

Gedenkseite von Rudi Altig
Deutscher Radrennfahrer
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Emoria
10. Juni 2026
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Biografie
Rudi Altig (* 18. März 1937 in Mannheim; gestorben am 11. Juni 2016 in Remagen) war ein deutscher Radrennfahrer auf Bahn und Straße. Er gewann die Vuelta a España 1962, die Flandern-Rundfahrt 1964, das Straßenrennen der Weltmeisterschaft 1966 am Nürburgring und Mailand-Sanremo 1968. Auf der Bahn wurde er dreimal Weltmeister in der Einerverfolgung.
Mannheim und Bahnrad
Altig wuchs in Mannheim auf und kam über den Verein Endspurt Mannheim in den Radsport. Sein Bruder Willi Altig fuhr ebenfalls Rennen. Rudi Altig wurde zunächst auf der Bahn stark: 1959, 1960 und 1961 gewann er den Weltmeistertitel in der Einerverfolgung. Diese Erfolge zeigten seine besondere Mischung aus Kraft, Tempo und Ausdauer, die später auch auf der Straße sichtbar wurde.
Wechsel auf die Straße
Als Profi verband Altig Bahn- und Straßenrennen enger als viele Fahrer späterer Generationen. 1962 gewann er die Vuelta a España und trug im selben Jahr bei der Tour de France das Gelbe Trikot. Bei der Tour, beim Giro d'Italia und bei der Vuelta gewann er Etappen. Diese Breite machte ihn zu einem Fahrer, der Zeitfahren, Sprints, Klassiker und Rundfahrten miteinander verbinden konnte.
Klassiker und Weltmeisterschaft
1964 gewann Altig die Flandern-Rundfahrt. Ein Jahr später wurde er bei der Straßenweltmeisterschaft Zweiter. Am 28. August 1966 gewann er auf dem Nürburgring den Weltmeistertitel im Straßenrennen vor Jacques Anquetil und Raymond Poulidor. Der Erfolg fand in Deutschland statt und prägte seine öffentliche Stellung im Radsport. 1966 wurde er außerdem zu Deutschlands Sportler des Jahres gewählt.
Mailand-Sanremo und spätere Karriere
1968 gewann Altig Mailand-Sanremo. Auch in den späten 1960er-Jahren blieb er in internationalen Rennen präsent, unter anderem mit Etappensiegen und Auftritten bei der Tour de France. Seine aktive Laufbahn endete 1971. Danach arbeitete er als Sportlicher Leiter, zeitweise als Bundestrainer und später als Fernsehkommentator. Seine Art blieb direkt, manchmal scharf, aber meist nah an der Erfahrung eines Fahrers, der Bahn und Straße aus eigener Praxis kannte.
Krankheit und Tod
Rudi Altig starb am 11. Juni 2016 in Remagen an den Folgen einer Krebserkrankung. Er wurde 79 Jahre alt. Seine Laufbahn verband Bahn-Weltmeistertitel, Siege bei Straßenrennen wie Flandern-Rundfahrt und Mailand-Sanremo und die spätere Arbeit als erklärende Stimme im Fernsehen.
Lebensstationen
6 EreignisseGeboren in Mannheim
1937Rudi Altig wird in Mannheim geboren.
Sieg bei der Vuelta a España
1962Altig gewinnt die Gesamtwertung der Vuelta a España.
Sieg bei der Flandern-Rundfahrt
1964Altig gewinnt die Flandern-Rundfahrt.
Straßenweltmeister am Nürburgring
1966Altig gewinnt das Straßenrennen der Weltmeisterschaft am Nürburgring.
Sieg bei Mailand-Sanremo
1968Altig gewinnt den Klassiker Mailand-Sanremo.
Tod in Remagen
2016Rudi Altig stirbt im Alter von 79 Jahren in Remagen.
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Rudi Altig. Für immer unvergessen.