Ich spreche Ihnen, ihrer Familie und Angehörigen mein herzliches Beileid aus. Ruhe in Frieden, König Harald😪😪
28. August 2026
— Gabriele Schröter- Wührer
Sonstige


König von Norwegen
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“Ruhe in Frieden”
Gabriele Schröter-Wührer
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28. August 2026
1 Eintrag
Ich spreche Ihnen, ihrer Familie und Angehörigen mein herzliches Beileid aus. Ruhe in Frieden, König Harald😪😪
28. August 2026
— Gabriele Schröter- Wührer
Sonstige
10 Erinnerungen

Harald V.

Bei der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo, 10. Dezember 2025

Beim samischen Parlament Sámediggi, 19. Oktober 2021

König Harald V. am norwegischen Nationalfeiertag, 17. Mai 2018

Staatsbesuch in Slowenien, 9. Mai 2011

König Harald V. beim Skifest, 11. April 2010

Hochzeit mit Sonja Haraldsen, 29. August 1968

Prinz Harald als Offiziersschüler auf Trandum, 1956/57

Prinz Harald als Junge — Porträt aus der Sammlung der Nationalbibliothek

Die Kronprinzenfamilie im Exil vor Pook's Hill, Maryland — um 1942

Harald V. in Oslo, 10. Dezember 2025 — eines seiner letzten Porträts
Harald V. (* 21. Februar 1937 auf Skaugum in Asker; gestorben am 28. August 2026 in Oslo) war von 1991 bis zu seinem Tod König von Norwegen. Fünfunddreißig Jahre lang stand er an der Spitze eines Landes, das ihn als Dreijährigen verloren und als Achtjährigen zurückbekommen hatte. Als er starb, war er mit 89 Jahren der älteste amtierende Monarch Europas - und der älteste, den Norwegen in über tausend Jahren Monarchie hatte.
Er kam am 21. Februar 1937 auf dem Gut Skaugum in Asker zur Welt, südwestlich von Oslo. Seine Eltern waren Kronprinz Olav, der spätere Olav V., und Kronprinzessin Märtha, eine geborene Prinzessin von Schweden. Harald war ihr drittes Kind und ihr einziger Sohn; seine älteren Schwestern hießen Ragnhild und Astrid. Auf dem Thron saß sein Großvater Haakon VII., und damit stand der Neugeborene an zweiter Stelle der Thronfolge.
Seine Geburt war mehr als ein Familienereignis. Es war die erste Geburt eines norwegischen Prinzen auf norwegischem Boden seit 567 Jahren. Norwegen hatte Jahrhunderte in Personalunion mit Dänemark und Schweden verbracht und war erst seit 1905 wieder ein eigenes Königreich. Mit diesem Kind bekam die junge Dynastie einen Erben, der von Anfang an dazugehörte.
Am 9. April 1940 überfiel die deutsche Wehrmacht Norwegen. Die Königsfamilie floh aus Oslo. In Elverum trennte sich der Weg: Kronprinz Olav blieb bei seinem Vater und der Exilregierung, der dreijährige Harald wurde mit seiner Mutter und den Schwestern nach Schweden gebracht, wo sie in der Nacht zum 10. April eintrafen.
Präsident Franklin D. Roosevelt lud die Familie in die Vereinigten Staaten ein. Im August 1940 gingen Märtha und die Kinder im finnischen Petsamo an Bord der American Legion, eines Truppentransporters der US-Armee. Die Überfahrt dauerte zwölf Tage; am 28. August 1940 erreichte das Schiff New York, und schon am Tag darauf empfing Roosevelt die Familie persönlich. Sie wohnten zunächst im Weißen Haus, dann auf einem Anwesen namens Pook's Hill in Bethesda, Maryland, wenige Meilen außerhalb von Washington.
Dort verbrachte Harald den Krieg. Roosevelt kam häufig zu Besuch und brachte Staatsgäste mit, unter ihnen Winston Churchill. Über Märthas Freundschaft zum Präsidenten hatte Norwegen einen Draht zur alliierten Führung, den kein anderes besetztes Land besaß.

Deutschland kapitulierte am 8. Mai 1945. Einen Monat später, am 7. Juni 1945, ging König Haakon VII. mit der Kronprinzenfamilie an der Honnørbryggen in Oslo an Land - auf den Tag genau fünf Jahre nach seiner Flucht aus dem Land. Harald hatte Norwegen mit drei Jahren verlassen und kehrte mit acht zurück. Im Herbst wurde er an der Smestad-Schule in Oslo eingeschult, als erster norwegischer Thronfolger, der eine öffentliche Schule besuchte.
1955 legte Harald an der Oslo katedralskole das Examen artium ab. Es folgten die Unteroffiziersschule der Kavallerie auf Trandum und von 1957 bis 1959 die Kriegsschule. Von 1960 bis 1962 studierte er am Balliol College in Oxford Geschichte, Wirtschaft und Politik.

