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Naif ibn Abd al-Aziz
Foto: سلطان السلطان ( Flickr )
CC BY-SA 3.0AusschnittCommons

Gedenkseite von Naif ibn Abd al-Aziz

28. Jan. 1933 – 16. Juni 2012(79 Jahre)Sterbeort:Genf, Genf

Saudi-arabischer Politiker und Kronprinz

Gedenkkerzen

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Naif ibn Abd al-Aziz.

Emoria

16. Juni 2026

Kondolenzbuch

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Biografie

Todesursache

Herz-Kreislauferkrankung

Religion

Sunniten

Grabstätte

Al Adl cemetery

Auszeichnungen(3)

Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen RepublikEhrendoktor der Libanesische Universitätgrand cordon de l'ordre national du Cèdre

Partner(1)

Maha al-Sudairi

Ausbildung(1)

Princes' School

Naif ibn Abd al-Aziz Al Saud (* 9. Oktober 1934 in Taif; gestorben am 16. Juni 2012 in Genf), auch Nayef bin Abdulaziz geschrieben, war ein saudischer Prinz, langjähriger Innenminister und von Oktober 2011 bis zu seinem Tod Kronprinz Saudi-Arabiens. Er gehörte zu den sogenannten Sudairi-Söhnen König Abd al-Aziz' und prägte über Jahrzehnte die Sicherheits- und Innenpolitik des Königreichs.

Herkunft und Aufstieg

Naif wurde in Taif geboren und an der Prinzenschule sowie durch religiöse und politische Lehrer ausgebildet. Als Sohn des Staatsgründers König Abd al-Aziz wuchs er in einer Familie auf, in der politische Macht, Verwaltung und dynastische Ordnung eng miteinander verbunden waren. Schon früh übernahm er Aufgaben in Riad und stieg Schritt für Schritt in den inneren Verwaltungsapparat des Königreichs auf.

Innenminister

Seit Mitte der 1970er-Jahre stand Naif an der Spitze des Innenministeriums. Dieses Ressort war in Saudi-Arabien weit mehr als eine Verwaltungsbehörde: Es kontrollierte innere Sicherheit, Polizei, politische Überwachung, Grenzfragen und große Teile des Umgangs mit religiösem und gesellschaftlichem Protest. Naifs lange Amtszeit machte ihn zu einer der mächtigsten Figuren des Staates.

Sicherheit und Repression

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und besonders nach Angriffen innerhalb Saudi-Arabiens zwischen 2003 und 2006 führte Naif den Kampf gegen al-Qaida im Königreich. International wurde er dafür als wichtiger Sicherheitsakteur wahrgenommen. Zugleich galt er als konservativ, eng mit religiösen Kräften verbunden und hart gegenüber Opposition, Aktivisten und Reformforderungen. Diese beiden Seiten bestimmten den Blick auf seine Rolle: Stabilisierung des Staates und politische Kontrolle.

Kronprinz

Im Oktober 2011 ernannte König Abdullah Naif nach dem Tod von Kronprinz Sultan zum neuen Kronprinzen. Damit rückte er in der Thronfolge an die Spitze, blieb aber nur wenige Monate in dieser Position. Seine Ernennung zeigte erneut, wie die Nachfolge im saudischen Königshaus damals noch vor allem zwischen den Söhnen des Staatsgründers organisiert wurde.

Frauenrechte und Reformgrenzen

Naif wurde meist als Gegner rascher gesellschaftlicher Öffnung beschrieben. Zugleich unterstützte er 2001 die Einführung eigener Ausweise für saudische Frauen, die zuvor oft nur über Vater oder Ehemann registriert waren. Diese einzelne Reform änderte nicht seinen konservativen Ruf, zeigt aber, dass seine Politik nicht auf ein einziges Schlagwort reduziert werden kann.

Abschied

Naif ibn Abd al-Aziz starb am 16. Juni 2012 in Genf während einer medizinischen Behandlung. Er wurde 78 Jahre alt. Sein Tod löste erneut Fragen nach der saudischen Thronfolge aus und ebnete den Weg für die Ernennung seines Bruders Salman zum Kronprinzen.

Lebensstationen

3 Ereignisse

Geboren in Taif

1934

Naif ibn Abd al-Aziz Al Saud wird in Taif geboren.

Zum Kronprinzen ernannt

2011

König Abdullah ernennt Naif zum Kronprinzen Saudi-Arabiens.

Gestorben in Genf

2012

Naif ibn Abd al-Aziz stirbt während eines Aufenthalts in Genf im Alter von 78 Jahren.

Todesanzeige

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Stammbaum

  • Abd al-Aziz ibn Saud
  • Hasa bint Sudairi
  • Turki ibn Abd al-Aziz
  • Abd ar-Rahman ibn Abd al-Aziz
  • Sultan ibn Abd al-Aziz
  • Al Jawhara bint Abdulaziz Al Saud
  • Luluwah bint Abdul-Aziz Al Saud
  • Latifa bint Abdulaziz

Ruhestätte

Al Adl cemetery

Mecca

Zum Friedhof

Naif ibn Abd al-Aziz. Für immer unvergessen.