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Gedenkseite von Niki Lauda (geb. Andreas Nikolaus Lauda)
Niki Lauda (geb. Andreas Nikolaus Lauda)

Gedenkseite von Niki Lauda (geb. Andreas Nikolaus Lauda)

22. Feb. 1949 – 20. Mai 2019(70 Jahre)Sterbeort:Zürich, Bezirk Zürich

Österreichischer Automobilrennfahrer, Unternehmer und Pilot

Gedenkkerzen

1 Kerze

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Niki Lauda.

Emoria

20. Mai 2026

Kondolenzbuch

0 Einträge

Erinnerungen

46 Erinnerungen

Mercedes-Benz 500 SL Rallye at Stars and Cars 2015; Driver: Niki Lauda

Mercedes-Benz 500 SL Rallye at Stars and Cars 2015; Driver: Niki Lauda

Museo Ferrari: Helmet of Niki Lauda, in the 1970s.

Museo Ferrari: Helmet of Niki Lauda, in the 1970s.

Grand Prix Zandvoort; Niki Lauda in actie.

Grand Prix Zandvoort; Niki Lauda in actie.

Lauda at 1977 Dutch Grand Prix

Lauda at 1977 Dutch Grand Prix

Grand Prix Zandvoort; Niki Lauda op kop met daarachter Jacques Laffite die tweede werd.

Grand Prix Zandvoort; Niki Lauda op kop met daarachter Jacques Laffite die tweede werd.

niki lauda

niki lauda

Lauda McLaren MP4-2 1984 Dallas F1

Lauda McLaren MP4-2 1984 Dallas F1

Niki Lauda im Ferrari 312 T2 beim Training zum GP von Deutschland auf dem Nürburgring in der Südkehre

Niki Lauda im Ferrari 312 T2 beim Training zum GP von Deutschland auf dem Nürburgring in der Südkehre

Lauda and Jarier at 1975 Dutch Grand Prix

Lauda and Jarier at 1975 Dutch Grand Prix

Brands Hatch GP74 Druids Bend

Brands Hatch GP74 Druids Bend

Brand Hatch Druids GP 74

Brand Hatch Druids GP 74

Niki Lauda (12), Patrick Depailler (4) en Emerson Fittipaldi (1) tijdens de training.

Niki Lauda (12), Patrick Depailler (4) en Emerson Fittipaldi (1) tijdens de training.

Biografie

Beruf(4)

Formel-1-FahrerPilotUnternehmerSportmanager

Auszeichnungen(2)

Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes SteiermarkBBC Overseas Sports Personality of the Year

Partner(2)

Marlene KnausBirgit Wetzinger

Andreas Nikolaus "Niki" Lauda (* 22. Februar 1949 in Wien; gestorben am 20. Mai 2019 in Zürich) war eine der prägenden Persönlichkeiten der Formel 1: dreifacher Weltmeister, Unternehmer, Pilot und ein Mensch, dessen Leben weit über den Motorsport hinaus erinnert wird. Lauda gewann die Weltmeisterschaft 1975 und 1977 mit Ferrari sowie 1984 mit McLaren. Seine Bedeutung liegt nicht allein in Titeln und Zahlen, sondern in der Verbindung aus Klarheit, Disziplin, Mut und technischer Genauigkeit, mit der er Rennen, Unternehmen und Entscheidungen anging.

Herkunft und ein selbst gewählter Weg

Niki Lauda kam in eine wohlhabende Wiener Industriellenfamilie zur Welt. Für ihn war eine sichere bürgerliche Laufbahn vorgesehen; der Motorsport passte nicht in dieses Bild. Lauda entschied sich dennoch für die Rennstrecke. Er begann Ende der 1960er-Jahre im Automobilsport und finanzierte seinen Aufstieg mit Krediten, weil er nicht auf familiäre Zustimmung warten wollte. Schon diese frühe Phase zeigt einen Grundzug seines Lebens: Er traf eigene Entscheidungen, auch wenn sie finanziell und persönlich riskant waren.

Niki Lauda in der Boxengasse von Silverstone 1975
Niki Lauda in der Boxengasse von Silverstone beim Großen Preis von Großbritannien 1975. Foto: Gillfoto, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Aufstieg: March, BRM und Ferrari

Sein Formel-1-Debüt gab Lauda 1971 beim Großen Preis von Österreich für March. Nach weiteren Schritten bei March und BRM wechselte er 1974 zur Scuderia Ferrari. Dort wurde sein nüchterner, technischer Blick zu einer Stärke. Lauda suchte seine Wirkung nicht über Gesten, sondern über Vorbereitung, Abstimmungsarbeit und klare Rückmeldungen an die Ingenieure. Schon 1974 holte er seinen ersten Grand-Prix-Sieg für Ferrari; 1975 wurde er Weltmeister. Für Ferrari, für Österreich und für die Formel 1 wurde er damit zu einer neuen Referenz: kontrolliert, präzise und direkt.