Sein erstes Segelboot bekam er mit elf Jahren. Es hieß Fram, nach dem Polarschiff Fridtjof Nansens, und alle seine Boote sollten so heißen - bis zur Fram XVIII, die er 2021 verkaufte. Das Segeln blieb ihm ein Leben lang; er selbst sagte einmal, Sport sei sein halbes Leben gewesen.
Dreimal startete er bei Olympischen Spielen: 1964 in Tokio, wo er bei der Eröffnungsfeier die norwegische Flagge trug und mit der Fram III in der 5,5-Meter-Klasse Achter wurde; 1968 in Acapulco, wo es zum elften Platz reichte; und 1972 vor Kiel, wo er als Steuermann in der Soling-Klasse Zehnter wurde. Eine olympische Medaille hat er nie gewonnen. Die Enttäuschung von 1972 saß tief - seine Crew hatte in denselben Gewässern kurz zuvor noch die Kieler Woche dominiert. »Es hat mich zwei Jahre gekostet, wieder an Bord eines Bootes zu gehen«, sagte er später.
Die großen Titel kamen danach. 1987 wurde er beim One Ton Cup in Kiel mit der Fram X Weltmeister der Eintonner-Klasse. 2005 gewann er mit der Fram XV die Europameisterschaft im Hochseesegeln, entschieden beim 362 Seemeilen langen Gotland Runt. Und 2008, mit 71 Jahren, wurde er vor Hankø noch einmal Weltmeister in der Klasse der klassischen Acht-Meter-Yachten - auf der Sira, dem restaurierten Boot seines Vaters. Dazu kamen acht Königspokale.
1959 lernte der Kronprinz Sonja Haraldsen kennen, die Tochter eines Osloer Kaufmanns. Sie war gelernte Schneiderin, hatte in Lausanne abgeschlossen und arbeitete zeitweise im Geschäft ihres Vaters. Sie gehörte keinem Königshaus an und keinem Adel - und genau das machte aus einer Liebesgeschichte eine Staatsangelegenheit.
Neun Jahre lang war offen, ob die beiden heiraten durften. Die norwegische Presse war sich fast einig, dass eine bürgerliche Ehe des Thronfolgers das Ende der Monarchie bedeuten würde. König Olav sah sich vor die Wahl zwischen dem Glück seines Sohnes und einer Verfassungskrise gestellt und gab sogar eine Mitteilung heraus, sein Sohn beabsichtige keine bürgerliche Heirat. »Das war ein Schlag ins Gesicht«, sagte Harald Jahrzehnte später darüber. Sonja war auf dem Schloss nicht mehr willkommen; ihre Mutter richtete im Elternhaus einen Treffpunkt für das Paar ein. Zum 30. Geburtstag des Kronprinzen war sie als Einzige aus dem Freundeskreis nicht geladen.
In diesem Jahr 1967 sagte Harald seinem Vater, was die Sache entschied. In einem Interview zum 25. Thronjubiläum hat er es selbst geschildert:
»Ich weiß nicht, was ein Ultimatum ist, aber ich sagte, dass ich unverheiratet bleiben werde, wenn ich sie nicht heiraten kann. Aber ich weiß nicht, ob das genau ein Ultimatum ist.«
Er war der einzige Thronfolger. Ein Verzicht auf die Ehe hätte die Dynastie beendet. »Nein, er sagte in dem Moment gar nichts«, erinnerte sich Harald an die Reaktion seines Vaters, »aber danach kam etwas mehr Bewegung in die Sache.« Die Regierung Borten beriet, Ministerpräsident Per Borten fragte im Auftrag des Königs die Fraktionsführer des Storting - nur einer von ihnen war dafür. Am 19. März 1968 ließ Olav V. dem Storting seine Botschaft überbringen: Er gebe sein Einverständnis.
Am 29. August 1968 um 17 Uhr traute Bischof Fritjov Birkeli die beiden im Dom zu Oslo. Rund 850 Gäste waren geladen, etwa 3000 Soldaten säumten den Weg vom Schloss, und König Olav führte die Braut selbst zum Altar. Der befürchtete Widerstand im Volk blieb aus. Prinzessin Märtha Louise wurde 1971 geboren, Kronprinz Haakon 1973.

