Zum Hauptinhalt springen
Margaret Thatcher (geb. Margaret Hilda Roberts)

Gedenkseite von Margaret Thatcher (geb. Margaret Hilda Roberts)

13. Okt. 1925 – 8. Apr. 2013(87 Jahre)Sterbeort:Hotel Ritz, England

Britische Politikerin und Premierministerin des Vereinigten Königreiches

Gedenkkerzen

1 Kerze

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Margaret Thatcher.

Emoria

8. April 2026

Kondolenzbuch

0 Einträge

Erinnerungen

Noch keine Erinnerungen geteilt

Sei der Erste, der eine Erinnerung teilt.

Biografie

Sterbeort

Hotel Ritz, England

Religion

Methodistische und Wesleyanische Kirchen

Grabstätte

Royal Hospital Chelsea

Beruf(7)

PolitikerinChemikerinAutobiografBarristerinStaatsfrauresearch scientistinUnternehmensleiterin

Auszeichnungen(5)

Order of MeritPresidential Medal of FreedomFellow of the Royal SocietyOrder of Good HopeGroßkreuz des Vytautas-Magnus-Ordens

Partner(1)

Ausbildung(4)

City Law SchoolKesteven and Grantham Girls' SchoolSomerville CollegeUniversity of Oxford

Margaret Thatcher (* 13. Oktober 1925 in Grantham als Margaret Hilda Roberts; gestorben am 8. April 2013 in London) war eine britische Politikerin der Conservative Party. Von 1979 bis 1990 war sie Premierministerin des Vereinigten Königreichs, die erste Frau in diesem Amt und die am längsten ununterbrochen amtierende britische Regierungschefin des 20. Jahrhunderts. Ihr Name steht für eine tiefgreifende politische und wirtschaftliche Wende, aber auch für scharfe gesellschaftliche Konflikte.

Margaret Thatcher in einem offiziellen Porträt
Margaret Thatcher in einem offiziellen Porträt. Derivative work: Begoon, Copyrighted free use, via Wikimedia Commons

Grantham, Oxford und der Weg in die Politik

Margaret Roberts wuchs in Grantham als Tochter eines Lebensmittelhändlers und Kommunalpolitikers auf. Ihr Vater Alfred Roberts prägte sie mit methodistischem Pflichtgefühl, Selbstdisziplin und einer Vorstellung von persönlicher Verantwortung. In Oxford studierte sie Chemie am Somerville College und arbeitete später kurz in der Industrie. Zugleich zog es sie früh in die Politik. 1951 heiratete sie Denis Thatcher; nach juristischer Ausbildung wurde sie Barrister. Diese Mischung aus naturwissenschaftlicher Ausbildung, Rechtsdenken und politischem Ehrgeiz gehörte zu ihrem späteren Auftreten: argumentativ, präzise, hart in der Auseinandersetzung.

Finchley und Parteiführung

1959 wurde Thatcher für Finchley ins Unterhaus gewählt. In der Regierung Edward Heath war sie von 1970 bis 1974 Bildungsministerin. Öffentliche Bekanntheit brachte ihr dort auch eine unpopuläre Sparmaßnahme bei kostenloser Schulmilch ein. Nach der Wahlniederlage der Conservatives stellte sie Heaths Führung infrage und wurde 1975 Parteivorsitzende. Der sowjetische Spitzname Iron Lady wurde zu einem Teil ihres politischen Bildes. Thatcher verstand sich als Gegenkraft zu Inflation, Gewerkschaftsmacht, staatlichem Konsensdenken und dem Gefühl eines britischen Niedergangs.

Downing Street und Thatcherismus

Am 4. Mai 1979 wurde Thatcher Premierministerin. Ihre Regierung setzte auf Inflationsbekämpfung, Privatisierungen, geringere Rolle des Staates, mehr Markt, den Verkauf kommunaler Wohnungen und eine harte Linie gegenüber Gewerkschaften. Diese Politik veränderte Großbritannien dauerhaft. Für Unterstützer stand sie für wirtschaftliche Modernisierung, Eigentum, Unternehmertum und das Ende eines lähmenden Nachkriegskonsenses. Für Gegner bedeutete sie Deindustrialisierung, wachsende Ungleichheit, soziale Kälte und den Bruch ganzer Arbeitsmilieus.

