

Gedenkseite von Wolfgang Becker
Deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor
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Emoria
5. April 2026
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Biografie
Wolfgang Becker (* 22. Juni 1954 in Hemer; gestorben am 12. Dezember 2024 in Berlin) war ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. International bekannt wurde er durch Good Bye, Lenin!, eine Tragikomödie über Familie, Erinnerung, politische Umbrüche und die Nachwendezeit.
Ausbildung und frühe Filme
Becker studierte Germanistik, Geschichte und Amerikanistik an der Freien Universität Berlin und wechselte danach an die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin. Sein Abschlussfilm Schmetterlinge wurde international ausgezeichnet, unter anderem mit einem Student Academy Award. Schon in seinen frühen Arbeiten verband Becker genaue Beobachtung mit einem Sinn für Timing, Komik und leise Melancholie.
X Filme und Das Leben ist eine Baustelle
1994 gründete Becker gemeinsam mit Tom Tykwer, Dani Levy und Stefan Arndt die Produktionsfirma X Filme Creative Pool. Dieses Umfeld prägte das deutsche Autorenkino der 1990er-Jahre. Mit Das Leben ist eine Baustelle erzählte Becker 1997 eine Berliner Gegenwartsgeschichte, in der private Unsicherheit, Krankheit, Liebe und städtischer Alltag nebeneinanderstehen.
Good Bye, Lenin!
2003 kam Good Bye, Lenin! in die Kinos. Der Film erzählt von Alex, der seiner aus dem Koma erwachten Mutter den Zusammenbruch der DDR verheimlichen will. Becker entwickelte daraus ein Spiel mit Bildern, Fürsorge, Selbsttäuschung und politischer Erinnerung. Der Film erreichte ein großes Publikum, wurde in vielen Ländern gezeigt und erhielt unter anderem den Europäischen Filmpreis als bester Film.
Blick auf Geschichte
Beckers Filme interessieren sich für Menschen, die mit brüchigen Lebensentwürfen umgehen. In Good Bye, Lenin! geht es um die Frage, wie Geschichte in Wohnungen, Familiengesprächen, Nachrichtenbildern und Alltagsgegenständen weiterlebt. Der Humor bleibt dabei eng mit Verlust verbunden. Genau diese Mischung machte Beckers Kino zugänglich, ohne seinen Figuren Würde zu nehmen.
Späte Arbeit und Tod
Nach Good Bye, Lenin! arbeitete Becker weiter für Kino und Fernsehen, blieb aber mit wenigen Projekten präsent. Er starb am 12. Dezember 2024 in Berlin nach schwerer Krankheit. Er wurde 70 Jahre alt. Sein Andenken bleibt mit einem Kino verbunden, das politische Umbrüche über Nähe, Familienbilder und genaue Details des Alltags erzählt.
Lebensstationen
3 EreignisseGeboren in Hemer
1954Wolfgang Becker wird in Hemer in Nordrhein-Westfalen geboren.
Kinostart von Good Bye, Lenin!
2003Good Bye, Lenin! startet in Deutschland und wird Beckers bekanntester Film.
Gestorben in Berlin
2024Wolfgang Becker stirbt im Alter von 70 Jahren in Berlin.
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Wolfgang Becker. Für immer unvergessen.