Am 17. Januar 1991 starb Olav V. Sein Sohn war in diesem Moment König. Vier Tage später leistete Harald V. vor dem Storting den Verfassungseid und nannte dabei seinen Wahlspruch, den schon sein Vater und sein Großvater geführt hatten: »Alt for Norge« - Alles für Norwegen. Am 23. Juni 1991 wurden er und Königin Sonja im Nidarosdom zu Trondheim von Bischof Finn Wagle gesegnet. Gekrönt wird in Norwegen seit 1958 nicht mehr; die Segnung ist eine norwegische Besonderheit unter den europäischen Monarchien.
Nach dem Wortlaut der Verfassung liegt die vollziehende Gewalt beim König. In der Praxis ist sein Amt zeremoniell: Jeder Beschluss braucht die Gegenzeichnung der Regierung. Harald V. traf den Staatsrat freitags im Schloss, sprach wöchentlich mit dem Ministerpräsidenten und dem Außenminister, empfing Botschafter und eröffnete jeden Oktober das Storting. Er hatte sich vorgenommen, alle 357 Kommunen des Landes mindestens einmal zu besuchen; vier fehlten noch, als er starb.
1994 eröffnete er die Olympischen Winterspiele in Lillehammer, für deren Vergabe er sich eingesetzt hatte - sein Sohn Haakon entzündete das Feuer. Später nannte er diese Tage die sechzehn schönsten seines Lebens.
Am 22. Juli 2011 tötete ein Attentäter 77 Menschen in Oslo und auf Utøya. Schon am Tag darauf sprach der König zur Nation und sagte den Satz, an den sich das Land erinnert: dass die Freiheit stärker sei als die Angst. Bei der nationalen Gedenkfeier am 21. August im Oslo Spektrum sprach er zu den Hinterbliebenen - »Nun sind fast alle Worte aufgebraucht« - und weinte offen.
Am 1. September 2016 gaben Harald und Sonja im Schlosspark ein Gartenfest zum 25. Thronjubiläum. Vor 1500 Gästen aus allen Landesteilen hielt der als scheu geltende König eine Ansprache, die weit über Norwegen hinaus gehört wurde:
»Norweger sind Mädchen, die Mädchen mögen, Buben, die Buben mögen, und Mädchen und Jungen, die einander mögen. […] Norweger glauben an Gott, Allah, Alles und Nichts.«
Er zählte die Herkunftsländer seiner Landsleute auf - Afghanistan, Pakistan, Polen, Schweden, Somalia, Syrien - und fügte hinzu, dass seine eigenen Großeltern vor 110 Jahren aus Dänemark und England eingewandert seien. Was wir Heimat nennen, sagte er, sei dort, wo unser Herz ist. Am Ende stand ein Satz, der in Norwegen seither zitiert wird: dass wir dieses Land weiterbauen sollen auf Vertrauen, Gemeinschaft und Großzügigkeit, und dass wir trotz aller Unterschiede ein Volk seien.
Das Video der Rede erreichte binnen weniger Tage 3,2 Millionen Zuschauer. Der Königshof bekam so viele Anfragen nach einer englischen Übersetzung, dass er eine anfertigen ließ.

Sein allererster Staatsbesuch außerhalb Skandinaviens führte nach Deutschland - er selbst betonte später, das sei kein Zufall gewesen. Vom 18. bis 21. April 1994 war er bei Bundespräsident Richard von Weizsäcker zu Gast, 1996 bei Thomas Klestil in Österreich, 2006 bei Moritz Leuenberger in der Schweiz, und vom 15. bis 17. Oktober 2007 noch einmal in Deutschland bei Horst Köhler. In seiner Rede im Schloss Bellevue würdigte er Willy Brandt und sagte, Norwegen sei stolz darauf, dass Brandt sich zeitweise einen Norweger genannt habe. Für einen Mann, dessen Kindheit von der deutschen Besatzung geprägt war, war das ein bemerkenswerter Satz.
Sein Gesundheitszustand beschäftigte Norwegen seit Langem: 2003 eine Krebsoperation, 2005 ein Eingriff am Herzen, im Oktober 2020 eine neue Herzklappe. Im Februar 2024 kam er während eines Aufenthalts in Malaysia mit einer Infektion ins Krankenhaus und erhielt einen vorläufigen Herzschrittmacher; nach dem Rückflug wurde am 12. März 2024 in Oslo ein dauerhafter eingesetzt. Von da an vertrat ihn Kronprinz Haakon immer häufiger als Regent, im August 2026 durchgehend.
Öffentlich zeigte er sich bis zuletzt. Am 10. Dezember 2025 nahm er in Oslo an der Verleihung des Friedensnobelpreises teil.

