

Deutsche Biathletin und Alpinistin
Laila Peak
Steinschlag
Hushe-Tal
Laura Dahlmeier (* 22. August 1993 in Garmisch-Partenkirchen; gestorben am 28. Juli 2025 am Laila Peak in Pakistan) war eine deutsche Biathletin und Bergsteigerin. Sie gewann 2018 in Pyeongchang zwei olympische Goldmedaillen und Bronze und wurde mehrfach Weltmeisterin. Schon 2019 beendete sie ihre Biathlonkarriere. Danach blieb sie dem Sport verbunden, suchte aber stärker die Berge, Ausbildung und neue Aufgaben außerhalb des Weltcups.
Dahlmeier wuchs in Garmisch-Partenkirchen auf, einer Region, in der Wintersport und Berge zum Alltag gehören. Sie kam früh zum Biathlon, entwickelte sich im Nachwuchsbereich schnell und wurde später Teil der deutschen Nationalmannschaft. Ihr Stil war geprägt von Konzentration am Schießstand, Ausdauer auf der Strecke und einer klaren Haltung zu Belastung und Erholung. Sie wirkte nicht wie eine Sportlerin, die jeden Preis der Öffentlichkeit suchte, sondern wie jemand, der Leistung und Selbstbestimmung zusammen dachte.
2017 wurde Dahlmeier bei den Weltmeisterschaften in Hochfilzen zur prägenden Athletin des Turniers. Sie gewann mehrere Titel und den Gesamtweltcup der Saison. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang folgte der Höhepunkt ihrer Karriere: Gold im Sprint am 10. Februar, Gold in der Verfolgung am 12. Februar und Bronze im Einzel. Damit wurde sie international zu einem der bekanntesten Gesichter des Biathlons. Ihre Erfolge beruhten nicht auf Lautstärke, sondern auf Präzision, mentaler Ruhe und konsequenter Vorbereitung.
Am 17. Mai 2019 gab Dahlmeier ihr Karriereende bekannt. Sie war damals 25 Jahre alt. Die Entscheidung wirkte ungewöhnlich, passte aber zu ihrer Haltung: Sie wollte nicht nur Titel verteidigen, sondern ihr Leben selbst gestalten. Danach arbeitete sie unter anderem als TV-Expertin, engagierte sich im Sportumfeld und widmete sich stärker dem Bergsport. Diese zweite Phase war kein Rückzug aus der Öffentlichkeit, sondern eine Verschiebung hin zu anderen Formen von Bewegung, Verantwortung und Naturerfahrung.
Dahlmeier war nach ihrer Biathlonkarriere regelmäßig in den Bergen unterwegs und bildete sich auch in diesem Bereich weiter. Der Bergsport war für sie mehr als ein Ausgleich zum Wettkampf; er verlangte Planung, Risikoabwägung, Teamvertrauen und körperliche Genauigkeit. Diese zweite Phase erklärt ihre Nähe zur Natur nach dem Biathlon, ohne ihre sportliche Laufbahn zu ersetzen.
Laura Dahlmeier starb am 28. Juli 2025 bei einem Bergunfall am Laila Peak im Karakorum in Pakistan. Sie wurde 31 Jahre alt. In der Erinnerung an sie stehen außergewöhnliche sportliche Erfolge neben einer Lebensentscheidung, die früh vom Spitzensport wegführte. Ihr Lebensweg zeigt eine Athletin, die Erfolg ernst nahm, ohne sich vollständig von ihm bestimmen zu lassen.