
Deutsche Schauspielerin
Karin Baal, geboren als Karin Blauermel (* 19. September 1940 in Berlin; gestorben am 26. November 2024 ebenda), war eine deutsche Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin. Ihre erste Filmrolle in Die Halbstarken machte sie 1956 einem großen Kinopublikum bekannt.
Baal wuchs in Berlin auf und besuchte nach der Schule eine Ausbildung zur Modezeichnerin. Durch eine Suchanzeige kam sie zum Vorsprechen für Georg Tresslers Film Die Halbstarken. Sie erhielt die Rolle der Sissy an der Seite von Horst Buchholz. Der Film zeigte Jugend, Nachkriegsstadt und Aufbegehren mit ungewohnter Direktheit und wurde zu Baals Einstieg in den Film.
Nach Die Halbstarken spielte Baal in weiteren Kinofilmen, darunter Das Mädchen Rosemarie, Der Jugendrichter und Die junge Sünderin. Sie wurde häufig für Figuren besetzt, die zwischen Verletzlichkeit, Trotz und Selbstbehauptung standen. Diese frühen Rollen prägten ihr öffentliches Bild, ohne ihre spätere Arbeit vollständig zu bestimmen.
Baal arbeitete über Jahrzehnte auch für Bühne und Fernsehen. Sie trat in Serien, Fernsehfilmen und Literaturverfilmungen auf, unter anderem in Produktionen wie Berlin Alexanderplatz und Tatort. Ihre Laufbahn blieb damit nicht auf das Nachkriegskino beschränkt, sondern reichte in mehrere Generationen deutscher Film- und Fernsehgeschichte.
2018 erhielt Karin Baal den erstmals vergebenen Götz-George-Preis für ihr Lebenswerk. Die Auszeichnung würdigte eine Schauspielerin, deren Laufbahn früh begann und die sich immer wieder in neuen Rollen und Formaten zeigte.
Karin Baal starb am 26. November 2024 in Berlin. Sie wurde 84 Jahre alt. Ihr Name bleibt besonders mit Die Halbstarken, dem Berliner Nachkriegskino und einer langen Arbeit für Film, Fernsehen und Theater verbunden.
bis 1962
bis 1977
bis 2004