1975: Weltmeister und Rivale von James Hunt

Die Saison 1975 machte Lauda endgültig zum Maßstab. Er gewann die Fahrerwertung vor Emerson Fittipaldi und führte Ferrari zurück an die Spitze. Gleichzeitig entstand eine Rivalität, die den Sport bis heute prägt: Lauda und James Hunt standen für sehr unterschiedliche Temperamente, aber auch für gegenseitigen Respekt. Lauda galt als kühler Analytiker aus Wien, Hunt als charismatischer Brite mit offensivem Fahrstil. Aus diesem Gegensatz wurde eine der bekanntesten Erzählungen der Formel 1.

James Hunt gratuliert Niki Lauda nach dem Großen Preis der Niederlande 1975
James Hunt gratuliert Niki Lauda nach dem Großen Preis der Niederlande 1975. Foto: Anefo / Fotograf unbekannt, CC0, via Wikimedia Commons

Der Unfall am Nürburgring

Am 1. August 1976 veränderte sich Laudas Leben beim Großen Preis von Deutschland auf der Nürburgring-Nordschleife. Sein Ferrari kam von der Strecke ab, prallte gegen eine Begrenzung und fing Feuer. Lauda erlitt schwere Verbrennungen und Lungenschäden durch eingeatmete giftige Gase. Andere Fahrer halfen, ihn aus dem brennenden Wagen zu befreien; im Krankenhaus war sein Zustand zeitweise so ernst, dass ihm die Krankensalbung gespendet wurde. Der Unfall prägte seine Gesundheit, seine Rückkehr in den Sport und seinen späteren Umgang mit Risiko.

Sechs Wochen später: die Rückkehr

Nur wenige Wochen nach dem Unfall kehrte Lauda beim Großen Preis von Italien in Monza in die Formel 1 zurück und wurde Vierter. Das Comeback war eine extreme körperliche und mentale Prüfung. Beim Saisonfinale in Japan zog er sich wegen der gefährlichen Regenbedingungen aus dem Rennen zurück. James Hunt wurde Weltmeister mit einem Punkt Vorsprung. Gerade diese Entscheidung gehört zu Laudas Vermächtnis: Er zeigte, dass Mut nicht bedeutet, jedes Risiko zu nehmen. Für Lauda zählte das eigene Urteil mehr als ein Titel um jeden Preis.

1977: der zweite Titel

1977 antwortete Lauda mit sportlicher Beständigkeit. Er wurde zum zweiten Mal Formel-1-Weltmeister, erneut mit Ferrari. Nach dem Feuer, den Verletzungen und der verlorenen Weltmeisterschaft von 1976 war dieser Titel mehr als eine Rückkehr in die Statistik. Er zeigte, dass Lauda wieder Rennen und Meisterschaft nach seinem eigenen Maßstab kontrollieren konnte: mit Konzentration, Routine und klaren Entscheidungen.

Niki Lauda mit Siegerpokal beim Großen Preis der Niederlande 1977
Niki Lauda mit dem Siegerpokal beim Großen Preis der Niederlande 1977. Foto: Koen Suyk / Anefo, CC0, via Wikimedia Commons

Rückzug, Rückkehr und McLaren

Nach den Ferrari-Jahren fuhr Lauda für Brabham, trat 1979 jedoch vom aktiven Rennsport zurück und wandte sich stärker der Luftfahrt zu. Der Abstand zur Formel 1 hielt nicht dauerhaft. 1982 kehrte er mit McLaren zurück. 1984 gewann er seinen dritten Weltmeistertitel, mit nur 0,5 Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Alain Prost. Dieser Titel war der knappste WM-Ausgang der Formel-1-Geschichte. Lauda war damit nicht nur dreifacher Weltmeister, sondern auch der seltene Fahrer, der Weltmeisterschaften mit Ferrari und McLaren gewann.

Niki Lauda 1984 neben Alain Prost und Huub Rothengatter
Niki Lauda 1984 neben Alain Prost und Huub Rothengatter. Foto: Rob Croes / Anefo, CC0, via Wikimedia Commons

Die Zahlen seiner Formel-1-Karriere

Laudas Formel-1-Bilanz steht für eine Karriere, die nicht glatt verlief und gerade deshalb so außergewöhnlich blieb:

  • 3 Weltmeistertitel: 1975, 1977 und 1984
  • 25 Grand-Prix-Siege
  • 54 Podestplätze
  • 171 Grand-Prix-Starts
  • Weltmeister mit Ferrari und McLaren

Diese Zahlen erzählen von Erfolg. Sie erzählen aber auch von Unterbrechungen, Neuanfängen und einem Fahrer, der selten der Lauteste war, aber oft der Genaueste.

