
Waldfriedhof Kürten
Kürten


Deutscher Komponist
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Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Karlheinz Stockhausen.
Emoria
22. August 2026
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Karlheinz Stockhausen (* 22. August 1928 in Mödrath; gestorben am 5. Dezember 2007 in Kürten) war ein deutscher Komponist. Er gehörte zu den prägenden Figuren der Neuen Musik nach 1945. Besonders wichtig wurde er für serielle Komposition, elektronische Musik, Raumklang, Live-Elektronik und groß angelegtes Musiktheater. Werke wie Gesang der Jünglinge, Gruppen, Kontakte und der Opernzyklus Licht machten ihn international bekannt.
Stockhausen wuchs im Rheinland auf. Seine Kindheit war vom Zweiten Weltkrieg und von familiären Verlusten geprägt. Nach 1945 arbeitete er zunächst in verschiedenen Tätigkeiten und studierte ab 1947 an der Musikhochschule Köln Musikpädagogik und Klavier. Daneben beschäftigte er sich mit Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie. Anfang der 1950er Jahre kam er mit den Darmstädter Ferienkursen, Olivier Messiaen und der europäischen Avantgarde in Berührung.
1953 begann Stockhausen am Studio für elektronische Musik des damaligen NWDR, später WDR, in Köln zu arbeiten. Dort entstanden frühe elektronische Werke, in denen Klang nicht mehr nur aus traditionellen Instrumenten, sondern aus Generatoren, Tonband, Stimme und räumlicher Anordnung gedacht wurde. Gesang der Jünglinge, uraufgeführt am 30. Mai 1956, verband elektronische Klänge mit der Stimme eines Knaben und wurde zu einem Schlüsselwerk der elektronischen Musik.
Stockhausen interessierte sich nicht nur dafür, welche Töne erklingen, sondern auch dafür, wo und wie sie sich im Raum bewegen. In Gruppen verteilte er drei Orchester im Raum; in Kontakte verband er elektronische Klänge mit Klavier und Schlagzeug. Seine Arbeiten untersuchten Zeitmaße, Klangfarben, Dichte, Bewegung und das Verhältnis von Komposition und Aufführung. Dadurch veränderte er die Erwartungen daran, was ein Konzert sein kann.
Von 1977 bis 2003 arbeitete Stockhausen am siebenteiligen Opernzyklus Licht, der die Wochentage als groß angelegte musikalische Welt entwirft. Nach Licht begann er den Zyklus Klang, der die Stunden eines Tages musikalisch fassen sollte und unvollendet blieb. In diesen späten Werken verband Stockhausen Komposition, Ritual, Bühne, Elektronik und spirituelle Vorstellungen. Diese Seite seines Werks war einflussreich, aber auch umstritten.
Karlheinz Stockhausen starb am 5. Dezember 2007 in Kürten. Seine Biografie steht für eine radikale Erweiterung musikalischen Denkens. Er behandelte Klang als Material, Raum als musikalische Dimension und Technik als Teil der Komposition. Gerade dadurch blieb sein Werk herausfordernd: Es verlangt genaues Hören, nicht schnelle Verehrung.
Karlheinz Stockhausen wird in Mödrath bei Köln geboren.
Im Großen Sendesaal des WDR in Köln wird Stockhausens elektronische Komposition Gesang der Jünglinge uraufgeführt.
Karlheinz Stockhausen stirbt im Alter von 79 Jahren in Kürten.
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Kürten
Karlheinz Stockhausen. Für immer unvergessen.