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Gedenkseite von Thomas Gold

1631 – 1707(76 Jahre)Sterbeort:Ithaca, Tompkins County

US-amerikanischer Astrophysiker

Gedenkkerzen

Kondolenzbuch

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Biografie

Beruf(9)

AstronomFlugingenieurAstrophysikerIngenieurPhysikerHochschullehrerBiophysikerGeophysikerAkademiker

Auszeichnungen(5)

Fellow of the Royal SocietyGoldmedaille der Royal Astronomical SocietyRichtmyer Memorial Lecture AwardFellow of the American Geophysical UnionHumboldt-Forschungspreis

Partner(1)

Merle Gold

Ausbildung(4)

Trinity CollegeUniversity of CambridgeCornell UniversityLyceum Alpinum Zuoz

Thomas Gold (* 22. Mai 1920 in Wien; gestorben am 22. Juni 2004 in Ithaca, New York) war ein österreichisch-britisch-amerikanischer Astrophysiker und Wissenschaftler mit ungewöhnlich breitem Arbeitsfeld. Er arbeitete über Gehörphysiologie, Kosmologie, Pulsare, Mondforschung, Geophysik und die Entstehung von Erdöl und Erdgas.

Wien, Cambridge und Krieg

Gold wurde in Wien geboren, erhielt einen Teil seiner Ausbildung in der Schweiz und ging kurz vor dem Zweiten Weltkrieg nach Großbritannien. In Cambridge studierte er am Trinity College. Als aus Österreich stammender Student wurde er 1940 während der britischen Internierungsmaßnahmen gegen sogenannte enemy aliens festgehalten. Dort begegnete er Hermann Bondi. Später arbeitete Gold an Radarprojekten für die britische Admiralität.

Von der Physik zur Kosmologie

Nach dem Krieg blieb Gold in Großbritannien und arbeitete in Cambridge. Gemeinsam mit Fred Hoyle und Hermann Bondi entwickelte er die Steady-State-Theorie des Universums, die lange eine ernsthafte Alternative zur Urknalltheorie war und später durch Beobachtungen zurückgedrängt wurde. Für Gold lag der Wert einer Theorie auch in der Schärfe, mit der sie Fragen an Beobachtungen und Grundannahmen stellte.

Breite und Widerspruch

Gold wechselte immer wieder zwischen Fachgebieten. Er veröffentlichte früh Arbeiten zur Funktion des Innenohrs, beschäftigte sich mit Magnetosphären, Pulsaren und der Oberfläche des Mondes. Vor den Apollo-Missionen warnte er vor feinem Mondstaub; die genaue Gefahr wurde kontrovers diskutiert, doch seine Aufmerksamkeit für die physikalischen Eigenschaften der Mondoberfläche prägte die Debatte. Er suchte häufig dort nach Problemen, wo etablierte Erklärungen zu bequem wirkten.

Cornell

Nach Stationen in Großbritannien und Harvard kam Gold Ende der 1950er-Jahre an die Cornell University. Dort wurde er Professor für Astronomie, leitete den Aufbau des Center for Radiophysics and Space Research und prägte die Universität als Ort offener wissenschaftlicher Debatten. Er wurde Fellow der Royal Society und erhielt unter anderem die Goldmedaille der Royal Astronomical Society.

Umstrittene späte Ideen

Besonders umstritten blieb Golds These, Erdöl und Erdgas hätten tiefe, nichtbiologische Ursprünge und würden mit einer unterirdischen Biosphäre zusammenhängen. Viele Geologinnen und Geologen lehnten diese Deutung ab. Gerade deshalb zeigt dieser Teil seines Werks eine Grundfigur seiner Arbeit: Gold suchte große, riskante Erklärungen und nahm Widerspruch als Teil wissenschaftlicher Auseinandersetzung in Kauf.

Abschied

Thomas Gold starb am 22. Juni 2004 in Ithaca an den Folgen einer Herzerkrankung. Er wurde 84 Jahre alt. Sein Andenken ist mit einer Forschungshaltung verbunden, die Disziplingrenzen überschritt, starke Thesen prüfte und auch dann produktiv blieb, wenn eine Idee sich später nicht oder nur teilweise bestätigte.

Lebensstationen

2 Ereignisse

Geboren in Wien

1920

Thomas Gold wird in Wien geboren.

Gestorben in Ithaca

2004

Thomas Gold stirbt im Alter von 84 Jahren in Ithaca, New York.

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Stammbaum

  • Merle Gold

Thomas Gold. Für immer unvergessen.