
Ellen Schwiers (* 11. Juni 1930 in Stettin; gestorben am 26. April 2019 am Starnberger See) war eine deutsche Schauspielerin und Regisseurin. Sie arbeitete über Jahrzehnte auf Theaterbühnen, in Film und Fernsehen und blieb bis ins hohe Alter mit der Bühne verbunden.
Schwiers wurde als Tochter des Schauspielers Lutz Schwiers geboren. Das Theater gehörte früh zu ihrem Alltag. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann sie ihre Laufbahn auf der Bühne, unter anderem in Koblenz und Göttingen. In Zürich wirkte sie an Uraufführungen von Stücken Friedrich Dürrenmatts und Max Frischs mit. Diese Arbeit verankerte sie in einem Theater, das sprachliche Genauigkeit und starke Präsenz verlangte.
Seit den 1950er-Jahren stand Schwiers auch vor der Kamera. Sie spielte in Kinofilmen, Fernsehspielen und Serien, darunter 08/15, Der letzte Zeuge, Tatort, Derrick, Der Bulle von Tölz und später 3096 Tage. Ihre Rollen reichten von markanten Nebenfiguren bis zu Frauen, die Härte, Wärme oder Verletzlichkeit ohne große Erklärung zeigten.
Bei den Salzburger Festspielen trat Schwiers als Buhlschaft in Jedermann auf. 1982 gründete sie mit ihrer Familie das Tourneetheater Das Ensemble. Nach dem Tod ihres Mannes Peter Jacob führte sie diese Arbeit weiter. Sie stand auf der Bühne und organisierte zugleich Theaterbetrieb, Gastspiele und Rollen für mehrere Generationen ihrer Familie.
Schwiers spielte bis in ihre Achtziger. Noch mit 84 stand sie gemeinsam mit ihrer Tochter Katerina Jacob und ihrem Bruder Holger Schwiers in Altweiberfrühling auf der Bühne. 2015 verabschiedete sie sich nach rund sieben Jahrzehnten von der Bühne. Dieser Abschied war kein Bruch mit dem Theater, sondern das Ende einer körperlich fordernden Laufbahn.
Ellen Schwiers starb am 26. April 2019 nach langer Krankheit in ihrem Haus am Starnberger See. Sie wurde 88 Jahre alt. Ihr Werk verbindet Nachkriegstheater, Fernsehgeschichte und eine Familienform des Theaters, die sie über viele Jahre selbst mittrug.