

Italienische Schauspielerin
Alessandra Panaro (* 14. Dezember 1939 in Rom; gestorben am 1. Mai 2019 in Genf) war eine italienische Schauspielerin. Sie begann ihre Filmkarriere Mitte der 1950er-Jahre und wurde durch Dino Risis Komödien um Poveri ma belli einem breiten Publikum vertraut. Später spielte sie auch in Luchino Viscontis Rocco e i suoi fratelli und in zahlreichen weiteren italienischen und internationalen Produktionen.
Panaro wurde in Rom geboren und erhielt Schauspielunterricht bei Teresa Franchini. Schon als Jugendliche stand sie vor der Kamera. Zu ihren frühen Arbeiten gehörten Il barcaiolo di Amalfi, Destinazione Piovarolo und weitere Rollen in italienischen Produktionen der 1950er-Jahre. Ihre Laufbahn begann in einer Zeit, in der das italienische Kino zwischen Nachkriegserzählungen, populärer Komödie und neuem Stadtgefühl wechselte.
Mit Poveri ma belli erreichte Panaro 1957 viele Kinobesucherinnen und Kinobesucher. Sie spielte Anna Maria, die Schwester einer der beiden jungen männlichen Hauptfiguren. Der Film zeigte Rom, Jugend, Flirt, Familie und kleine soziale Hoffnungen in einem leichten Ton. Panaro und Lorella De Luca setzten ihre Rollen in Belle ma povere und Poveri milionari fort und wurden eng mit dieser Trilogie verbunden.
Ende der 1950er-Jahre trat Panaro zusammen mit Lorella De Luca auch im RAI-Programm Il Musichiere auf. Im Kino folgten Arbeiten mit Regisseuren wie Carlo Ludovico Bragaglia, Alessandro Blasetti, Dino Risi und Luchino Visconti. In Lazzarella spielte sie eine Titelrolle; in Rocco e i suoi fratelli war sie als Verlobte von Ciro zu sehen.
In den 1960er-Jahren wirkte Panaro in Abenteuerfilmen, Historienstoffen und Koproduktionen mit, darunter Ursus nella valle dei leoni, Il segreto dello sparviero nero, Il conquistatore di Corinto, Son of Captain Blood und Der Schatz der Azteken. Diese Rollen führten sie in ein Kino, das italienische Studios, europäische Märkte und internationale Verwertung miteinander verband.
Panaro war zunächst mit dem Bankier Jean-Pierre Sabet verheiratet, der 1983 starb. 1992 heiratete sie den Schauspieler Giancarlo Sbragia; er starb 1994. Später lebte sie in Genf. Auch im Alter blieb sie gelegentlich filmisch präsent; ihr später Film La notte è piccola per noi kam 2019 heraus.
Alessandra Panaro starb am 1. Mai 2019 in Genf. Sie wurde 79 Jahre alt. Ihre Laufbahn verbindet römische Komödie der 1950er-Jahre, frühe italienische Fernsehunterhaltung, Viscontis Gesellschaftsdrama und europäische Genrefilme der 1960er-Jahre.