Falklands, Bergarbeiterstreik und Konflikt

Der Falklandkrieg 1982 stärkte Thatchers Stellung erheblich und trug zum deutlichen Wahlsieg 1983 bei. Im Inneren wurde der Bergarbeiterstreik von 1984/85 zum härtesten sozialen Konflikt ihrer Regierungszeit. Die Regierung gab nicht nach; viele Bergarbeiterregionen erlebten Niederlage, Arbeitsplatzverlust und langfristige soziale Folgen. Im Oktober 1984 überlebte Thatcher den Bombenanschlag der IRA auf das Parteitagshotel in Brighton. Ihre Reaktion festigte das Bild einer Politikerin, die unter Druck nicht zurückwich.

Europa, Poll Tax und Ende der Amtszeit

In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre vertiefte Thatcher ihre Wirtschaftsreformen, darunter die Deregulierung der Londoner Finanzmärkte. Zugleich wuchsen Spannungen in ihrer Partei, besonders über Europa und über die Community Charge, bekannt als Poll Tax. Die Steuer löste massiven Widerstand aus und untergrub ihre Autorität. 1990 verlor Thatcher den Rückhalt in der Conservative Party und trat als Premierministerin zurück. Sie blieb danach eine einflussreiche Stimme der britischen Rechten und wurde 1992 als Baroness Thatcher Mitglied des House of Lords.

Abschied

Margaret Thatcher starb am 8. April 2013 in London. Sie wurde 87 Jahre alt. Ihre politische Wirkung ist ungewöhnlich stark, weil sie nicht nur einzelne Entscheidungen hinterließ, sondern eine neue politische Sprache: Markt, Eigentum, Verantwortung, nationale Entschlossenheit und Skepsis gegenüber staatlicher Ausweitung. Diese Sprache prägte auch Gegner und Nachfolger. Thatcher bleibt deshalb eine der bedeutendsten und umstrittensten Figuren der modernen britischen Geschichte.

Lebensstationen

16 Ereignisse

Geboren in Grantham

1925

Margaret Hilda Roberts wird in Grantham in Lincolnshire geboren.

Studium in Oxford

1943

Sie studiert Chemie am Somerville College der University of Oxford.

Heirat mit Denis Thatcher

1951

Margaret Roberts heiratet den Unternehmer Denis Thatcher.

Abgeordnete für Finchley

1959

Thatcher wird für den Wahlkreis Finchley ins britische Unterhaus gewählt.

Bildungsministerin

1970

Im Kabinett Edward Heath wird sie Secretary of State for Education and Science.

Vorsitzende der Conservative Party

1975

Thatcher setzt sich gegen Edward Heath durch und wird Parteivorsitzende der Konservativen.

Premierministerin

1979

Nach dem Wahlsieg der Conservatives wird Thatcher die erste britische Premierministerin.

Falklandkrieg

1982

Nach der argentinischen Besetzung der Falklandinseln entsendet ihre Regierung britische Streitkräfte.

Zweiter Wahlsieg

1983

Die Conservatives gewinnen die Unterhauswahl deutlich.

Bergarbeiterstreik

1984

Der große Streik der Bergarbeiter beginnt und wird zu einem zentralen Konflikt ihrer Regierungszeit.

Brighton-Anschlag

1984

Ein Bombenanschlag der IRA auf das Conservative Party Conference Hotel in Brighton zielt auf Thatcher und ihr Kabinett.

Big Bang in der City

1986

Die Deregulierung der Londoner Finanzmärkte verändert die City of London dauerhaft.

Dritter Wahlsieg

1987

Thatcher gewinnt mit den Conservatives eine dritte Amtszeit.

Rücktritt als Premierministerin

1990

Nach innerparteilichem Druck tritt Thatcher als Premierministerin und Parteivorsitzende zurück.

Baroness Thatcher

1992

Sie wird als Baroness Thatcher of Kesteven Mitglied des House of Lords.

Gestorben in London

2013

Margaret Thatcher stirbt im Alter von 87 Jahren in London.

Traueranzeige

Noch keine Traueranzeige

Zu dieser Gedenkseite wurde noch keine Traueranzeige hochgeladen. Wenn du Angehörige:r bist und eine hochladen möchtest, kannst du dich als Inhaber dieser Gedenkseite registrieren und sie anschließend ergänzen.

Stammbaum

Ruhestätte

Royal Hospital Chelsea

England

Zum Friedhof

Margaret Thatcher (geb. Margaret Hilda Roberts). Für immer unvergessen.