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Gedenkseite von Jakob Mitterhöfer
Jakob Mitterhöfer
Foto: Steyler Missionare Maria Enzersdorf
CC BY 2.0 atAusschnittCommons

Gedenkseite von Jakob Mitterhöfer

6. Sept. 1936 – 9. Mai 2026(89 Jahre)Sterbeort:Maria Enzersdorf, Bezirk Mödling

Österreichischer katholischer Geistlicher und Missionswissenschaftler

Gedenkkerzen

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Maria Zettl-Berthold

21. Mai 2026

Kondolenzbuch

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Erinnerungen

3 Erinnerungen

Lange NachtdK Hinterbrühl2015 6078

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Pater Jakob Mitterhöfer anlässlich des Erntedankfestes im Oktober 2012 in der Hinterbrühl

Pater Jakob Mitterhöfer anlässlich des Erntedankfestes im Oktober 2012 in der Hinterbrühl

Lange Nacht der Kirchen 2022 in der Pfarrkirche Hinterbrühlam 10. Juni 2022 - Altpfarrer Jakob Mitterhöfer

Lange Nacht der Kirchen 2022 in der Pfarrkirche Hinterbrühlam 10. Juni 2022 - Altpfarrer Jakob Mitterhöfer

Biografie

Jakob Mitterhöfer SVD (* 6. September 1936 in Forchtenstein; gestorben am 9. Mai 2026 in St. Gabriel) war ein österreichischer römisch-katholischer Priester, Steyler Missionar, Missionswissenschaftler und Seelsorger. Er wirkte 28 Jahre als Generalsekretär der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, lehrte Dogmatik und Missiologie und war später Pfarrer in Hinterbrühl und Maria Enzersdorf-Südstadt.

Jakob Mitterhöfer beim Erntedankfest in Hinterbrühl 2012
Jakob Mitterhöfer beim Erntedankfest in Hinterbrühl 2012. Foto: Karl Gruber, CC BY 3.0 AT, via Wikimedia Commons

Forchtenstein, St. Gabriel und Rom

Mitterhöfer stammte aus Forchtenstein in der Diözese Eisenstadt. 1956 trat er in die Gesellschaft des Göttlichen Wortes ein. Er studierte in St. Gabriel und Rom und wurde 1963 in Rom zum Priester geweiht. 1968 promovierte er an der Päpstlichen Universität Gregoriana zum Doktor der Theologie. Diese Verbindung aus Ordensleben, römischer Ausbildung und missionarischem Horizont blieb die Grundlage seines weiteren Weges.

Missionswerke und Lateinamerika

Von 1966 bis 1994 war Mitterhöfer Generalsekretär der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, später Missio. In dieser Zeit reiste er viel, besonders nach Lateinamerika. Dort begegnete er der Basiskirche und der Theologie der Befreiung, deren Anliegen er in Österreich bekannt machte. Für ihn bedeutete Mission nicht nur Entsendung, sondern Austausch: Kirche sollte lernen, zuhören und soziale Wirklichkeit ernst nehmen.

Lehre und Theologie

Von 1996 bis 2002 wirkte Mitterhöfer an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Gabriel als Dozent, Hochschulprofessor und Dekan. Er lehrte Dogmatik, Missiologie und interkulturelle Theologie; zudem dozierte er an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und an der Hochschule Heiligenkreuz. Seine Themen verbanden Glaubenslehre, Weltkirche, Ökumene und die Frage, wie Theologie in unterschiedlichen Kulturen Sprache findet.

Pfarrer in Hinterbrühl und Südstadt

Von 2003 bis 2013 war Mitterhöfer Pfarrer in Hinterbrühl und Maria Enzersdorf-Südstadt. Die Pfarre Hinterbrühl beschrieb ihn später als umsichtigen und einfühlsamen Seelsorger, der viele Menschen mit Namen kannte. Seine Art war geprägt von Vertrauen in Laien, Humor und einem weiten Blick. Gerade in der Gemeindearbeit zeigte sich, dass seine weltkirchliche Erfahrung nicht abstrakt blieb, sondern in alltägliche Seelsorge übersetzt wurde.

Jakob Mitterhöfer bei der Langen Nacht der Kirchen in Hinterbrühl 2022
Jakob Mitterhöfer bei der Langen Nacht der Kirchen in Hinterbrühl 2022. Foto: Karl Gruber, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Marcello Martini und Erinnerung

In Hinterbrühl verband sich Mitterhöfers Seelsorge auch mit Erinnerungsarbeit. Er setzte sich für das Gedenken an den italienischen KZ-Überlebenden Marcello Martini ein, dessen Asche teilweise an der KZ-Gedenkstätte Hinterbrühl beigesetzt wurde. Mitterhöfer schrieb Martinis Lebensgeschichte unter dem Titel Mit 14 Jahren im KZ. Das Leben des Marcello Martini: Vom Todesmarsch zur Versöhnung auf. Die Arbeit passte zu seinem Verständnis von Kirche: Erinnerung, Versöhnung und Verantwortung gehörten zusammen.

Abschied

Jakob Mitterhöfer starb am Morgen des 9. Mai 2026 in St. Gabriel im 90. Lebensjahr. Das Requiem fand am 18. Mai in der Heilig-Geist-Kirche von St. Gabriel statt; anschließend wurde er auf dem Friedhof von St. Gabriel beigesetzt. Sein Leben führte von Forchtenstein über Rom und die Weltkirche zurück in konkrete Gemeinden, in denen Menschen ihn als Lehrer, Missionar und Pfarrer kannten.

Lebensstationen

9 Ereignisse

Geboren in Forchtenstein

1936

Jakob Mitterhöfer wird in Forchtenstein im Burgenland geboren.

Eintritt bei den Steyler Missionaren

1956

Mitterhöfer tritt der Gesellschaft des Göttlichen Wortes bei.

Priesterweihe in Rom

1963

Nach Studien in St. Gabriel und Rom wird Mitterhöfer in Rom zum Priester geweiht.

Päpstliche Missionswerke

1966

Mitterhöfer wird Generalsekretär der Päpstlichen Missionswerke in Österreich.

Lehre in St. Gabriel

1996

Er wirkt als Dozent, Hochschulprofessor und Dekan an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Gabriel.

Pfarrer in Hinterbrühl und Südstadt

2003

Mitterhöfer übernimmt die Pfarren Hinterbrühl und Maria Enzersdorf-Südstadt.

Gedenken an Marcello Martini

2020

In Hinterbrühl wird die Gedenktafel für den KZ-Überlebenden Marcello Martini enthüllt; Mitterhöfer hat dessen Lebensgeschichte aufgeschrieben.

Gestorben in St. Gabriel

2026

Jakob Mitterhöfer stirbt am Morgen des 9. Mai 2026 im 90. Lebensjahr.

Beisetzung in St. Gabriel

2026

Nach dem Requiem in der Heilig-Geist-Kirche wird Mitterhöfer auf dem Friedhof von St. Gabriel beigesetzt.

Todesanzeige

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Jakob Mitterhöfer. Für immer unvergessen.