
München
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Hannelore Elsner (* 26. Juli 1942 in Burghausen an der Salzach; gestorben am 21. April 2019 in München) war eine deutsche Schauspielerin und Sprecherin. Sie arbeitete über sechs Jahrzehnte für Theater, Film, Fernsehen und Hörproduktionen. Ihr Weg führte von frühen Unterhaltungsfilmen über lange Fernsehpräsenz bis zu Rollen, die ihr im späteren Werk neue Aufmerksamkeit brachten.
Geboren wurde sie als Hannelore Elstner. Nach ihrer Schauspielausbildung in München spielte sie an Bühnen in München und Berlin, darunter an den Münchner Kammerspielen. Ende der 1950er-Jahre begann sie vor der Kamera zu arbeiten. In den 1960er- und 1970er-Jahren war sie in vielen Unterhaltungsfilmen zu sehen, später auch in Arbeiten von Regisseuren wie Edgar Reitz und Alf Brustellin. Aus dieser Zeit nahm sie Erfahrung, Präsenz und ein genaues Gefühl für Rollen mit, die zwischen Leichtigkeit und Verletzlichkeit wechseln.
Ab den 1970er-Jahren wurde das Fernsehen ein fester Teil ihrer Arbeit. Sie spielte in Serien und Fernsehfilmen und erreichte mit Die Kommissarin ein besonders breites Publikum. Von 1994 bis 2006 verkörperte sie die Frankfurter Ermittlerin Lea Sommer in mehr als sechzig Folgen. Die Figur war selbstbewusst, elegant, manchmal kühl und doch nahbar. Elsner spielte sie mit Kontrolle, Eigensinn und sichtbarer Lebenserfahrung.
Um 2000 verschob sich der Blick auf Hannelore Elsner noch einmal deutlich. In Oskar Roehlers Die Unberührbare spielte sie die Schriftstellerin Hanna Flanders, eine Figur, die an Gisela Elsner angelehnt ist. Der Film verbindet politische Enttäuschung, persönliche Einsamkeit und die Suche nach einem letzten Halt nach dem Ende der DDR. Elsners Spiel war konzentriert, spröde und genau. Für diese Rolle erhielt sie 2000 den Deutschen Filmpreis.
Auch danach blieb sie stark beschäftigt. In Mein letzter Film stand sie fast allein im Zentrum einer Erzählung über Abschied, Erinnerung und Selbstbild; dafür wurde sie 2003 erneut mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Sie spielte in Dani Levys Alles auf Zucker!, in Doris Dörries Kirschblüten - Hanami und später wieder in Kirschblüten & Dämonen. Rollen wie diese zeigten eine Schauspielerin, die Alter, Widerspruch, Komik und Schmerz nicht voneinander trennte.
Neben zwei Deutschen Filmpreisen erhielt Hannelore Elsner unter anderem das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, den Bayerischen Verdienstorden, Ehrenpreise beim Bayerischen Filmpreis und beim Hessischen Film- und Kinopreis sowie 2016 den Askania Award. Die Auszeichnungen erzählen einen Teil ihres Weges. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer kannten ihre Stimme, ihre Haltung und die besondere Spannung zwischen Nähe und Distanz, die sie in sehr unterschiedliche Rollen brachte.
Hannelore Elsner starb am 21. April 2019 in München. Sie wurde 76 Jahre alt. Zurück bleibt ein Werk, das populäres Fernsehen, Autorenfilm, Komödie, Drama und späte Charakterrollen miteinander verbindet.
bis 1966
bis 2000