

Gedenkseite von Winston Churchill (geb. Winston Leonard Spencer Churchill)
Britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts und Literaturnobelpreisträger
Gedenkkerzen
Kondolenzbuch
0 Einträge
Erinnerungen
45 Erinnerungen

Главы Объединённых наций - И.В. Сталин, Ф.Д. Рузвельт и У. Черчилль в дни Тегеранской конференции

Joseph Stalin, Franklin D Roosevelt and Winston Churchill, in Teheran, 1943, edit

A poster quoting Churchill's words on the pilots of the Battle of Britain

Winston Churchill at Coventry Cathedral cph.3a18421

Consuelo and Winston Churchill at Blenheim

Winston wears helmet during air raid warning

Casablanca-Conference

Churchill meets Franklin D. Roosevelt and and Elliott R. at the Atlantic Conference, aboard the USS Augusta (CA-31).

Franklin D. Roosevelt, Chiang Kai-shek, and Winston Churchill at the Cairo Conference, 1943.

Winston Churchill at Livadia Palace, Yalta in the Crimea, Soviet Union. February 9, 1945. US Army Photograph

Clementine Ogilvy Spencer-Churchill and Winston Churchill, published 4 October 1913.

Second-Lieutenant Winston Churchill in the 4th Queen's Own Hussars in India, 1896
Biografie
Winston Churchill (* 30. November 1874 in Blenheim Palace, Oxfordshire; gestorben am 24. Januar 1965 in London) war ein britischer Politiker, Soldat, Journalist, Schriftsteller und zweimal Premierminister des Vereinigten Königreichs. Seine größte historische Rolle lag in den Jahren 1940 bis 1945, als er Großbritannien durch die existenziell bedrohliche Phase des Zweiten Weltkriegs führte. Er war aber keine einfache Heldenfigur: Sein Leben verbindet Mut, Sprache und politische Energie mit schweren Fehlentscheidungen, imperialen Überzeugungen und bis heute umstrittenen Positionen.

Herkunft, Armee und Schreiben
Churchill wurde in eine aristokratische Familie geboren. Nach Harrow und Sandhurst begann er eine militärische Laufbahn, suchte aber früh die Öffentlichkeit: Er berichtete aus Kuba, Indien, dem Sudan und Südafrika. Seine Flucht aus der Gefangenschaft während des Burenkriegs machte ihn in Großbritannien bekannt. Schon in dieser frühen Phase zeigte sich ein Muster, das sein ganzes Leben prägte: Churchill wollte handeln, schreiben, deuten und selbst Teil der Geschichte sein.
Aufstieg in der Politik
1900 zog Churchill ins Unterhaus ein. Er begann als Konservativer, wechselte 1904 zu den Liberalen und kehrte später wieder zu den Konservativen zurück. In den Regierungen vor dem Ersten Weltkrieg arbeitete er an Sozialreformen mit, wurde Innenminister und 1911 Erster Lord der Admiralität. Er war ehrgeizig, brillant im Auftritt und oft riskant im Urteil. Die Dardanellen- und Gallipoli-Operation von 1915, die er stark mitverantwortete, scheiterte katastrophal. Churchill verlor sein Amt und ging zeitweise als Offizier an die Westfront.
Zwischen den Kriegen
Nach dem Ersten Weltkrieg blieb Churchill ein einflussreicher, aber umstrittener Politiker. Als Schatzkanzler entschied er 1925 die Rückkehr zum Goldstandard mit, was später als schwere wirtschaftspolitische Fehlentscheidung galt. In den 1930er Jahren stand er häufig außerhalb der Machtzentren. Seine Warnungen vor dem Nationalsozialismus erwiesen sich als vorausschauend, seine Haltung zu Indien und zum britischen Empire blieb dagegen hart, kolonial und aus heutiger Sicht tief problematisch. Gerade diese Gleichzeitigkeit gehört zu einer ehrlichen Biografie: Churchill konnte in einer historischen Frage klarer sehen als viele andere und in anderen Fragen blind bleiben.
Premierminister im Zweiten Weltkrieg
Am 10. Mai 1940 wurde Churchill Premierminister. Deutschland griff an diesem Tag Belgien, Luxemburg und die Niederlande an; Frankreich stand kurz vor dem Zusammenbruch. Churchill bildete eine Koalitionsregierung und verband politische Entschlossenheit mit einer Sprache, die Angst nicht leugnete, sondern in Durchhaltewillen verwandelte. Seine Reden ersetzten keine Panzer, Flugzeuge oder Bündnisse, aber sie halfen, der britischen Öffentlichkeit die Lage ohne Beschönigung zuzumuten.

