

Gedenkseite von Steve Jobs (geb. Abdul Lateef Jandali)
US-amerikanischer Unternehmer und Mitgründer von Apple
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14 Erinnerungen

Frenzy at the Keynote (2196973872)

Steve Jobs talks about Leopard (2196994134)

More Steve Jobs action... (2197006110)

Steve Jobs talks about the iPhone (2197013436)

Steve Jobs shows off the iPhone 4 at the 2010 Worldwide Developers Conference.

Steve Jobs about iTunes Movie Rental

Steve Jobs at the 2010 Worldwide Developers Conference

Steve Jobs with the Apple iPad no logo

Steve Jobs

Steve Jobs holding a MacBook Air (at MacWorld Conference & Expo 2008 - Moscone Center - San Francisco, CA)

Steve Jobs and Bill Gates (522695099)

Entrepreneur of the Year
Biografie
Steve Jobs (* 24. Februar 1955 in San Francisco; gestorben am 5. Oktober 2011 in Palo Alto) war ein US-amerikanischer Unternehmer, Mitgründer von Apple, Mitgründer von NeXT und prägender Eigentümer von Pixar. Er wurde zu einer der sichtbarsten Figuren der Computer- und Unterhaltungselektronik: nicht als alleiniger Erfinder, sondern als Produktdenker, Präsentator und Unternehmenslenker, der Technik, Design, Software und Vermarktung ungewöhnlich eng zusammenführte.

Kindheit, Reed und erste Technikjahre
Jobs wurde als Kind von Paul und Clara Jobs adoptiert und wuchs im späteren Silicon Valley auf. Sein Interesse galt früh Elektronik, Gegenkultur, Gestaltung und spirituellen Fragen. Nach einem kurzen Studium am Reed College blieb er dort als Gasthörer und besuchte unter anderem Kalligrafiekurse, die er später mit der typografischen Gestaltung des Macintosh verband. Bei Atari arbeitete er in der Spielebranche, bevor er nach Indien reiste. Diese Mischung aus Technik, Vereinfachung, Ästhetik und Inszenierung wurde ein wiederkehrendes Muster seiner Arbeit.
Apple, Wozniak und der Personal Computer
1976 gründete Jobs mit Steve Wozniak und Ronald Wayne Apple Computer. Wozniak entwickelte die technische Grundlage des Apple I und Apple II; Jobs erkannte, dass ein Computer für private Nutzer nicht wie ein Bastelprojekt wirken durfte. Der Apple II wurde zu einem frühen Massenprodukt des Personal Computers. Jobs' Stärke lag dabei weniger im Ingenieurhandwerk als in Richtung, Verkauf, Verpackung und radikaler Vereinfachung. Er verstand, dass ein Gerät auch über Gehäuse, Vertrieb, Sprache und Begehrlichkeit wirkt.
Macintosh und Bruch
Der Macintosh von 1984 machte grafische Benutzeroberfläche, Maus und eine neue Vorstellung vom persönlichen Computer für ein breiteres Publikum sichtbar. Jobs führte das Team mit enormem Anspruch, Charisma und Härte. Diese Arbeitsweise brachte Konzentration, aber auch Konflikte. Nach internen Machtkämpfen mit CEO John Sculley und dem Apple-Board verlor Jobs 1985 seine operative Macht und verließ das Unternehmen. Der Bruch war kein Randereignis, sondern ein Einschnitt: Apple musste ohne ihn weiterarbeiten, und Jobs musste lernen, außerhalb von Apple neu anzufangen.

NeXT und Pixar
Mit NeXT wollte Jobs leistungsfähige Computer für Bildung und Forschung bauen. Die Hardware blieb teuer und kommerziell begrenzt, doch das Betriebssystem und seine Entwicklungsumgebung wurden später entscheidend für Apples Zukunft. Parallel kaufte Jobs 1986 die Computersparte von Lucasfilm, aus der Pixar entstand. Mit Toy Story gelang 1995 der Durchbruch des vollständig computeranimierten Langfilms. Pixar machte Jobs nicht nur wohlhabend, sondern zeigte auch, dass seine Wirkung nicht auf Computerhardware beschränkt war.
Rückkehr und Fokus
1996 kaufte Apple NeXT, und Jobs kehrte zurück. Ab 1997 führte er Apple wieder, zunächst als Interims-CEO. Er strich Produktlinien, vereinfachte die Struktur und setzte auf wenige, klar erkennbare Geräte. Der iMac von 1998 machte diesen Neustart sichtbar: farbig, geschlossen, internetorientiert und bewusst anders als der graue PC-Standard. Jobs arbeitete eng mit Teams um Designer Jony Ive, Softwareentwickler, Hardwareingenieure und Marketingverantwortliche zusammen. Der öffentliche Auftritt konzentrierte sich auf Jobs, aber die Produkte entstanden aus großen, disziplinierten Teams.

iPod, iPhone und das Ökosystem
Mit iPod und iTunes verschob Apple ab 2001 die eigene Rolle: vom Computerhersteller zum Anbieter eines geschlossenen Zusammenspiels aus Gerät, Software, Store und Inhalt. 2007 stellte Jobs das iPhone vor, 2010 das iPad. Diese Geräte veränderten Alltag, Mediennutzung, Softwaremärkte und Erwartungen an Bedienung. Zugleich brachten sie neue Abhängigkeiten mit sich: Apples Kontrolle über Plattform, App Store und Hardware wurde zu einem zentralen Teil des Erfolgs, aber auch zu einem dauerhaften Streitpunkt über Macht, Offenheit und Geschäftsbedingungen.

