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Gedenkseite von Reinhart Koselleck

23. Apr. 1923 – 3. Feb. 2006(82 Jahre)Sterbeort:Bad Oeynhausen, Minden-Lübbecke

Deutscher Historiker

Gedenkkerzen

1 Kerze

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Reinhart Koselleck.

Emoria

23. April 2026

Kondolenzbuch

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Biografie

Auszeichnungen(6)

Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche ProsaReuchlin-PreisHistorikerpreis der Stadt MünsterPreis des Historischen KollegsEhrendoktor der Universität von AmsterdamEhrendoktorwürde der Universität Paris VII

Ausbildung(2)

Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergUniversity of Bristol

Reinhart Koselleck (* 23. April 1923 in Görlitz; gestorben am 3. Februar 2006 in Bad Oeynhausen) war ein deutscher Historiker, Autor und Hochschullehrer. Er arbeitete zur Begriffsgeschichte, zur Theorie historischer Zeiten, zur politischen Ikonographie und zur Frage, wie Sprache, Erfahrung und Erwartung geschichtliches Denken formen.

Studium und frühe Arbeiten

Koselleck studierte nach dem Zweiten Weltkrieg in Heidelberg, unter anderem Geschichte, Philosophie, Soziologie und öffentliches Recht. Seine Dissertation wurde 1959 unter dem Titel Kritik und Krise veröffentlicht. Darin untersuchte er das Verhältnis von Aufklärung, Moral, Politik und Krise in der Entstehung der modernen bürgerlichen Welt.

Begriffsgeschichte

Kosellecks Name ist eng mit den Geschichtlichen Grundbegriffen verbunden, dem historischen Lexikon der politisch-sozialen Sprache in Deutschland. Für ihn reichten Begriffe über einzelne Wörter hinaus. Sie trugen Erfahrungen, Erwartungen, Konflikte und Veränderungen in sich. So wurde Sprache zu einem Ort, an dem sich gesellschaftliche Ordnung und geschichtliche Bewegung untersuchen lassen.

Bielefeld

Nach Stationen in Bochum und Heidelberg wurde Koselleck 1973 Professor für Theorie der Geschichte an der Universität Bielefeld. An der Gründung und am Aufbau der Universität war er bereits zuvor beteiligt. Von 1974 bis 1975 leitete er das Zentrum für interdisziplinäre Forschung; später blieb er dem wissenschaftlichen Beirat verbunden. Die Universität richtete zu seinem Andenken die Reinhart-Koselleck-Gastprofessur ein.

Zeit, Bilder und Erinnerung

In Büchern wie Vergangene Zukunft und Zeitschichten fragte Koselleck, wie Menschen Zukunft erwarten, Vergangenheit deuten und Gegenwart ordnen. Neben Texten interessierten ihn Bilder, Denkmäler, politische Rituale und Formen des Gedenkens. Seine Sammlung von Figuren, Objekten und Fotografien wird heute in Bielefeld und Marburg erschlossen.

Letzte Jahre

Koselleck erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. Am 10. Oktober 2001 wurde die Ehrendoktorwürde der Universität Denis-Diderot Paris VII bestätigt. Reinhart Koselleck starb am 3. Februar 2006 in Bad Oeynhausen. Sein Werk bleibt eng mit Bielefeld, der Begriffsgeschichte und der historischen Theorie verbunden.

Lebensstationen

3 Ereignisse

Geboren in Görlitz

1923

Reinhart Koselleck wird in Görlitz geboren.

Ehrendoktorwürde Paris VII

2001

Die Universität Denis-Diderot Paris VII verleiht Koselleck die Ehrendoktorwürde.

Gestorben in Bad Oeynhausen

2006

Reinhart Koselleck stirbt in Bad Oeynhausen.

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Stammbaum

  • Arno Koselleck

Reinhart Koselleck. Für immer unvergessen.