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Hedy Lamarr (geb. Hedwig Eva Maria Kiesler)

Gedenkseite von Hedy Lamarr (geb. Hedwig Eva Maria Kiesler)

9. Nov. 1914 – 19. Jan. 2000(85 Jahre)Sterbeort:Casselberry, Seminole County

Österreichisch-US-amerikanische Schauspielerin und Erfinderin

Gedenkkerzen

Kondolenzbuch

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Biografie

Todesursache

Herz-Kreislauferkrankung

Grabstätte

Wiener Zentralfriedhof

Auszeichnungen(3)

EFF AwardNational Inventors Hall of FameStern auf dem Hollywood Walk of Fame

Partner(6)

Fritz MandlGene MarkeyJohn LoderTeddy StaufferHoward LeeLewis J. Boies

Hedy Lamarr (* 9. November 1914 in Wien als Hedwig Eva Maria Kiesler; gestorben am 19. Januar 2000 nahe Orlando, Florida) war eine österreichisch-amerikanische Schauspielerin und Erfinderin. In Hollywood wurde sie in den 1930er und 1940er Jahren als Filmstar bekannt. Später rückte stärker in den Blick, dass sie gemeinsam mit George Antheil ein Frequenzsprungverfahren patentierte, das als wichtiger Vorläufer moderner Funkkommunikation gilt.

Wien und europäischer Film

Lamarr wuchs in Wien auf und begann früh mit Schauspielarbeit. Unter ihrem Geburtsnamen Hedwig Kiesler trat sie in europäischen Produktionen auf. Der Film Ekstase von 1933 machte sie international bekannt und zugleich umstritten. Nach ihrer Ehe mit dem Industriellen Fritz Mandl verließ sie Europa und gelangte nach Hollywood. Dort gab ihr MGM den Namen Hedy Lamarr und formte sie zum Starbild einer geheimnisvollen europäischen Schönheit.

Hollywood

Ihr amerikanischer Durchbruch kam 1938 mit Algiers. In den folgenden Jahren spielte Lamarr in zahlreichen Hollywoodfilmen, häufig in Rollen, die stark über Aussehen, Exotik und Distanz definiert wurden. Zu ihren bekanntesten Filmen gehört Samson and Delilah von Cecil B. DeMille. Diese Karriere machte sie berühmt, begrenzte aber oft den Blick auf ihre Intelligenz, technische Neugier und Eigenständigkeit.

Secret Communication System

Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Lamarr mit dem Komponisten George Antheil an einer Idee für störsichere Funksteuerung. Ihr Secret Communication System sollte Funksignale zwischen wechselnden Frequenzen springen lassen, um das Stören oder Abfangen der Steuerung zu erschweren. Die Patentanmeldung erfolgte am 10. Juni 1941; am 11. August 1942 wurde das US-Patent 2,292,387 erteilt. Die Erfindung wurde im Krieg nicht in der von ihnen gedachten Form genutzt.

Späte Anerkennung

Lange wurde Lamarr vor allem als Filmstar erinnert. Erst spät erhielt ihre technische Arbeit größere Aufmerksamkeit. 1997 würdigte die Electronic Frontier Foundation sie mit einem Pioneer Award; 2014 wurde sie in die National Inventors Hall of Fame aufgenommen. Wichtig ist die genaue Einordnung: Lamarr erfand nicht allein moderne WLAN- oder Bluetooth-Technik, aber ihr Patent gehört zu den frühen Arbeiten, die später im Zusammenhang mit Spread-Spectrum- und Frequenzsprungverfahren neu gelesen wurden.

Abschied

Hedy Lamarr starb am 19. Januar 2000 in Florida. Ihre Biografie verbindet Filmgeschichte, Exilerfahrung, technische Neugier und die späte Korrektur eines einseitigen öffentlichen Bildes. Gerade diese Verbindung macht sie bis heute besonders: Sie war nicht nur Projektionsfläche Hollywoods, sondern auch eine Erfinderin, deren Arbeit erst nach Jahrzehnten angemessen wahrgenommen wurde.

Lebensstationen

5 Ereignisse

Geboren in Wien

1914

Hedwig Eva Maria Kiesler, später Hedy Lamarr, wird in Wien geboren.

Hollywood-Durchbruch mit Algiers

1938

Algiers kommt in den USA in die Kinos und macht Lamarr in Hollywood bekannt.

Patent angemeldet

1941

Hedy Kiesler Markey und George Antheil melden ihr Secret Communication System zum Patent an.

Patent für Frequenzsprungverfahren

1942

Das US-Patent 2,292,387 wird für Lamarrs und Antheils geheimes Kommunikationssystem erteilt.

Gestorben in Florida

2000

Hedy Lamarr stirbt in der Nähe von Orlando im US-Bundesstaat Florida.

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Stammbaum

  • John Loder
  • Teddy Stauffer
  • Gertrud Kiesler
  • Emil Kiesler

Ruhestätte

Wiener Zentralfriedhof

Simmeringer Hauptstraße, Kaiserebersdorf

Zum Friedhof

Hedy Lamarr (geb. Hedwig Eva Maria Kiesler). Für immer unvergessen.