Luftfahrt als zweites Lebenswerk

Niki Lauda blieb nach der Formel 1 nicht im Schatten seiner Rennsportkarriere. Die Luftfahrt wurde zu seinem zweiten Lebenswerk. 1979 gründete er Lauda Air. Später folgten weitere unternehmerische Engagements, darunter die Airline Niki und Laudamotion. Lauda war nicht nur Namensgeber, sondern nahm das Fliegen ernst und saß selbst als Pilot im Cockpit. Nach dem Absturz einer Lauda-Air-Maschine 1991 in Thailand suchte er öffentlich und beharrlich nach der technischen Ursache und übernahm sichtbar Verantwortung.

Mercedes und die späten Jahre in der Formel 1

Lauda blieb der Formel 1 auch nach seiner aktiven Fahrerzeit verbunden. Er arbeitete unter anderem als Berater für Ferrari, als Teamchef bei Jaguar und ab 2012 in einer Führungsrolle bei Mercedes. Dort wurde er Non-Executive Chairman des Formel-1-Teams, hielt einen Anteil am Team und war an der Verpflichtung von Lewis Hamilton beteiligt. In der folgenden Ära gewann Mercedes Serientitel und prägte die Turbo-Hybrid-Zeit. Lauda blieb im Fahrerlager eine Autorität: erfahren, direkt und erkennbar an seiner roten Kappe.

Familie, Krankheit und Abschied

Aus seiner Ehe mit Marlene Knaus gingen die Söhne Lukas und Mathias hervor. 2008 heiratete Lauda Birgit Wetzinger; die beiden bekamen die Zwillinge Max und Mia. Die gesundheitlichen Folgen des Unfalls von 1976 begleiteten ihn über Jahrzehnte. Er erhielt Nierentransplantationen und im August 2018 in Wien eine Lungentransplantation, die in Quellen mit den damaligen Verletzungsfolgen verbunden wird. Am 20. Mai 2019 starb Niki Lauda im Alter von 70 Jahren in Zürich. Bei seinem Abschied in Wien nahmen Weggefährten, Fahrer, Vertreter des Sports und viele Menschen Anteil, die in ihm mehr sahen als einen Rennfahrer.

Vermächtnis

Niki Lauda bleibt als dreifacher Weltmeister, Unternehmer, Pilot und direkte Stimme im Motorsport in Erinnerung. Er romantisierte den Rennsport nicht, sondern sprach über Risiko, Technik und Verantwortung mit einer Klarheit, die ihn glaubwürdig machte. Seine rote Kappe wurde zu einem Zeichen seiner Präsenz im Fahrerlager; sein Lebensweg steht für Disziplin, Urteilskraft und die Fähigkeit, nach schwersten Einschnitten weiterzugehen.

Niki Lauda im Jahr 2011
Niki Lauda im Jahr 2011. Foto: Waerfelu, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Lebensstationen

11 Ereignisse

Geboren in Wien

1949

Andreas Nikolaus Lauda wird in Wien in eine wohlhabende Industriellenfamilie geboren.

Formel-1-Debüt in Österreich

1971

Lauda startet beim Großen Preis von Österreich erstmals in der Formel 1.

Erstes Rennen für Ferrari

1974

Beim Saisonauftakt in Argentinien fährt Lauda sein erstes Formel-1-Rennen für die Scuderia Ferrari.

Erster Weltmeistertitel

1975

Lauda gewinnt mit Ferrari seinen ersten Formel-1-Weltmeistertitel.

Schwerer Unfall am Nürburgring

1976

Beim Großen Preis von Deutschland verunglückt Lauda schwer und erleidet Verbrennungen sowie Lungenschäden.

Comeback in Monza

1976

Nur wenige Wochen nach dem Unfall kehrt Lauda beim Großen Preis von Italien ins Cockpit zurück.

Zweiter Weltmeistertitel

1977

Mit Ferrari sichert sich Lauda seinen zweiten Weltmeistertitel.

Dritter Weltmeistertitel

1984

Mit McLaren wird Lauda mit 0,5 Punkten Vorsprung auf Alain Prost zum dritten Mal Weltmeister.

Führungsrolle bei Mercedes

2012

Lauda wird zum Vorsitzenden des Aufsichtsratsgremiums des Mercedes-Formel-1-Teams berufen.

Lungentransplantation in Wien

2018

In Wien erhält Lauda eine Lungentransplantation, die mit den Spätfolgen seines Unfalls verbunden ist.

Gestorben in Zürich

2019

Niki Lauda stirbt im Alter von 70 Jahren in Zürich.

Todesanzeige

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Stammbaum

  • Ernst-Peter Lauda
  • Elisabeth Lauda

Ruhestätte

Heiligenstädter Friedhof

Döbling

Zum Friedhof

Niki Lauda (geb. Andreas Nikolaus Lauda). Für immer unvergessen.