Bündnisse und Entscheidungen
Churchills Kriegspolitik beruhte auf Bündnissen: mit dem britischen Commonwealth, später mit den USA und nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion auch mit Stalin. Die Atlantik-Charta von 1941 mit Franklin D. Roosevelt formulierte Grundsätze für eine Nachkriegsordnung, stand aber zugleich im Widerspruch zur Realität des britischen Empire. Auch während des Krieges blieben Entscheidungen moralisch schwer belastet. Die Bengalische Hungersnot von 1943, britische Prioritäten bei Schifffahrt und Versorgung sowie Churchills Äußerungen über Indien gehören zu den dunkelsten und am stärksten diskutierten Kapiteln seiner Regierungszeit.
Wahlniederlage und zweite Amtszeit
Nach dem Sieg in Europa 1945 verlor Churchill die Wahl gegen Clement Attlees Labour Party. Für viele Britinnen und Briten war der Krieg gewonnen, aber die Nachkriegsordnung sollte sozialer und moderner werden. Churchill blieb Oppositionsführer und kehrte 1951 ins Amt zurück. Seine zweite Amtszeit war weniger prägend als die erste. Er akzeptierte wesentliche Teile des neuen Wohlfahrtsstaates, suchte Entspannung im Kalten Krieg und war gesundheitlich zunehmend geschwächt. 1955 trat er zurück.

Schriftsteller und Nachwirkung
Churchill war nicht nur Politiker, sondern ein außergewöhnlich produktiver Autor. Er schrieb Biografien, Erinnerungen, Geschichtswerke, Reden und Essays. 1953 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Sein Stil war pathetisch, rhythmisch und bewusst historisch; er schrieb oft so, als müsse Gegenwart sofort in Erinnerung verwandelt werden. Das macht seine Texte wirkungsvoll, verlangt aber auch Abstand, denn Churchill erzählte Geschichte häufig aus der Perspektive des Handelnden, der sein eigenes Urteil mitformte.
Abschied
Winston Churchill starb am 24. Januar 1965 in London. Er wurde 90 Jahre alt und erhielt ein Staatsbegräbnis. Seine Bedeutung liegt nicht in makelloser Größe, sondern in der Widersprüchlichkeit einer außergewöhnlichen politischen Laufbahn: Er stand 1940 für Widerstand gegen Hitler, prägte die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg mit seinen Worten und blieb zugleich ein Mann des Empire, dessen blinde Flecken und Entscheidungen nicht geglättet werden dürfen. Eine gute Erinnerung an Churchill muss beides aushalten.
Lebensstationen
15 EreignisseGeboren in Blenheim Palace
1874Winston Leonard Spencer Churchill wird in Blenheim Palace in Oxfordshire geboren.
Armee und frühe Reportagen
1895Nach Sandhurst tritt Churchill in die Kavallerie ein und macht sich zugleich als Kriegsberichterstatter einen Namen.
Einzug ins Unterhaus
1900Churchill wird als Abgeordneter für Oldham ins britische Unterhaus gewählt.
Ehe mit Clementine Hozier
1908Churchill heiratet Clementine Hozier; die Ehe wird zu einem wichtigen privaten und politischen Rückhalt.
Erster Lord der Admiralität
1911Churchill übernimmt die politische Führung der Royal Navy und bereitet sie auf einen europäischen Krieg vor.
Rücktritt nach Gallipoli
1915Nach der gescheiterten Dardanellen- und Gallipoli-Operation verlässt Churchill die Admiralität und dient zeitweise an der Westfront.
Schatzkanzler
1924Churchill wird Chancellor of the Exchequer; seine Rückkehr zum Goldstandard bleibt wirtschaftlich umstritten.
Rückkehr zur Admiralität
1939Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wird Churchill erneut Erster Lord der Admiralität.
Premierminister im Krieg
1940Churchill bildet eine nationale Koalitionsregierung und übernimmt zugleich das Verteidigungsministerium.
Atlantik-Charta
1941Churchill und Franklin D. Roosevelt verständigen sich auf Grundsätze für die Kriegsziele und die Nachkriegsordnung.
Wahlniederlage
1945Nach dem Kriegsende verliert Churchill die Unterhauswahl gegen Clement Attlees Labour Party.
Zweite Amtszeit
1951Churchill wird erneut Premierminister, nun in einer deutlich veränderten Nachkriegszeit.
Nobelpreis für Literatur
1953Churchill erhält den Nobelpreis für Literatur für historische und biografische Darstellung sowie seine Redekunst.
Rücktritt als Premierminister
1955Churchill tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück; Anthony Eden folgt ihm im Amt.
Gestorben in London
1965Winston Churchill stirbt im Alter von 90 Jahren in London.
Traueranzeige
Noch keine Traueranzeige
Zu dieser Gedenkseite wurde noch keine Traueranzeige hochgeladen. Wenn du Angehörige:r bist und eine hochladen möchtest, kannst du dich als Inhaber dieser Gedenkseite registrieren und sie anschließend ergänzen.
Stammbaum
- Clementine Churchill
- Marigold Frances Churchill
- Mary Soames
- Diana Churchill
Winston Churchill (geb. Winston Leonard Spencer Churchill). Für immer unvergessen.