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Otto Graf Lambsdorff
Foto: Ludwig Wegmann
CC BY-SA 3.0 deAusschnittCommons

Gedenkseite von Otto Graf Lambsdorff

20. Dez. 1926 – 5. Dez. 2009(82 Jahre)Sterbeort:Bonn, Nordrhein-Westfalen

Deutscher Politiker (FDP), MdB, Bundesminister

Gedenkkerzen

Kondolenzbuch

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Erinnerungen

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Biografie

Religion

Evangelische-lutherische Kirche

Grabstätte

Südwestkirchhof Stahnsdorf

Auszeichnungen(9)

Verdienstorden des Landes Nordrhein-WestfalenEric-M.-Warburg-PreisLight of Truth AwardAleksandr-Men-PreisReinhold-Maier-MedailleOrden des Marienland-Kreuzes, 1. KlasseOrden des Heiligen SchatzesOrden der Aufgehenden SonneCommander with Star of the Order of Merit of Hungary

Partner(1)

Alexandra Gräfin Lambsdorff

Ausbildung(2)

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität BonnUniversität zu Köln

Otto Graf Lambsdorff (* 20. Dezember 1926 in Aachen; gestorben am 5. Dezember 2009 in Bonn) war ein deutscher FDP-Politiker, Jurist und Bundesminister für Wirtschaft. Er vertrat die FDP von 1972 bis 1998 im Bundestag, warb für einen marktwirtschaftlich-liberalen Kurs und gehörte über Jahre zur Führung seiner Partei.

Aachen, Krieg und Beruf

Lambsdorff wurde in Aachen geboren. Im Zweiten Weltkrieg wurde er Soldat und verlor bei einem Einsatz ein Bein. Nach Kriegsende studierte er Rechts- und Staatswissenschaften. Vor seinem Eintritt in die Bundespolitik arbeitete er in Banken, Versicherungen und wirtschaftsnahen Funktionen. Diese Erfahrung floss in seine spätere Sicht auf Wettbewerb, Investitionen und Unternehmenspolitik ein.

Bundestag und Wirtschaftsministerium

1951 trat Lambsdorff in die FDP ein, 1972 wurde er Mitglied des Deutschen Bundestages. Am 7. Oktober 1977 übernahm er das Bundesministerium für Wirtschaft. Er blieb auch nach dem Regierungswechsel von Helmut Schmidt zu Helmut Kohl im Amt. Sein wirtschaftspolitischer Kurs setzte auf Marktöffnung, Haushaltsdisziplin, weniger staatliche Eingriffe und eine engere Bindung der FDP an ordnungspolitische Positionen.

Lambsdorff-Papier

1982 legte Lambsdorff ein wirtschaftspolitisches Konzept vor, das später als Lambsdorff-Papier bezeichnet wurde. Es forderte Einschnitte, mehr Flexibilität und eine andere Sozial- und Wirtschaftspolitik. Das Papier wurde zu einem Auslöser der Koalitionskrise zwischen SPD und FDP und stand am Übergang zur Regierung Kohl.

Flick-Affäre

Die Flick-Parteispendenaffäre belastete Lambsdorffs politische Laufbahn. 1984 trat er als Bundeswirtschaftsminister zurück. Später wurde er im Zusammenhang mit der Affäre wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Affäre blieb ein fester Teil seiner öffentlichen Geschichte, neben seiner Rolle als wirtschaftsliberaler Programmatiker.

Spätere Jahre

Von 1988 bis 1993 war Lambsdorff FDP-Bundesvorsitzender, anschließend Ehrenvorsitzender der Partei. Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag wirkte er als Beauftragter bei den Verhandlungen über Entschädigungen für ehemalige NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Otto Graf Lambsdorff starb am 5. Dezember 2009 in Bonn. Er wurde 82 Jahre alt.

Lebensstationen

4 Ereignisse

Geboren in Aachen

1926

Otto Friedrich Wilhelm von der Wenge Graf Lambsdorff wird in Aachen geboren.

Bundeswirtschaftsminister

1977

Lambsdorff wird Bundesminister für Wirtschaft im Kabinett von Helmut Schmidt.

Rücktritt vom Ministeramt

1984

Im Zusammenhang mit der Flick-Parteispendenaffäre tritt Lambsdorff als Bundeswirtschaftsminister zurück.

Gestorben in Bonn

2009

Otto Graf Lambsdorff stirbt im Alter von 82 Jahren in Bonn.

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Stammbaum

  • Herbert Leonce von Lambsdorff

Ruhestätte

Südwestkirchhof Stahnsdorf

Stahnsdorf

Zum Friedhof

Otto Graf Lambsdorff. Für immer unvergessen.