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Gerald Ford (geb. Leslie Lynch King Jr.)

Gedenkseite von Gerald Ford (geb. Leslie Lynch King Jr.)

14. Juli 1913 – 26. Dez. 2006(93 Jahre)Sterbeort:Rancho Mirage, Riverside County

US-amerikanischer Politiker, 38. Präsident der Vereinigten Staaten

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Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Gerald Ford.

Emoria

14. Juli 2026

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Biografie

Todesursache

Arteriosklerose

Kinder

4

Religion

Episkopalkirche der Vereinigten Staaten von Amerika

Grabstätte

Gerald R. Ford Presidential Museum

Beruf(7)

PolitikerMarineoffizierRechtsanwaltGridiron-Football-SpielerAutobiografFootballspielerStaatsmann

Auszeichnungen(8)

Presidential Medal of FreedomGoldene Ehrenmedaille des KongressesTheodore Roosevelt AwardHoratio Alger AwardFrancis Boyer Awarddoctor honoris causa of Keiō UniversityEhrendoktor der Ohio State UniversityOrden des Marienland-Kreuzes, 1. Klasse

Partner(1)

Betty Ford

Ausbildung(7)

University of MichiganYale Law SchoolUniversity of Michigan Law SchoolGrundschuleYale UniversityAlexandria City High SchoolGordon-Conwell Theological Seminary

Gerald Ford (* 14. Juli 1913 in Omaha, Nebraska, als Leslie Lynch King Jr.; gestorben am 26. Dezember 2006 in Rancho Mirage, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Politiker und von 1974 bis 1977 der 38. Präsident der Vereinigten Staaten. Er wurde nach dem Rücktritt Richard Nixons Präsident und ist bis heute der einzige US-Präsident, der weder zum Präsidenten noch zum Vizepräsidenten gewählt worden war. Seine Amtszeit steht für den Versuch, nach Watergate staatliches Vertrauen wiederherzustellen, aber auch für eine der umstrittensten Entscheidungen der amerikanischen Nachkriegspolitik: die Begnadigung Nixons.

Offizielles Präsidentenporträt von Gerald Ford
Offizielles Präsidentenporträt von Gerald Ford, 1974. Foto: David Hume Kennerly / U.S. Army Audiovisual Center, Public domain, via Wikimedia Commons

Grand Rapids, Football und Jura

Ford kam in Omaha zur Welt, wuchs aber in Grand Rapids, Michigan, auf. Nach der Trennung seiner Eltern nahm er den Namen seines Stiefvaters Gerald R. Ford Sr. an. An der University of Michigan spielte er erfolgreich Football und schloss 1935 sein Studium ab. Danach studierte er Jura in Yale. Im Zweiten Weltkrieg diente er in der U.S. Navy im Pazifik und erreichte den Rang eines Lieutenant Commander. Diese frühen Stationen prägten ein öffentliches Bild, das später immer wieder betont wurde: Ford galt als diszipliniert, körperlich robust, kollegial und weniger ideologisch als viele andere Politiker seiner Generation.

Kongress und republikanische Führung

1948 heiratete Ford Elizabeth Anne Bloomer, bekannt als Betty Ford, und wurde im selben Jahr in das Repräsentantenhaus gewählt. Dort vertrat er Michigan über Jahrzehnte. Er arbeitete sich nicht über große Reden, sondern über Verlässlichkeit, Ausschüsse, Kontakte und innerparteiliche Organisation nach oben. 1965 wurde er republikanischer Fraktionsführer im Repräsentantenhaus. Ford war konservativ in Haushaltsfragen, aber als Person oft zugänglicher und pragmatischer als die Konflikte, in denen er stand. Gerade deshalb erschien er 1973 vielen Abgeordneten als akzeptable Lösung, als nach Spiro Agnews Rücktritt ein neuer Vizepräsident gebraucht wurde.

Präsident ohne Wahl

Ford wurde im Dezember 1973 nach den Regeln des 25. Verfassungszusatzes Vizepräsident. Nur acht Monate später trat Richard Nixon wegen Watergate zurück. Am 9. August 1974 wurde Ford Präsident. Seine ersten Worte zielten auf Beruhigung: Die lange nationale Krise sei vorbei. Doch dieser Satz konnte die Lage nicht einfach beenden. Die Regierung erbte Misstrauen gegen das Weiße Haus, Inflation, Rezession, die Spätfolgen des Vietnamkriegs und eine republikanische Partei, die durch Watergate schwer beschädigt war.

Die Nixon-Begnadigung

Am 8. September 1974 begnadigte Ford Richard Nixon vollständig für mögliche Straftaten während dessen Präsidentschaft. Ford erklärte die Entscheidung als Versuch, das Land aus der dauernden Fixierung auf Watergate zu lösen. Viele Bürgerinnen und Bürger sahen darin jedoch einen Bruch des Gerechtigkeitsempfindens oder vermuteten einen politischen Handel. Der Pressesprecher des Weißen Hauses trat zurück, Fords Zustimmung brach ein, und die Entscheidung überschattete seine Amtszeit. Im Oktober 1974 erschien Ford freiwillig vor einem Unterausschuss des Repräsentantenhauses, um die Begnadigung zu erklären. Später wurde diese Entscheidung milder beurteilt; 2001 erhielt Ford dafür den Profile in Courage Award.

