Zum Hauptinhalt springen
George H. W. Bush (geb. George Herbert Walker Bush)

Gedenkseite von George H. W. Bush (geb. George Herbert Walker Bush)

12. Juni 1924 – 30. Nov. 2018(94 Jahre)Sterbeort:Houston, Harris County

Republikanischer Politiker und 41. Präsident der USA

Gedenkkerzen

1 Kerze

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von George H. W. Bush.

Emoria

11. Juni 2026

Kondolenzbuch

0 Einträge

Erinnerungen

Noch keine Erinnerungen geteilt

Sei der Erste, der eine Erinnerung teilt.

Biografie

Todesursache

Parkinson-Krankheit

Kinder

6

Religion

Episkopalkirche der Vereinigten Staaten von Amerika

Grabstätte

George Bush Presidential Library

Beruf(8)

PolitikerMarineoffizierBaseballspielerDiplomatPilotUnternehmerAutobiografStaatsmann

Auszeichnungen(4)

Ehrenbürger von BerlinEric-M.-Warburg-PreisPhiladelphia Liberty MedalRobert-Schuman-Medaille

Partner(1)

Ausbildung(5)

Greenwich Country Day SchoolPhillips AcademyYale UniversityRobert A. Taft Information Technology High SchoolDavenport College

George H. W. Bush (* 12. Juni 1924 in Milton, Massachusetts; gestorben am 30. November 2018 in Houston, Texas) war der 41. Präsident der Vereinigten Staaten. Vor seiner Amtszeit war er Marineflieger im Zweiten Weltkrieg, Unternehmer in Texas, Kongressabgeordneter, UN-Botschafter, Leiter des US-Verbindungsbüros in China, CIA-Direktor und Vizepräsident unter Ronald Reagan. Seine Präsidentschaft von 1989 bis 1993 fiel in eine weltpolitische Umbruchzeit: Ende des Kalten Krieges, deutsche Einheit, Zerfall der Sowjetunion und Golfkrieg.

George H. W. Bush als Präsident der Vereinigten Staaten
George H. W. Bush als Präsident der Vereinigten Staaten, 1989. Foto: David Valdez, Public domain, via Wikimedia Commons

Familie, Krieg und Yale

Bush wuchs in einer wohlhabenden Familie mit politischer Tradition auf. Sein Vater Prescott Bush wurde später Senator für Connecticut. Nach dem Abschluss an der Phillips Academy meldete sich George H. W. Bush an seinem 18. Geburtstag zur U.S. Navy. Als Torpedobomberpilot flog er im Pazifik zahlreiche Kampfeinsätze. Am 2. September 1944 wurde sein Flugzeug getroffen; Bush konnte abspringen und wurde von einem amerikanischen U-Boot gerettet. Für seinen Einsatz erhielt er das Distinguished Flying Cross. 1945 heiratete er Barbara Pierce. Nach dem Krieg studierte er in Yale und ging anschließend nach Texas in die Ölindustrie.

Texas und öffentlicher Dienst

In Texas baute Bush eine Laufbahn als Unternehmer und Republikaner auf. 1966 wurde er in das US-Repräsentantenhaus gewählt. Danach folgte eine Reihe von Ämtern, die sein politisches Profil stark von internationaler Erfahrung prägten: Botschafter bei den Vereinten Nationen, Vorsitzender des Republican National Committee während Watergate, Leiter des US-Verbindungsbüros in Peking und Direktor der CIA. Diese Stationen machten ihn nicht zum großen Ideologen, sondern zu einem Politiker der Apparate, Kontakte und Dossiers. Er kannte Washington, Diplomatie und Sicherheitsapparate aus der Nähe.

Vizepräsident unter Reagan

1980 kandidierte Bush zunächst selbst für die republikanische Präsidentschaftsnominierung und kritisierte Ronald Reagans Wirtschaftskonzept als voodoo economics. Nach seiner Niederlage wurde er Reagans Running Mate. Von 1981 bis 1989 war Bush Vizepräsident. In dieser Rolle wirkte er loyal, zurückhaltend und international erfahren. Er wurde Teil der Reagan-Ära, blieb aber weniger ideologisch aufgeladen als viele ihrer Wortführer. 1988 gewann er die Präsidentschaftswahl gegen Michael Dukakis und versprach eine kinder, gentler nation.

Präsidentschaft im Umbruch

Bushs Amtsantritt 1989 fiel in eine außergewöhnliche Phase. In Osteuropa brachen kommunistische Regime zusammen, die Berliner Mauer fiel, Deutschland wurde wiedervereinigt und die Sowjetunion löste sich auf. Bush handelte dabei meist vorsichtig und diplomatisch. Er vermied Triumphgesten, arbeitete mit Michail Gorbatschow und europäischen Partnern und unterstützte die deutsche Einheit innerhalb der NATO. Diese Zurückhaltung war eine seiner Stärken: Sie half, einen historischen Machtwechsel ohne großen Krieg zwischen den Blöcken zu begleiten.

Panama und Golfkrieg

Nicht alle außenpolitischen Entscheidungen waren so unstrittig. Im Dezember 1989 ordnete Bush die Invasion Panamas an, um Manuel Noriega zu stürzen; der Einsatz wurde international kritisiert und kostete vor allem panamaische Zivilisten das Leben. 1990 besetzte der Irak Kuwait. Bush baute daraufhin eine breite internationale Koalition auf, stützte sich auf UN-Resolutionen und entsandte Truppen nach Saudi-Arabien. Operation Desert Storm begann im Januar 1991 und führte zur Befreiung Kuwaits. Der schnelle militärische Erfolg stärkte Bushs Ansehen, war aber zugleich Teil einer Nahostordnung, deren Folgen die USA lange beschäftigen sollten.

