

Deutscher Fußballspieler
Dieter Herzog (* 15. Juli 1946 in Oberhausen; gestorben am 20. November 2025) war ein deutscher Fußballspieler. Der Linksaußen wurde 1974 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister und prägte auf Vereinsebene vor allem Fortuna Düsseldorf und Bayer 04 Leverkusen.
Herzog begann bei Vereinen im Ruhrgebiet, unter anderem bei der Spielvereinigung Sterkrade, dem VfB Bottrop und Hamborn 07. 1970 wechselte er zu Fortuna Düsseldorf. Dort entwickelte er sich auf der linken Seite zu einem schnellen, dribbelstarken Spieler und half dem Verein 1971 beim Aufstieg in die Bundesliga.
In Düsseldorf spielte Herzog sechs Jahre und kam in dieser Zeit auf mehr als 250 Pflichtspiele für die Fortuna. Zwischen August 1970 und November 1974 absolvierte er eine lange Serie von Punktspielen ohne Unterbrechung. Mit der Fortuna belegte er 1973 und 1974 jeweils den dritten Platz in der Bundesliga.
1974 berief Bundestrainer Helmut Schön Herzog in die Nationalmannschaft. Bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land wurde er in der zweiten Finalrunde gegen Jugoslawien und Schweden eingesetzt. Deutschland gewann beide Spiele und wurde am 7. Juli 1974 in München Weltmeister. Insgesamt trug Herzog fünfmal das Trikot der A-Nationalmannschaft.
1976 wechselte Herzog von Düsseldorf zu Bayer 04 Leverkusen. Der Schritt zum damaligen Zweitligisten überraschte viele, passte aber zu Herzogs Wunsch nach sportlicher Aufgabe und beruflicher Perspektive. In Leverkusen wurde er Kapitän, stieg 1979 mit dem Verein in die Bundesliga auf und blieb dem Klub nach seiner Spielerlaufbahn als Scout verbunden.
Herzog beendete seine Profikarriere 1983. Bayer 04 Leverkusen, Fortuna Düsseldorf und der DFB würdigten ihn nach seinem Tod als Spieler, Kollegen und Teil der deutschen Weltmeistermannschaft von 1974. Dieter Herzog starb am 20. November 2025 im Alter von 79 Jahren.