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Marika Rökk (geb. Marie Karoline Rökk)
Foto: Unknown author Unknown author
CC BY-SA 3.0 deAusschnittCommons

Gedenkseite von Marika Rökk (geb. Marie Karoline Rökk)

3. Nov. 1913 – 16. Mai 2004(90 Jahre)Sterbeort:Baden bei Wien, Bezirk Baden

Deutsch-österreichische Filmschauspielerin, Sängerin und Tänzerin

Gedenkkerzen

1 Kerze

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Marika Rökk.

Emoria

16. Mai 2026

Kondolenzbuch

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Biografie

Auszeichnungen(1)

Deutscher Filmpreis

Partner(2)

Georg JacobyFred Raul

Marika Rökk (* 3. November 1913 in Kairo als Marie Karoline Rökk; gestorben am 16. Mai 2004 in Baden bei Wien) war eine deutsch-österreichische Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin ungarischer Herkunft. Sie wurde durch Revue-, Operetten- und Musikfilme bekannt und gehörte zu den großen Ufa-Stars der 1930er- und 1940er-Jahre.

Kindheit und Tanz

Rökk wurde in Ägypten als Tochter ungarischer Eltern geboren und wuchs in Budapest auf. Schon als Kind erhielt sie Tanzunterricht. In den 1920er-Jahren zog die Familie nach Paris, wo Rökk in Revue-Umfeldern auftrat; später folgten Engagements auf internationalen Bühnen. Ihre frühe Karriere war stark vom Tanz geprägt: Tempo, Stepp, Akrobatik und Bühnenpräsenz wurden zu Merkmalen ihres Auftretens.

Ufa und Musikfilm

1934 wurde Rökk von der Ufa verpflichtet. Mit Leichte Kavallerie begann 1935 ihre deutsche Filmkarriere. Danach spielte sie in Filmen wie Der Bettelstudent, Gasparone und Hallo Janine, häufig gemeinsam mit Johannes Heesters. Die Ufa setzte sie als energiegeladenen Revue-Star ein, der Gesang, Tanz und Komödie verband und dem deutschen Unterhaltungskino ein international wirkendes Format gab.

Karriere im Nationalsozialismus

Rökks Erfolg fällt in die Zeit der nationalsozialistischen Filmproduktion. Viele ihrer Filme waren musikalische Unterhaltungsfilme, doch sie entstanden in einem System, das Kino politisch steuerte und Stars für Rollenbilder, Ablenkung und Zustimmung nutzte. Sie wirkte auch in Produktionen mit, die der NS-Propaganda zugerechnet werden. Diese Einordnung gehört zu ihrem Werk, ohne ihre künstlerische Technik von der politischen Funktion des damaligen Filmgeschäfts zu trennen.

Nachkrieg und Bühne

Nach 1945 erhielt Rökk zeitweise ein Auftrittsverbot, das später aufgehoben wurde. Mit Filmen wie Fregola, Kind der Donau und Die Csárdásfürstin knüpfte sie an ihr Publikum an, auch wenn die Bedingungen des Nachkriegskinos andere waren. Daneben blieb sie auf Operetten- und Revuebühnen präsent. Noch in späteren Jahrzehnten trat sie in Theaterproduktionen, Fernsehshows und einzelnen Filmen auf.

Nachlass und spätere Debatten

Rökk war mit dem Regisseur Georg Jacoby und später mit Fred Raul verheiratet; ihre Tochter Gabriele Jacoby wurde ebenfalls Schauspielerin. Nach ihrem Tod erwarb die Deutsche Kinemathek Teile ihres Nachlasses und stellte ihn 2005 aus. Später berichteten Medien über freigegebene Geheimdienstunterlagen, nach denen westdeutsche Stellen sie als mögliche sowjetische Agentin betrachteten. Was sie tatsächlich wusste oder weitergab, blieb in den Berichten unklar.

Abschied

Marika Rökk starb am 16. Mai 2004 in Baden bei Wien. Sie wurde 90 Jahre alt. Ihr Andenken ist eng mit dem deutschsprachigen Musikfilm verbunden, aber auch mit der Frage, wie Unterhaltungskarrieren im Umfeld diktatorischer Kulturpolitik bewertet werden.

Lebensstationen

2 Ereignisse

Geboren in Kairo

1913

Marika Rökk wird als Marie Karoline Rökk in Kairo geboren.

Gestorben in Baden bei Wien

2004

Marika Rökk stirbt im Alter von 90 Jahren in Baden bei Wien.

Todesanzeige

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Stammbaum

  • Fred Raul
  • Ede Rökk
  • Maria Rökk
  • Ede Rökk

Ruhestätte

Helenenfriedhof (Baden bei Wien)

Steinbruchgasse 14, Baden

Zum Friedhof

Marika Rökk (geb. Marie Karoline Rökk). Für immer unvergessen.