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Rainer Barzel (geb. Rainer Candidus Barzel)
Foto: Unknown Unknown
CC BY-SA 3.0 deAusschnittCommons

Gedenkseite von Rainer Barzel (geb. Rainer Candidus Barzel)

20. Juni 1924 – 26. Aug. 2006(82 Jahre)Sterbeort:München, Bayern

Deutscher Politiker, Jurist und Publizist

Gedenkkerzen

1 Kerze

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Rainer Barzel.

Emoria

20. Juni 2026

Kondolenzbuch

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Biografie

Beruf(4)

JuristPolitikerMinisterMilitär

Auszeichnungen(4)

Bayerischer VerdienstordenEhrenbürger von PaderbornGroßkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik DeutschlandVerdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen

Partner(3)

Helga Henselder-BarzelUte CremerKriemhild Barzel

Ausbildung(1)

Universität zu Köln

Rainer Candidus Barzel (* 20. Juni 1924 in Braunsberg, Ostpreußen; gestorben am 26. August 2006 in München) war ein deutscher CDU-Politiker, Jurist und Autor. Er gehörte über Jahrzehnte dem Deutschen Bundestag an, führte die CDU/CSU-Fraktion, war Bundesminister, CDU-Bundesvorsitzender und von 1983 bis 1984 Präsident des Deutschen Bundestages.

Herkunft und Beruf

Barzel wuchs in Ostpreußen und Berlin auf. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft studierte er Rechts- und Staatswissenschaften in Köln. 1948 wurde er promoviert. Danach arbeitete er im Umfeld nordrhein-westfälischer Landes- und Bundespolitik, unter anderem für Karl Arnold. 1954 trat er in die CDU ein, 1957 zog er erstmals in den Bundestag ein.

CDU und Deutschlandpolitik

In der Regierung Konrad Adenauers war Barzel von 1962 bis 1963 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen. Danach wurde er einer der zentralen Unionspolitiker im Bundestag. Ab 1964 führte er die CDU/CSU-Fraktion. In der Zeit der sozialliberalen Koalition vertrat er eine harte Oppositionslinie gegen die Ostpolitik Willy Brandts, vor allem gegen die Verträge mit Moskau und Warschau.

1972

Am 27. April 1972 stellte die CDU/CSU-Opposition ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Willy Brandt. Barzel war als Nachfolger Brandts vorgesehen, erhielt jedoch 247 Stimmen und verfehlte die absolute Mehrheit um zwei Stimmen. Spätere Erkenntnisse über Zahlungen des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit an einzelne Abgeordnete gehören zur Geschichte dieses Abstimmungstages.

Spätere Ämter

Nach der Bundestagswahl 1972 blieb Barzel zunächst CDU-Vorsitzender, gab den Parteivorsitz aber 1973 ab. 1982 wurde er im Kabinett Helmut Kohl Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen. Am 29. März 1983 wählte ihn der Bundestag zum Parlamentspräsidenten. 1984 legte er dieses Amt im Zusammenhang mit Vorwürfen aus der Flick-Affäre nieder; 1987 schied er aus dem Bundestag aus.

Autor und letzte Jahre

Barzel veröffentlichte politische Bücher und Erinnerungen, darunter Ein gewagtes Leben. Nach seinem Rückzug aus dem Parlament blieb er als Redner und Kommentator zu Fragen der deutschen Einheit, der Union und der Parlamentsarbeit präsent. Rainer Barzel starb am 26. August 2006 in München.

Lebensstationen

4 Ereignisse

Geboren in Braunsberg

1924

Rainer Candidus Barzel wird in Braunsberg in Ostpreußen geboren.

Misstrauensvotum gegen Willy Brandt

1972

Barzels Antrag auf Wahl zum Bundeskanzler scheitert im Bundestag mit 247 Stimmen; erforderlich sind 249 Stimmen.

Bundestagspräsident

1983

Der Deutsche Bundestag wählt Rainer Barzel zu seinem Präsidenten.

Gestorben in München

2006

Rainer Barzel stirbt in München.

Traueranzeige

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Stammbaum

  • Helga Henselder-Barzel
  • Kriemhild Barzel
  • Claudia Barzel

Ruhestätte

Zentralfriedhof Bad Godesberg

Bad Godesberg

Zum Friedhof

Rainer Barzel (geb. Rainer Candidus Barzel). Für immer unvergessen.