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Gedenkseite von Tina Turner (geb. Anna Mae Bullock)
Tina Turner (geb. Anna Mae Bullock)

Gedenkseite von Tina Turner (geb. Anna Mae Bullock)

26. Nov. 1939 – 24. Mai 2023(83 Jahre)Sterbeort:Küsnacht, Bezirk Meilen

Amerikanischstämmige Schweizer Sängerin

Gedenkkerzen

1 Kerze

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Tina Turner.

Emoria

24. Mai 2026

Kondolenzbuch

0 Einträge

Erinnerungen

9 Erinnerungen

Tina Turner-1971

Tina Turner-1971

Tina Turner performing at Tulane Stadium, New Orleans, 24 October 1970

Tina Turner performing at Tulane Stadium, New Orleans, 24 October 1970

Tina Turner à Lille 19-Oct-1990

Tina Turner à Lille 19-Oct-1990

Ціна Тэрнер, NIA (Бірмінгем).

Ціна Тэрнер, NIA (Бірмінгем).

Photo of Tina Turner.

Photo of Tina Turner.

Tina Turner in Hamburg, 1972

Tina Turner in Hamburg, 1972

Tina Turner in 1984 at St David's Hall, Cardiff

Tina Turner in 1984 at St David's Hall, Cardiff

Tina Turner's Platinum single.

Tina Turner's Platinum single.

Nutbush tennessee sign tina turner

Nutbush tennessee sign tina turner

Biografie

Auszeichnungen(10)

Kennedy-PreisMOBO AwardsAmerican Music AwardsGrammy Award for Best R&B Performance by a Duo or Group with VocalsStern auf dem Hollywood Walk of FameChevalier des Arts et des LettresRock and Roll Hall of FameGrammy Award for Record of the YearGrammy Award for Best Female Pop Vocal PerformanceGrammy Award for Best Female Rock Vocal Performance

Partner(3)

Ike TurnerErwin BachRaymond Hill

Ausbildung(1)

Sumner High School

Tina Turner (* 26. November 1939 als Anna Mae Bullock in Brownsville, Tennessee; gestorben am 24. Mai 2023 in Küsnacht, Schweiz) war eine der prägenden Stimmen der modernen Pop- und Rockmusik. Sie wurde als Sängerin, Performerin und Bühnenpersönlichkeit weltberühmt und gilt bis heute als eine Künstlerin, die Kraft, Rhythmus, Verletzlichkeit und Selbstbestimmung in einer unverwechselbaren Form verband. Ihr Weg führte von Nutbush in Tennessee über die großen Soul- und Rockbühnen der 1960er- und 1970er-Jahre bis zu einem der bedeutendsten Comebacks der Popgeschichte.

Herkunft in Tennessee

Tina Turner kam als Anna Mae Bullock in Brownsville zur Welt und wuchs in Nutbush auf, einer kleinen Gemeinde im Westen Tennessees. Die ländliche Umgebung, die Kirche, Rhythm and Blues und die Musiktraditionen des amerikanischen Südens gehörten zu den frühen Prägungen ihres Lebens. Später griff sie diese Herkunft selbst auf, unter anderem in Nutbush City Limits, einem Song, der den Ort ihrer Kindheit in die Popgeschichte einschrieb. Aus einem Umfeld fern der großen Musikmetropolen entstand eine Stimme, die später auf Bühnen in Europa, Amerika und Asien sofort wiedererkennbar war.

Ortsschild in Nutbush, Tennessee, mit Hinweis auf Tina Turner
Ortsschild in Nutbush, Tennessee, dem Herkunftsort von Tina Turner. Foto: Thomas R Machnitzki, Public Domain, via Wikimedia Commons

Die ersten Jahre auf der Bühne

In St. Louis kam Anna Mae Bullock mit der dortigen Rhythm-and-Blues-Szene in Berührung. Dort traf sie Ike Turner und wurde Teil seiner musikalischen Arbeit; aus Anna Mae Bullock wurde Tina Turner. Mit A Fool in Love gelang 1960 ein früher Erfolg, später folgten Songs wie River Deep - Mountain High, Proud Mary und Nutbush City Limits. Auf der Bühne entwickelte Turner eine Präsenz, die sich nicht allein aus Lautstärke erklärte. Ihre Stimme war rau, beweglich und direkt; ihre Performance verband Präzision mit körperlicher Energie.

Tina Turner 1972 auf der Bühne in Hamburg
Tina Turner 1972 auf der Bühne in Hamburg. Foto: Heinrich Klaffs, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Erfolg und ein schwieriger Bruch

Die Zusammenarbeit mit Ike Turner brachte Tina Turner internationale Aufmerksamkeit, war privat aber von Gewalt und Kontrolle belastet. Diese Zeit erklärt den späteren Neuanfang, soll aber nicht den ganzen Blick auf sie bestimmen. Turner trennte sich 1976 von Ike Turner, die Scheidung wurde 1978 rechtskräftig. Sie behielt den Künstlernamen Tina Turner und begann, sich als Solokünstlerin neu zu behaupten. Dieser Schritt war nicht nur ein privater Einschnitt, sondern auch eine künstlerische Neuordnung: Sie musste Publikum, Plattenfirmen und Bühnen erneut für sich gewinnen.

