; gestorben am 8. März 2013 in München) war ein deutscher Offizier, Verleger, Publizist und Beteiligter des militärischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Nach 1945 gründete er die Internationale Wehrkundetagung, aus der die Münchner Sicherheitskonferenz hervorging.
Familie und Wehrmacht
Kleist wurde auf dem Familiengut Schmenzin geboren. Sein Vater Ewald von Kleist-Schmenzin war Jurist, konservativer Politiker und Gegner des Nationalsozialismus. Ewald-Heinrich von Kleist trat 1940 in die Wehrmacht ein und diente als Infanterieoffizier. Der familiäre Hintergrund verband preußische Militärtradition mit früher Ablehnung des NS-Regimes.
Widerstand
1944 wurde Kleist in Pläne des militärischen Widerstands einbezogen. Claus Schenk Graf von Stauffenberg bat ihn, bei einer Uniformvorführung vor Hitler Sprengstoff unter der Uniform zu tragen. Die Vorführung wurde abgesagt. Am 20. Juli 1944 war Kleist in Berlin für Aufgaben des Umsturzes vorgesehen. Nach dem Scheitern des Attentats wurde er festgenommen und von der Gestapo verhört, später aber wieder freigelassen.
Vater und Verlust
Sein Vater gehörte ebenfalls zum Umfeld der Verschwörer. Nach dem 20. Juli wurde Ewald von Kleist-Schmenzin verhaftet, vom Volksgerichtshof verurteilt und 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Für Ewald-Heinrich von Kleist blieb diese Familiengeschichte eng mit der eigenen Erinnerung an den Widerstand verbunden.
Verlag und Sicherheitspolitik
Nach dem Krieg arbeitete Kleist als Verleger und Publizist. 1963 gründete er die Internationale Wehrkundetagung in München. Die Tagung brachte Abgeordnete, Militärs, Wissenschaft und internationale Gäste über sicherheitspolitische Fragen ins Gespräch. Aus ihr entwickelte sich die Münchner Sicherheitskonferenz, die Kleist über Jahrzehnte begleitete.
Späte Jahre
Kleist schrieb, sprach und beriet zu Fragen der deutschen Geschichte, der transatlantischen Beziehungen und der Sicherheitspolitik. Die Münchner Sicherheitskonferenz vergibt seit 2009 den Ewald-von-Kleist-Preis. Ewald-Heinrich von Kleist starb am 8. März 2013 in München.
Lebensstationen
3 EreignisseGeboren in Schmenzin
1922Ewald-Heinrich von Kleist-Schmenzin wird auf dem Familiengut Schmenzin in Pommern geboren.
Beteiligung am 20. Juli
1944Kleist ist in den Staatsstreichversuch vom 20. Juli 1944 eingebunden und wird nach dessen Scheitern von der Gestapo verhört.
Gestorben in München
2013Ewald-Heinrich von Kleist stirbt in München.
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Stammbaum
- Ewald von Kleist-Schmenzin
- Anna (Anning) von der Osten
Ewald-Heinrich von Kleist. Für immer unvergessen.