

Gedenkseite von Pina Bausch (geb. Philippine Bausch)
Deutsche Tänzerin, Choreografin und Ballettdirektorin
Gedenkkerzen
2 Kerzen

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Pina Bausch.
Emoria
27. Juli 2026

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Pina Bausch.
Emoria
30. Juni 2026
Kondolenzbuch
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Biografie
Pina Bausch (* 27. Juli 1940 in Solingen als Philippine Bausch; gestorben am 30. Juni 2009 in Wuppertal) war eine deutsche Tänzerin, Choreografin und Leiterin des Tanztheater Wuppertal. Sie veränderte das zeitgenössische Tanztheater grundlegend, indem sie Bewegung, Sprache, Musik, Alltagsgesten, Erinnerungen und starke Bühnenbilder miteinander verband.
Solingen, Essen und New York
Bausch wuchs in Solingen auf, wo ihre Eltern ein Restaurant führten. Früh kam sie mit Menschen, Gesten und Geschichten in Kontakt, die später wie ein ferner Hintergrund ihrer Bühnenwelt wirkten. Sie studierte an der Folkwangschule in Essen bei Kurt Jooss, dessen Verbindung von Ausdruckstanz, Theater und gesellschaftlicher Beobachtung für sie wichtig wurde. Ein Stipendium führte sie Anfang der 1960er-Jahre nach New York, wo sie an der Juilliard School lernte und als Tänzerin Bühnenerfahrung sammelte.
Wuppertal
Nach Deutschland zurückgekehrt, arbeitete Bausch zunächst in Essen. 1973 übernahm sie die Leitung des Wuppertaler Balletts, das bald als Tanztheater Wuppertal bekannt wurde. Anfangs stießen ihre Arbeiten auf Unverständnis und Ablehnung. Das Publikum erwartete oft klassische Tanzformen, während Bausch nach inneren Zuständen, Erinnerungen, sozialen Ritualen und Brüchen suchte. Aus dieser Spannung entstand eine eigene Sprache, die Wuppertal zu einem internationalen Ort des Tanzes machte.
Arbeitsweise
Bausch stellte ihren Tänzerinnen und Tänzern Fragen und entwickelte aus Antworten, Bewegungen, Wiederholungen und kleinen Szenen ganze Abende. Ihre Stücke zeigten Menschen nicht als glatte Figuren, sondern als verletzliche, komische, begehrende und widersprüchliche Wesen. Sie arbeitete mit starken Materialien und Räumen: Erde, Wasser, Stühle, Blumen, Mauern, Türen und leere Bühnen konnten zu Erinnerungslandschaften werden. Tanz war bei ihr immer auch Theater des Blicks und der Begegnung.
Werke
Zu ihren prägenden Arbeiten gehören Le Sacre du printemps, Café Müller, Kontakthof, Nelken, Palermo Palermo und Vollmond. Viele Stücke verbinden Zärtlichkeit und Härte, Wiederholung und Überraschung, Humor und Einsamkeit. Bausch interessierte sich nicht für einfache Geschichten. Ihre Abende öffnen Räume, in denen Menschen etwas von Nähe, Macht, Sehnsucht, Angst und Würde zeigen.
Internationale Wirkung
Das Tanztheater Wuppertal tourte weltweit, und Bausch entwickelte zahlreiche Stücke in Zusammenarbeit mit Städten und Kulturen außerhalb Deutschlands. Ihre Arbeit beeinflusste Tanz, Theater, Performance, Film und Bildende Kunst. 2008 erhielt sie den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main. Für viele Künstlerinnen und Künstler wurde sie zu einer Bezugsperson, weil sie zeigte, wie Tanz Sprache, Erinnerung und gesellschaftliche Erfahrung aufnehmen kann.
Abschied
Pina Bausch starb am 30. Juni 2009 in Wuppertal, kurz nach einer Krebsdiagnose. Sie wurde 68 Jahre alt. Ihr Werk bleibt lebendig, weil es Menschen nicht erklärt, sondern ihnen auf der Bühne Raum gibt: mit Bewegung, Stille, Blicken und einer großen Aufmerksamkeit für das, was zwischen Menschen geschieht.
Lebensstationen
2 EreignisseGeboren in Solingen
1940Philippine Bausch, später bekannt als Pina Bausch, wird in Solingen geboren.
Gestorben in Wuppertal
2009Pina Bausch stirbt im Alter von 68 Jahren in Wuppertal.
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Pina Bausch (geb. Philippine Bausch). Für immer unvergessen.