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Maximilian Schell
Foto: Udo Grimberg
CC BY-SA 3.0 deAusschnittCommons

Gedenkseite von Maximilian Schell

8. Dez. 1930 – 1. Feb. 2014(83 Jahre)Sterbeort:Innsbruck, Innsbruck Stadt

Österreichisch-schweizerischer Schauspieler, Regisseur und Produzent

Gedenkkerzen

Kondolenzbuch

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Biografie

Auszeichnungen(9)

Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik DeutschlandRomyÖsterreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und KunstSteiger AwardOscar für den besten HauptdarstellerFriedenspreis des Deutschen Films – Die BrückeGolden Globe Award/Bester Hauptdarsteller – DramaGolden Globe Award/Bester Nebendarsteller – Serie, Mini-Serie oder TV-FilmSatellite Awards/Mary Pickford Award

Partner(2)

Natalja Eduardowna AndreitschenkoIva Mihanovic

Ausbildung(4)

Ludwig-Maximilians-Universität MünchenUniversität ZürichUniversität BaselHochschule der Künste Bern

Maximilian Schell (* 8. Dezember 1930 in Wien; gestorben am 1. Februar 2014 in Innsbruck) war ein österreichisch-schweizerischer Schauspieler, Regisseur, Autor, Produzent und Musiker. International bekannt wurde er durch Judgment at Nuremberg, auf Deutsch Das Urteil von Nürnberg. Für seine Rolle als Verteidiger Hans Rolfe erhielt er 1962 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Schells Werk reichte jedoch weit über diesen Erfolg hinaus: Er arbeitete im Kino, am Theater, in Operninszenierungen und als Dokumentarfilmer.

Familie und Exil

Schell wurde in eine künstlerische Familie geboren. Sein Vater Hermann Ferdinand Schell war Schriftsteller, seine Mutter Margarethe Noé von Nordberg Schauspielerin. Nach dem „Anschluss“ Österreichs ging die Familie in die Schweiz. Die Flucht aus Österreich und das Aufwachsen in der Schweiz gehören zu den prägenden biografischen Voraussetzungen seiner späteren internationalen Laufbahn. Auch seine Schwester Maria Schell wurde eine der bekanntesten Schauspielerinnen des deutschsprachigen Films.

Theater und erste Filme

Maximilian Schell begann am Theater und fand früh zum Film. Seine Präsenz war zugleich kontrolliert und intensiv: Er konnte intellektuelle Schärfe, moralische Spannung und emotionale Dringlichkeit verbinden. Schon seine frühen Rollen zeigten, dass er nicht nur als Darsteller eines bestimmten nationalen Kinos wahrgenommen werden konnte. Er arbeitete im deutschsprachigen Raum, in Großbritannien und in den USA und bewegte sich damit zwischen europäischen Bühnen und internationalem Film.

Judgment at Nuremberg

Der internationale Durchbruch kam mit Stanley Kramers Judgment at Nuremberg. Schell spielte den Verteidiger Hans Rolfe in einem Film über Schuld, Recht und die Nachwirkungen der nationalsozialistischen Verbrechen. Seine Darstellung war präzise und rhetorisch stark; sie machte die Spannung zwischen juristischer Verteidigung und historischer Verantwortung sichtbar. Am 9. April 1962 erhielt Schell dafür den Oscar als bester Hauptdarsteller.

Regie, Dokumentarfilm und Marlene

Schell blieb nicht beim Schauspiel stehen. Er führte Regie, schrieb Drehbücher und produzierte Filme. Sein Dokumentarfilm Marlene von 1984 über Marlene Dietrich wurde besonders bekannt, weil Dietrich zwar interviewt wurde, aber ihr aktuelles Bild verweigerte. Dadurch entstand ein Film über Erinnerung, Inszenierung und die Kontrolle des eigenen Mythos. Der Film zeigt, wie eng Schell dokumentarische Recherche mit Fragen nach Bild, Stimme und Selbstinszenierung verband.

Späte Jahre und Tod

In späteren Jahren arbeitete Schell weiter für Film, Fernsehen und Bühne. Er blieb ein europäischer Künstler mit internationaler Reichweite, zugleich Schauspieler und Autor eigener Projekte. Maximilian Schell starb am 1. Februar 2014 in Innsbruck. Seine Laufbahn verbindet Schauspielkunst, Zeitgeschichte und einen genauen Blick auf öffentliche Bilder.

Lebensstationen

3 Ereignisse

Geboren in Wien

1930

Maximilian Schell wird in Wien geboren.

Oscar als bester Hauptdarsteller

1962

Schell erhält den Oscar für seine Rolle in Judgment at Nuremberg.

Gestorben in Innsbruck

2014

Maximilian Schell stirbt im Alter von 83 Jahren in Innsbruck.

Todesanzeige

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Stammbaum

  • Hermann Ferdinand Schell
  • Margarethe Noé von Nordberg
  • Maria Schell
  • Immy Schell

Ruhestätte

Wiener Zentralfriedhof

Simmeringer Hauptstraße, Kaiserebersdorf

Zum Friedhof

Maximilian Schell. Für immer unvergessen.