Innenpolitik und Grenzen

Innenpolitisch blieb Bush weniger prägend, doch einzelne Entscheidungen waren wichtig. 1990 unterzeichnete er den Americans with Disabilities Act, ein zentrales Bürgerrechtsgesetz für Menschen mit Behinderungen. Ebenfalls 1990 stimmte er einem Haushaltskompromiss mit Steuererhöhungen zu und brach damit sein Wahlversprechen read my lips: no new taxes. Der Schritt war fiskalisch begründbar, beschädigte ihn aber politisch schwer. Rezession, Arbeitslosigkeit und der Eindruck mangelnder innenpolitischer Energie bestimmten den Wahlkampf 1992. Bush verlor gegen Bill Clinton; Ross Perots unabhängige Kandidatur entzog ihm zusätzlich Stimmen.

Spätere Jahre

Nach seiner Präsidentschaft blieb Bush öffentlich präsent, aber meist weniger laut als viele Nachfolger. Gemeinsam mit Bill Clinton engagierte er sich nach Naturkatastrophen für Hilfsaktionen. 2001 erlebte er, wie sein Sohn George W. Bush Präsident wurde. Damit gehörten die Bushs nach John Adams und John Quincy Adams zur seltenen Vater-Sohn-Konstellation im Weißen Haus. 2011 erhielt George H. W. Bush von Barack Obama die Presidential Medal of Freedom. In seinen letzten Jahren war er gesundheitlich eingeschränkt, blieb aber mit seiner Familie, der Präsidentenbibliothek in College Station und öffentlichen Ritualen verbunden.

Abschied

George H. W. Bush starb am 30. November 2018 in Houston. Er wurde 94 Jahre alt und wurde bei seiner Präsidentenbibliothek in College Station beigesetzt, neben Barbara Bush und der früh verstorbenen Tochter Robin. Sein Vermächtnis liegt vor allem in der Außenpolitik: im Übergang aus dem Kalten Krieg, in der deutschen Einheit und in der Koalition gegen Saddam Hussein. Zugleich gehört zu seiner Bilanz ein Präsident, der innenpolitisch weniger überzeugte und an einer wirtschaftlichen Stimmung scheiterte, die militärischer Erfolg nicht ausgleichen konnte.

Lebensstationen

20 Ereignisse

Geboren in Milton

1924

George Herbert Walker Bush wird in Milton, Massachusetts, geboren.

Eintritt in die Marine

1942

An seinem 18. Geburtstag meldet sich Bush zur U.S. Navy.

Abschuss über dem Pazifik

1944

Bush wird bei einem Einsatz als Torpedobomberpilot abgeschossen und von einem US-U-Boot gerettet.

Heirat mit Barbara Pierce

1945

George H. W. Bush heiratet Barbara Pierce.

Abschluss in Yale

1948

Bush schließt sein Studium an der Yale University ab und geht anschließend nach Texas in die Ölindustrie.

Wahl ins Repräsentantenhaus

1966

Bush wird als Abgeordneter aus Texas in das US-Repräsentantenhaus gewählt.

UN-Botschafter

1971

Präsident Richard Nixon ernennt Bush zum Botschafter der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen.

Beijing Liaison Office

1974

Bush wird Leiter des US-Verbindungsbüros in der Volksrepublik China.

Direktor der CIA

1976

Bush übernimmt die Leitung der Central Intelligence Agency.

Vizepräsident

1981

Bush wird unter Ronald Reagan als Vizepräsident der Vereinigten Staaten vereidigt.

Wahl zum Präsidenten

1988

George H. W. Bush gewinnt die Präsidentschaftswahl gegen Michael Dukakis.

Amtsantritt

1989

Bush wird als 41. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt.

Invasion in Panama

1989

Bush ordnet Operation Just Cause gegen Manuel Noriega an; der Einsatz bleibt wegen ziviler Opfer und Völkerrechtsfragen umstritten.

Americans with Disabilities Act

1990

Bush unterzeichnet eines der wichtigsten US-Bürgerrechtsgesetze für Menschen mit Behinderungen.

Pariser Charta

1990

Bush und europäische Staats- und Regierungschefs erleben mit der KSZE-Charta von Paris einen symbolischen Schlusspunkt des Kalten Krieges.

Operation Desert Storm

1991

Eine von den USA geführte Koalition beginnt den militärischen Einsatz zur Befreiung Kuwaits.

Wahlniederlage

1992

Bush verliert die Präsidentschaftswahl gegen Bill Clinton.

NAFTA unterzeichnet

1992

Bush unterzeichnet das nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA, das später ratifiziert wird.

Presidential Medal of Freedom

2011

Präsident Barack Obama zeichnet Bush mit der Presidential Medal of Freedom aus.

Gestorben in Houston

2018

George H. W. Bush stirbt im Alter von 94 Jahren in Houston, Texas.

Traueranzeige

Noch keine Traueranzeige

Zu dieser Gedenkseite wurde noch keine Traueranzeige hochgeladen. Wenn du Angehörige:r bist und eine hochladen möchtest, kannst du dich als Inhaber dieser Gedenkseite registrieren und sie anschließend ergänzen.

Stammbaum

  • Barbara Bush
  • Prescott Bush
  • Dorothy Walker Bush
  • Robin Bush
  • Jonathan Bush
  • Prescott S. Bush, Jr.
  • Nancy Walker Bush Ellis

Ruhestätte

George Bush Presidential Library

College Station

Zum Friedhof

George H. W. Bush (geb. George Herbert Walker Bush). Für immer unvergessen.