Führungsstil und öffentliche Figur
Jobs' Führungsstil war berühmt und belastend zugleich. Er konnte Talente anziehen, Produkte schärfen und Teams zu Ergebnissen treiben, die kaum jemand für erreichbar hielt. Er konnte aber auch verletzend, ungeduldig und rücksichtslos auftreten. Gerade diese Spannung gehört zu seiner Einordnung: Ohne harte Entscheidungen, Geschmackssicherheit und Präsentationskunst ist Apples Aufstieg nach 1997 kaum zu verstehen; ohne die Arbeit vieler anderer Menschen, ohne industrielle Lieferketten und ohne die Kosten seiner Managementkultur wäre die Geschichte unvollständig.
Abschied
2003 wurde bei Jobs eine seltene Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. In den folgenden Jahren nahm er mehrfach medizinische Auszeiten. Am 24. August 2011 trat er als CEO von Apple zurück; Tim Cook übernahm die Leitung. Steve Jobs starb am 5. Oktober 2011 in Palo Alto. Er wurde 56 Jahre alt. Sein Einfluss bleibt in Geräten, Präsentationsformen und digitalen Geschäftsmodellen sichtbar, aber auch in der Frage, wie viel Kontrolle ein Unternehmen über die Werkzeuge haben sollte, die Menschen täglich benutzen.
Lebensstationen
19 EreignisseGeboren in San Francisco
1955Steven Paul Jobs wird in San Francisco geboren und wächst bei Paul und Clara Jobs in Kalifornien auf.
Reed College
1972Jobs beginnt ein Studium am Reed College in Oregon, bricht es aber nach kurzer Zeit ab und besucht weiter einzelne Kurse.
Atari und Indienreise
1974Jobs arbeitet bei Atari und reist anschließend nach Indien; beide Erfahrungen prägen seine spätere Haltung zu Technik, Einfachheit und Gestaltung.
Apple gegründet
1976Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne gründen Apple Computer.
Apple II erscheint
1977Der Apple II wird zu einem frühen Erfolg des Personal Computers und macht Apple zu einem schnell wachsenden Unternehmen.
Macintosh vorgestellt
1984Jobs stellt den Macintosh vor, der die grafische Benutzeroberfläche und Mausbedienung für ein breiteres Publikum sichtbar macht.
Abschied von Apple
1985Nach Machtkämpfen im Unternehmen verlässt Jobs Apple und beginnt kurz darauf mit NeXT.
Pixar übernommen
1986Jobs kauft die Computersparte von Lucasfilm, aus der Pixar als eigenständiges Animationsstudio hervorgeht.
NeXT Computer
1988NeXT stellt seinen ersten Computer vor; wirtschaftlich bleibt die Hardware schwierig, technisch wird die Software später wichtig für Apple.
Toy Story im Kino
1995Pixars Toy Story erscheint als erster vollständig computeranimierter Langfilm und verändert das Animationskino.
Apple kauft NeXT
1996Apple kündigt die Übernahme von NeXT an; Jobs kehrt damit in das Unternehmen zurück, das er mitgegründet hatte.
Zurück an der Apple-Spitze
1997Jobs wird Interims-CEO von Apple und richtet das Unternehmen radikal auf wenige Produkte aus.
iMac vorgestellt
1998Apple stellt den iMac vor, der den Neustart der Marke unter Jobs sichtbar macht.
iPod vorgestellt
2001Der iPod wird präsentiert und verbindet Apple stärker mit Musik, iTunes und mobiler Unterhaltung.
Rede in Stanford
2005Jobs hält die Stanford Commencement Address, in der er über Brüche, Arbeit und Sterblichkeit spricht.
iPhone vorgestellt
2007Jobs präsentiert das iPhone, das Telefon, iPod und Internetkommunikation in einem Gerät verbindet.
iPad vorgestellt
2010Apple stellt das iPad vor und erweitert die mobile Gerätefamilie um ein Tablet.
Rücktritt als CEO
2011Jobs tritt als Apple-CEO zurück; Tim Cook übernimmt die Leitung, Jobs bleibt zunächst Chairman.
Gestorben in Palo Alto
2011Steve Jobs stirbt im Alter von 56 Jahren in Palo Alto an den Folgen einer Krebserkrankung.
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Steve Jobs (geb. Abdul Lateef Jandali). Für immer unvergessen.