Regieren in einer erschöpften Zeit

Fords Regierung arbeitete in einem Land, das politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich müde war. Die Inflation blieb hoch, die Rezession drückte auf Arbeitsplätze, und seine Kampagne Whip Inflation Now konnte die Probleme nicht lösen. Außenpolitisch blieb Henry Kissinger eine zentrale Figur. 1975 endete der Vietnamkrieg; die Evakuierung südvietnamesischer Verbündeter und die Mayaguez-Krise zeigten, wie schwierig es war, nach einem verlorenen Krieg Handlungsfähigkeit zu zeigen, ohne neue Wunden zu schlagen. Auch innenpolitisch stieß Ford oft an Grenzen: Ein demokratisch kontrollierter Kongress, viele Vetos und eine Regierung im Übergang machten sein Präsidentenamt zu einer Arbeit gegen Misstrauen und Erschöpfung.

Betty Ford und öffentliche Offenheit

Zur Geschichte dieser Präsidentschaft gehört auch Betty Ford. Sie sprach ungewöhnlich offen über Brustkrebs, später über Sucht und Behandlung, und wurde dadurch selbst zu einer wichtigen öffentlichen Figur. Das veränderte die Wahrnehmung des Präsidentenpaares: Neben Gerald Fords nüchterner, institutioneller Rolle stand eine First Lady, die persönliche Verletzlichkeit und gesellschaftliche Tabus sichtbar machte. Diese Offenheit passte nicht immer in konservative Erwartungen, prägte aber das Bild der Familie Ford nachhaltig.

Wahl 1976 und spätere Jahre

1976 musste Ford zunächst eine schwere innerparteiliche Herausforderung durch Ronald Reagan abwehren. Danach verlor er die Präsidentschaftswahl knapp gegen Jimmy Carter. Die Niederlage hing mit der Nixon-Begnadigung zusammen, aber nicht nur mit ihr: Ford kämpfte auch gegen wirtschaftliche Unsicherheit, Wahrnehmungen von Schwäche und die Last einer Amtsübernahme, die nie durch eine Wahl bestätigt worden war. Nach dem Ende seiner Präsidentschaft blieb er öffentlich präsent, arbeitete in Stiftungen und Gremien und wurde später für seine Integrität gewürdigt.

Abschied

Gerald Ford starb am 26. Dezember 2006 in Rancho Mirage. Er wurde 93 Jahre alt. Sein politisches Vermächtnis ist leise und widersprüchlich: Er war kein Präsident großer Visionen, sondern einer, der in einer beschädigten Lage Stabilität herstellen wollte. Die Nixon-Begnadigung bleibt der zentrale Streitpunkt seines Lebens. Gerade darin liegt Fords historische Bedeutung: Er traf eine Entscheidung, die viele damals als falsch empfanden, die später aber auch als Versuch gelesen wurde, die Handlungsfähigkeit des Staates nach Watergate zurückzugewinnen.

Lebensstationen

18 Ereignisse

Geboren in Omaha

1913

Gerald Ford wird als Leslie Lynch King Jr. in Omaha, Nebraska, geboren.

Abschluss in Michigan

1935

Ford schließt sein Studium an der University of Michigan ab, wo er auch Football gespielt hat.

Jurastudium in Yale

1941

Ford beendet sein Jurastudium an der Yale University.

Dienst in der U.S. Navy

1942

Während des Zweiten Weltkriegs dient Ford in der U.S. Navy im Pazifik.

Heirat mit Betty Bloomer

1948

Ford heiratet Elizabeth Anne Bloomer, die später als Betty Ford öffentliche Wirkung entfaltet.

Wahl in den Kongress

1948

Ford wird als republikanischer Abgeordneter aus Michigan in das Repräsentantenhaus gewählt.

Fraktionsführer im Repräsentantenhaus

1965

Ford wird Minority Leader der Republikaner im Repräsentantenhaus.

Vizepräsident der USA

1973

Nach dem Rücktritt Spiro Agnews wird Ford als Vizepräsident vereidigt.

Präsident nach Nixons Rücktritt

1974

Ford wird nach Richard Nixons Rücktritt der 38. Präsident der Vereinigten Staaten.

Begnadigung Richard Nixons

1974

Ford begnadigt Richard Nixon für mögliche Straftaten während dessen Präsidentschaft.

Aussage vor dem Kongress

1974

Ford erklärt die Nixon-Begnadigung vor einem Unterausschuss des Repräsentantenhauses.

Ende des Vietnamkriegs

1975

Während der letzten Kriegsphase unterstützt Fords Regierung die Evakuierung vieler südvietnamesischer Verbündeter.

Zwei Anschlagsversuche

1975

Im September 1975 übersteht Ford zwei Anschlagsversuche in Kalifornien.

Nominierung gegen Reagan

1976

Ford setzt sich auf dem republikanischen Parteitag gegen Ronald Reagan durch.

Wahlniederlage gegen Carter

1976

Ford verliert die Präsidentschaftswahl knapp gegen Jimmy Carter.

Presidential Medal of Freedom

1999

Präsident Bill Clinton zeichnet Ford mit der Presidential Medal of Freedom aus.

Profile in Courage Award

2001

Ford erhält die Auszeichnung für die politisch riskante Nixon-Begnadigung.

Gestorben in Rancho Mirage

2006

Gerald Ford stirbt im Alter von 93 Jahren in Kalifornien.

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Stammbaum

  • Dorothy Ayer Gardner Ford

Gerald Ford (geb. Leslie Lynch King Jr.). Für immer unvergessen.