

Gedenkseite von Norbert Kartmann
Deutscher Politiker (CDU), Landtagspräsident a.D. Hessen
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Emoria entzündet eine Gedenkkerze zur Erinnerung an Norbert Kartmann.
Emoria
27. Mai 2026
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Norbert Kartmann

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Tenzin Gyatso the 14th Dalai Lama during his visit in Wiesbaden in July 2015

Tenzin Gyatso the 14th Dalai Lama during his visit in Wiesbaden in July 2015

Norbert Kartmann (MdL Hessen 2014-01-18 1)

Norbert Kartmann, hessischer Politiker (CDU) und Abgeordneter des Hessischen Landtags.

Norbert Kartmann, hessischer Politiker (CDU) und Abgeordneter des Hessischen Landtags.

Norbert Kartmann, hessischer Politiker (CDU) und Abgeordneter des Hessischen Landtags.

Norbert Kartmann, hessischer Politiker (CDU) und Präsident des Hessischen Landtags.

Norbert Kartmann, hessischer Politiker (CDU) und Präsident des Hessischen Landtags.
Biografie
Norbert Kartmann (* 16. Januar 1949 in Nieder-Weisel; gestorben am 23. Mai 2026 in Lich) war ein deutscher Lehrer und CDU-Politiker. Er gehörte dem Hessischen Landtag über Jahrzehnte an und war von 2003 bis 2019 fast 16 Jahre lang Präsident des Parlaments. Seine öffentliche Arbeit konzentrierte sich auf die Wetterau, den Hessischen Landtag, parlamentarische Ordnung und ehrenamtliches Engagement.

Wetterau und Lehrerberuf
Kartmann wurde in Nieder-Weisel geboren, einem Stadtteil von Butzbach im Wetteraukreis. Nach dem Abitur, dem Wehrdienst und dem Studium für das Lehramt an Haupt- und Realschulen an der Universität Gießen legte er 1973 die erste und 1975 die zweite Staatsprüfung ab. Seine Fächer waren evangelische Theologie und Physik. Von 1975 bis 1982 arbeitete er als Lehrer an der Otto-Hahn-Schule in Hanau. Diese biografischen Anfänge erklären, warum Schule, Kirche, Vereine und kommunale Arbeit in seiner Laufbahn immer wieder zusammenkamen.
Kommunalpolitik und Landtag
Seit 1970 war Kartmann Mitglied der CDU. In Butzbach und in der Wetterau übernahm er früh kommunale Aufgaben, unter anderem in der Stadtverordnetenversammlung, im Magistrat und als Ortsvorsteher in Nieder-Weisel. Am 1. Dezember 1982 zog er erstmals in den Hessischen Landtag ein; nach einer kurzen Unterbrechung gehörte er dem Parlament ab April 1987 dauerhaft bis Ende 2022 an. Damit wurde er zu einer der prägenden Stimmen der CDU aus Mittelhessen. Von 1999 bis 2003 führte er die CDU-Fraktion im Landtag.

Präsident des Hessischen Landtags
Am 5. April 2003 wurde Kartmann Präsident des Hessischen Landtags. Das Amt führte er bis zum 17. Januar 2019, mit einer verfassungsrechtlich besonderen Zwischenphase nach der Landtagswahl 2008. Er war damit länger Landtagspräsident als jeder seiner Vorgänger. In seine Amtszeit fiel der Neubau des Plenarsaals, der 2008 eröffnet wurde. Für das Parlament war diese Zeit auch von knappen Mehrheiten, intensiven Debatten und wechselnden politischen Lagen geprägt. Kartmanns Aufgabe bestand darin, die Auseinandersetzung zuzulassen und zugleich die Form des Hauses zu wahren.

Siebenbürgen, Europa und Ehrenamt
Kartmanns Familie hatte Wurzeln in Siebenbürgen. Daraus entstand ein dauerhaftes Interesse an deutsch-rumänischen Beziehungen, an der Kultur der Siebenbürger Sachsen und an Fragen von Flucht, Vertreibung und europäischer Verständigung. Der Hessische Landtag nannte 2024 bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Lucian Blaga Hermannstadt ausdrücklich dieses Engagement. Daneben war Kartmann in Vereinen, Verbänden, Kirche und Sport aktiv; seit 2004 gehörte er der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau an.
Auszeichnungen und Rückzug
Für sein politisches und ehrenamtliches Wirken erhielt Kartmann mehrere Auszeichnungen, darunter 2012 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, 2019 den Hessischen Verdienstorden und 2020 die Wilhelm-Leuschner-Medaille. Nach gesundheitlichen Problemen legte er sein Landtagsmandat zum 31. Dezember 2022 nieder. Sein Abschied aus der aktiven Politik wurde in Hessen als Ende einer langen parlamentarischen Laufbahn wahrgenommen, die vom Wahlkreis bis an die Spitze des Landtags reichte.
Abschied
Norbert Kartmann starb am 23. Mai 2026 nach schwerer Krankheit in einem Krankenhaus in Lich. Er wurde 77 Jahre alt. Der Hessische Landtag gedachte ihm Anfang Juni 2026 mit einer Trauerfeier in der Evangelischen Pfarrkirche in Nieder-Weisel. Seine Biografie führt von der Wetterau in die Spitze des Landtags und wieder zurück in eine Heimatgemeinde, in der Politik, Kirche, Vereine und Ehrenamt eng beieinander lagen.
Lebensstationen
7 EreignisseGeboren in Nieder-Weisel
1949Norbert Kartmann wird in Nieder-Weisel im Wetteraukreis geboren.
Erstmals im Hessischen Landtag
1982Kartmann zieht erstmals in den Hessischen Landtag ein und vertritt die Wetterau.
Vorsitzender der CDU-Fraktion
1999Kartmann wird Vorsitzender der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag.
Präsident des Hessischen Landtags
2003Kartmann übernimmt das Amt des Landtagspräsidenten, das er fast 16 Jahre prägt.
Ende der Präsidentschaft
2019Nach fast 16 Jahren endet Kartmanns Amtszeit als Präsident des Hessischen Landtags.
Ehrendoktorwürde in Wiesbaden
2024Die Universität Lucian Blaga Hermannstadt verleiht Kartmann im Hessischen Landtag die Ehrendoktorwürde.
Gestorben in Lich
2026Norbert Kartmann stirbt nach schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren in einem Krankenhaus in Lich.
Traueranzeige
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Norbert Kartmann. Für immer unvergessen.