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Hilde Domin (geb. Hildegard Dina Löwenstein)
Foto: Ursula Stock
CC BY-SA 3.0 deAusschnittCommons

Gedenkseite von Hilde Domin (geb. Hildegard Dina Löwenstein)

27. Juli 1909 – 22. Feb. 2006(96 Jahre)Sterbeort:Heidelberg, Baden-Württemberg

Deutsche Lyrikerin

Gedenkkerzen

1 Kerze

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Hilde Domin.

Emoria

27. Juli 2026

Kondolenzbuch

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Biografie

Auszeichnungen(10)

Verdienstorden des Landes Nordrhein-WestfalenGroßes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik DeutschlandVerdienstorden des Landes Baden-WürttembergStaatspreis des Landes Nordrhein-WestfalenVerdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik DeutschlandIda-Dehmel-LiteraturpreisNelly-Sachs-PreisJakob-Wassermann-LiteraturpreisCarl-Zuckmayer-MedailleFriedrich-Hölderlin-Preis

Partner(1)

Erwin Walter Palm

Ausbildung(1)

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Hilde Domin, geboren als Hildegard Dina Löwenstein (* 27. Juli 1909 in Köln; gestorben am 22. Februar 2006 in Heidelberg), war eine deutsch-jüdische Lyrikerin, Autorin, Übersetzerin und Literaturtheoretikerin. Ihr Werk ist eng mit Exil, Rückkehr, Sprache und der Frage verbunden, wie Hoffnung nach Verlust und Vertreibung möglich bleibt.

Köln und Studium

Domin wuchs in Köln auf. Ihr Vater Eugen Siegfried Löwenstein war Rechtsanwalt, ihre Mutter Paula Löwenstein ausgebildete Sängerin. Nach dem Abitur begann sie ein juristisches Studium und wechselte später zu Volkswirtschaft, Sozial- und Politikwissenschaft sowie philosophischen Vorlesungen. Sie studierte in Heidelberg, Köln, Berlin und Florenz.

Italien und Exil

1932 ging sie mit Erwin Walter Palm nach Italien. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten blieb Italien zur ersten Exilstation; 1935 schloss Domin in Florenz ihr Studium ab, 1936 heiratete das Paar. Die italienischen Rassengesetze machten auch diesen Ort unsicher. 1939 flohen Domin und Palm über Paris und England, 1940 erreichten sie die Dominikanische Republik.

Santo Domingo

In Santo Domingo arbeitete Domin als Lehrerin, Übersetzerin und Dozentin. Dort begann sie in den 1950er-Jahren auf Deutsch zu schreiben. Ihr Künstlername Hilde Domin verweist auf das Land, das ihr Zuflucht bot. Die Jahre in der Karibik wurden für ihr Schreiben zu einem Ausgangspunkt für Motive wie Fremde, Verlust und neue Zugehörigkeit.

Rückkehr und erste Bücher

1954 kehrte Domin nach Deutschland zurück, zunächst mit wechselnden Aufenthalten. 1959 erschien ihr erster Lyrikband Nur eine Rose als Stütze. Ab 1961 lebte sie in Heidelberg. Es folgten Gedichtbände, Essays, Übersetzungen, Herausgaben und Prosatexte wie Das zweite Paradies. Mit Wozu Lyrik heute schrieb sie auch über die Rolle von Gedichten und Lesern.

Heidelberg

Domin blieb bis zu ihrem Lebensende mit Heidelberg verbunden. Die Stadt ernannte sie zur Ehrenbürgerin und widmet ihr Ausstellungen, Plaketten und literarische Programme. Zu ihren Auszeichnungen gehörten unter anderem der Nelly-Sachs-Preis, das Bundesverdienstkreuz erster Klasse und hohe Ehrungen aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und der Dominikanischen Republik. Hilde Domin starb am 22. Februar 2006 in Heidelberg und wurde auf dem Bergfriedhof beigesetzt.

Lebensstationen

2 Ereignisse

Geboren in Köln

1909

Hildegard Dina Löwenstein, später Hilde Domin, wird in Köln geboren.

Gestorben in Heidelberg

2006

Hilde Domin stirbt im Alter von 96 Jahren in Heidelberg.

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Stammbaum

  • Erwin Walter Palm
  • Eugen Löwenstein
  • Paula Löwenstein

Ruhestätte

Bergfriedhof

Heidelberg

Zum Friedhof

Hilde Domin (geb. Hildegard Dina Löwenstein). Für immer unvergessen.