Private Dancer und das große Comeback

Der Wendepunkt kam in den 1980er-Jahren. Mit dem Album Private Dancer, veröffentlicht 1984, gelang Tina Turner der internationale Durchbruch als Solokünstlerin. What's Love Got to Do with It wurde zu ihrem ersten Nummer-eins-Hit in den USA und zu einem der bekanntesten Songs ihrer Karriere. Bei den Grammy Awards 1985 wurde dieser Erfolg auch institutionell sichtbar. Turner war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr die Sängerin, die an eine frühere Revue erinnert wurde, sondern eine eigenständige Pop- und Rockfigur mit neuem Sound, neuer Bildsprache und einer Stimme, die Erfahrung hörbar machte.

Tina Turner 1984 bei einem Konzert in Cardiff
Tina Turner 1984 bei einem Konzert in St David's Hall in Cardiff. Foto: TimDuncan, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Weltstar zwischen Rock, Pop und Film

Nach Private Dancer blieb Tina Turner international präsent. Sie sang Songs wie We Don't Need Another Hero, spielte 1985 in Mad Max Beyond Thunderdome und füllte mit ihren Tourneen große Hallen und Stadien. Ihre Konzerte lebten von einer seltenen Balance: Sie wirkten kontrolliert und zugleich unmittelbar. Turner stand nicht für eine fragile Nostalgie, sondern für eine Bühnenenergie, die auch in den späten 1980er- und 1990er-Jahren zeitgemäß blieb. Gerade in Europa fand sie ein besonders großes Publikum.

Tina Turner 1990 bei einem Konzert in Lille
Tina Turner am 19. Oktober 1990 bei einem Konzert in Lille. Foto: Pierre André, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Zahlen ihrer Karriere

Tina Turners Lebenswerk lässt sich nicht auf Auszeichnungen reduzieren, doch einige Daten zeigen die Breite ihrer Wirkung:

  • 8 Grammy Awards und weitere Grammy-Ehrungen
  • Rock and Roll Hall of Fame: Aufnahme mit Ike Turner 1991 und als Solokünstlerin 2021
  • Private Dancer als internationaler Solo-Durchbruch
  • What's Love Got to Do with It als einer ihrer wichtigsten Welthits
  • jahrzehntelange Bühnenkarriere von den 1950er-Jahren bis zur 50th Anniversary Tour

Diese Zahlen erzählen von Erfolg, aber auch von Dauer. Turner blieb nicht wegen eines einzelnen Moments im kulturellen Gedächtnis, sondern weil sie sich mehrfach neu zeigte, ohne ihre stimmliche und körperliche Direktheit zu verlieren.

Schweiz, Erwin Bach und die späten Jahre

In den späteren Jahren wurde die Schweiz zu Tina Turners Lebensmittelpunkt. Sie lebte mit Erwin Bach in Küsnacht am Zürichsee und nahm 2013 die Schweizer Staatsbürgerschaft an. Im selben Jahr feierten Turner und Bach ihre Hochzeit. Ihre öffentlichen Auftritte wurden seltener, doch ihre Bedeutung wuchs weiter: durch Erinnerungen an ihre Konzerte, durch ihre Autobiografien, durch die Verfilmung ihrer Lebensgeschichte und durch das Musical über ihr Leben. In diesen Jahren wurde besonders sichtbar, dass sie nicht nur als Sängerin verehrt wurde, sondern als Künstlerin, die vielen Menschen ein Bild von Stärke und Selbstbestimmung gab.

Tina Turner 2009 bei der 50th Anniversary Tour in Birmingham
Tina Turner 2009 bei der 50th Anniversary Tour in Birmingham. Foto: Philip Spittle, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Abschied und Vermächtnis

Am 24. Mai 2023 starb Tina Turner im Alter von 83 Jahren in Küsnacht. Die Reaktionen auf ihren Tod kamen aus der Musik, aus der Politik, von Weggefährten und von Menschen, die ihre Lieder mit eigenen Lebensphasen verbanden. Tina Turner bleibt als Stimme, Performerin und kulturelle Figur in Erinnerung: als Künstlerin, die Soul, Rock und Pop zusammenführte, als Frau, die ihre Karriere nach schweren Einschnitten neu aufbaute, und als Mensch, dessen Präsenz auf der Bühne unmittelbar blieb. Ihr Vermächtnis liegt in Songs, in Bildern von Bewegung und Licht, aber auch in der Klarheit, mit der sie ihr eigenes Leben später selbst erzählte.

Lebensstationen

7 Ereignisse

Geboren in Brownsville

1939

Anna Mae Bullock wird in Brownsville, Tennessee, geboren und wächst in Nutbush auf.

Neuanfang nach der Scheidung

1978

Mit der rechtskräftigen Scheidung von Ike Turner beginnt Tina Turner, ihre Karriere als Solokünstlerin neu aufzubauen.

Private Dancer erscheint

1984

Das Album Private Dancer wird veröffentlicht und macht Tina Turner weltweit als Solokünstlerin erfolgreich.

Grammy-Erfolg für What's Love Got to Do with It

1985

Bei den Grammy Awards gewinnt Tina Turner wichtige Auszeichnungen für ihren großen Solo-Hit.

Hochzeit mit Erwin Bach

2013

Tina Turner und Erwin Bach feiern ihre Hochzeit in Küsnacht in der Schweiz.

Solo-Ehrung in der Rock and Roll Hall of Fame

2021

Tina Turner wird als Solokünstlerin in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Gestorben in Küsnacht

2023

Tina Turner stirbt im Alter von 83 Jahren in Küsnacht bei Zürich.

Todesanzeige

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Stammbaum

  • Ike Turner
  • Raymond Hill
  • Ronnie Turner
  • Raymond Craig Turner
  • Ike Turner, Jr.

Tina Turner (geb. Anna Mae Bullock). Für immer unvergessen.