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Walter Scheel
Foto: Unknown author Unknown author
CC BY-SA 3.0 deAusschnittCommons

Gedenkseite von Walter Scheel

8. Juli 1919 – 24. Aug. 2016(97 Jahre)Sterbeort:Bad Krozingen, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

Deutscher Politiker; MdB, Bundesminister, Vizekanzler, 4. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

Gedenkkerzen

2 Kerzen

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Walter Scheel.

Emoria

24. August 2026

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Walter Scheel.

Emoria

8. Juli 2026

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Biografie

Kinder

3

Religion

Evangelische Kirche in Deutschland

Grabstätte

Waldfriedhof Zehlendorf

Auszeichnungen(9)

KarlspreisEhrenbürger von BerlinVerdienstorden des Landes Nordrhein-WestfalenCollane des IsabellenordensOrden wider den tierischen ErnstGroßkreuz des Verdienstordens der Italienischen RepublikEhrenbürgerschaftReinhold-Maier-MedailleGroßkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Partner(1)

Mildred Scheel

Ausbildung(1)

Gymnasium Schwertstraße Solingen

Walter Scheel (* 8. Juli 1919 in Höhscheid, heute Solingen; gestorben am 24. August 2016 in Bad Krozingen) war ein deutscher FDP-Politiker. Er war Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Außenminister, Vizekanzler und von 1974 bis 1979 der vierte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Besonders eng ist sein Name mit der sozialliberalen Koalition und der neuen Ostpolitik verbunden.

Herkunft, Krieg und Neubeginn

Scheel wurde als Sohn eines Stellmachers im Bergischen Land geboren und machte nach dem Abitur eine Banklehre. Ein geplantes Studium kam wegen des Zweiten Weltkriegs nicht zustande; Scheel leistete Kriegsdienst in der Luftwaffe. Die Deutsche Biographie nennt für diese Jahre auch eine NSDAP-Mitgliedschaft. Nach 1945 arbeitete Scheel in der Wirtschaft und trat 1946 in die FDP ein. Sein politischer Weg begann kommunal in Solingen und führte 1950 in den Landtag Nordrhein-Westfalen.

FDP und Bundestag

1953 wurde Scheel in den Deutschen Bundestag gewählt. Er gehörte zu den liberalen Politikern, die wirtschaftliche Erfahrung mit europäischer Orientierung verbanden. Von 1961 bis 1966 war er Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit. In diesem Amt half er, die Entwicklungspolitik der Bundesrepublik institutionell zu festigen. Innerhalb der FDP wurde Scheel zu einer führenden Figur; von 1968 bis 1974 stand er an der Spitze der Partei.

Außenminister der neuen Ostpolitik

1969 bildeten SPD und FDP unter Willy Brandt die sozialliberale Koalition. Scheel wurde Außenminister und Vizekanzler. In dieser Rolle war er an der neuen Ostpolitik beteiligt, die das Verhältnis zur Sowjetunion, zu Polen und zur DDR neu ordnete. Der Grundlagenvertrag von 1972 regelte die Beziehungen zwischen Bundesrepublik und DDR auf eine neue Grundlage. Diese Politik war innenpolitisch umstritten, wurde aber zu einem zentralen Teil der Entspannungspolitik der Bundesrepublik.

Kurzzeitig Kanzler und Bundespräsident

Nach Willy Brandts Rücktritt im Mai 1974 führte Scheel die Bundesregierung kurzzeitig geschäftsführend, bis Helmut Schmidt zum Bundeskanzler gewählt wurde. Am 15. Mai 1974 wählte ihn die Bundesversammlung zum Bundespräsidenten. Sein Amtsantritt folgte am 1. Juli 1974. Als Staatsoberhaupt trat Scheel zugänglich und repräsentativ auf. Seine volkstümliche Seite, etwa durch die Aufnahme von Hoch auf dem gelben Wagen, machte ihn vielen Menschen bekannt; politisch blieb sein Amt vor allem durch Repräsentation, Auslandsreisen und Reden geprägt.

Späte Jahre und Tod

Nach dem Ende seiner Amtszeit 1979 blieb Scheel in Stiftungen, europäischen Zusammenhängen und wirtschaftlichen Funktionen aktiv. Er wurde Ehrenvorsitzender der FDP. Walter Scheel starb am 24. August 2016 in Bad Krozingen. Seine politische Biografie steht für einen Abschnitt der Bonner Republik, in dem liberale Politik zwischen Wirtschaft, Europa, Entwicklungspolitik und Entspannungspolitik eine prägende Rolle spielte.

Lebensstationen

7 Ereignisse

Geboren in Solingen

1919

Walter Scheel wird in Höhscheid, heute ein Stadtteil von Solingen, geboren.

In den Bundestag gewählt

1953

Scheel wird Mitglied des Deutschen Bundestages und bleibt dort bis zu seiner Wahl zum Bundespräsidenten.

Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit

1961

Im Kabinett Adenauer übernimmt Scheel das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Außenminister und Vizekanzler

1969

In der Regierung Willy Brandt wird Scheel Bundesaußenminister und Vizekanzler.

Grundlagenvertrag unterzeichnet

1972

Während der Brandt-Scheel-Regierung wird der Grundlagenvertrag zwischen Bundesrepublik und DDR unterzeichnet.

Zum Bundespräsidenten gewählt

1974

Die Bundesversammlung wählt Walter Scheel im ersten Wahlgang zum vierten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

Gestorben in Bad Krozingen

2016

Walter Scheel stirbt im Alter von 97 Jahren in Bad Krozingen.

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Stammbaum

  • Mildred Scheel

Ruhestätte

Waldfriedhof Zehlendorf

Wasgensteig 30, 14129 Berlin, Deutschland

Zum Friedhof

Walter Scheel. Für immer unvergessen.