Seit dem 17. August 2026 wurde Harald V. im Rikshospitalet in Oslo behandelt. Am Morgen des 28. August 2026 teilte der königliche Hof mit:
»Mit tiefer Trauer teilen wir mit, dass Seine Majestät König Harald heute von uns gegangen ist. König Harald schlief am Freitag, dem 28. August, um 06.35 Uhr im Rikshospitalet friedlich ein.«
Er wurde 89 Jahre alt und war 35 Jahre lang König. Im selben Augenblick wurde sein Sohn Haakon König von Norwegen; seine Enkelin Ingrid Alexandra steht seither als erste Frau in der norwegischen Geschichte an der Spitze der Thronfolge. Im ganzen Land wehten die Fahnen auf halbmast, im Storting wurden die Porträts des Königs schwarz verhüllt, und vor dem Schloss legten Menschen Blumen nieder. Ministerpräsident Jonas Gahr Støre schloss seine Erklärung mit dem Satz: »König Harald liebte Norwegen. Und Norwegen liebte seinen König.«
Königin Sonja überlebte ihn. Verheiratet waren die beiden seit dem 29. August 1968 - er starb einen Tag vor ihrem 58. Hochzeitstag.
Harald V. hat ein Amt geführt, das nach der Verfassung viel Macht verspricht und in der Wirklichkeit vor allem Haltung verlangt. Während seiner gesamten Regierungszeit lag die Zustimmung zur Monarchie in Norwegen über 70 Prozent. In Wertefragen ging er weiter als seine Vorgänger und wurde dabei oft deutlicher als die Politiker seines Landes.
Geblieben ist vor allem ein Satz aus dem Schlosspark, mit dem ein Monarch sein Volk beschrieb, indem er niemanden ausließ. Und geblieben ist das Bild eines Mannes, der als Dreijähriger vor dem Krieg aus seinem Land gebracht wurde, mit acht zurückkehrte und ihm neun Jahrzehnte später alles gegeben hatte, was er hatte: alt for Norge.
Harald kommt auf dem Gut Skaugum in Asker zur Welt, als drittes Kind und einziger Sohn von Kronprinz Olav und Kronprinzessin Märtha. Es ist die erste Geburt eines norwegischen Prinzen in Norwegen seit 567 Jahren.
Nach dem deutschen Überfall trennt sich die Familie in Elverum. Der Dreijährige wird mit seiner Mutter und den Schwestern nach Schweden gebracht, während Vater und Großvater den Widerstand organisieren.
Nach zwölf Tagen auf See erreicht die Familie an Bord der »American Legion« New York. Präsident Roosevelt empfängt sie tags darauf persönlich.
An der Honnørbryggen geht die Königsfamilie an Land. Harald hatte Norwegen mit drei Jahren verlassen und kehrt mit acht zurück.
Als Kronprinz trägt Harald bei der Eröffnungsfeier die norwegische Flagge und segelt die »Fram III« auf den achten Platz in der 5,5-Meter-Klasse.
In einer Botschaft an das Storting erklärt Olav V. sein Einverständnis zur Verlobung seines Sohnes mit Sonja Haraldsen. Neun Jahre hatte das Paar darauf gewartet.
Bischof Fritjov Birkeli traut Harald und Sonja vor rund 850 Gästen. König Olav führt die Braut zum Altar.
Beim One Ton Cup in Kiel gewinnt Harald mit dem von Bruce Farr konstruierten Boot den Weltmeistertitel der Eintonner-Klasse.
Mit dem Tod seines Vaters Olav V. wird Harald König. Seit dem Mai zuvor hatte er als Kronprinzregent die Amtsgeschäfte geführt.
Vier Tage nach dem Tod des Vaters leistet Harald V. den Verfassungseid und nennt seinen Wahlspruch: »Alt for Norge« - Alles für Norwegen.
In Trondheim werden Harald und Sonja von Bischof Finn Wagle gesegnet. Gekrönt wird in Norwegen seit 1958 nicht mehr.
Harald V. eröffnet die XVII. Olympischen Winterspiele; sein Sohn Haakon entzündet das olympische Feuer.
Bundespräsident Horst Köhler empfängt Harald V. und Königin Sonja in Berlin. In seiner Rede würdigt der König Willy Brandt.
Bei der nationalen Gedenkfeier im Oslo Spektrum spricht der König zu den Hinterbliebenen der 77 Opfer von Oslo und Utøya.
Beim Gartenfest zum 25. Thronjubiläum sagt Harald V. vor 1500 Gästen, wer Norweger sind. Die Ansprache wird millionenfach geteilt.
Harald V. stirbt im Alter von 89 Jahren im Rikshospitalet in Oslo - einen Tag vor seinem 58. Hochzeitstag.
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Harald V.. Für immer unvergessen.