

Österreichisch-US-amerikanische Erbin von Adele Bloch-Bauer
Beverly Hills
Cisleithanien
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Hillside Memorial Park Cemetery
Maria Altmann, geboren als Maria Viktoria Bloch-Bauer (* 18. Februar 1916 in Wien; gestorben am 7. Februar 2011 in Los Angeles), war eine österreichisch-amerikanische Kunstsammlerin und Erbin der Familie Bloch-Bauer. Bekannt wurde sie durch das Restitutionsverfahren um fünf Gemälde von Gustav Klimt, darunter das Porträt ihrer Tante Adele Bloch-Bauer.
Maria Bloch-Bauer wuchs in einer jüdischen Wiener Familie auf. Ihre Eltern waren Gustav Bloch-Bauer und Therese Bauer; ihre Tante Adele Bloch-Bauer war Förderin der Kunst und Modell für zwei Porträts Gustav Klimts. Die Familie besaß vor 1938 mehrere Werke Klimts. Nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland wurden Eigentum und Kunstbesitz der Familie entzogen.
Maria heiratete den Opernsänger Fritz Altmann. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Österreich floh das Paar aus Wien. Über mehrere Stationen gelangte Maria Altmann in die Vereinigten Staaten. In Kalifornien baute sie sich ein neues Leben auf, wurde amerikanische Staatsbürgerin und führte in Los Angeles ein Geschäft für Kleidung.
In den 1990er-Jahren wurden in Österreich neue Akten zur Herkunft von Kunstwerken zugänglich. Maria Altmann und ihr Anwalt E. Randol Schoenberg verfolgten daraufhin die Rückgabe von Klimt-Gemälden aus der früheren Sammlung Bloch-Bauer. Der Fall betraf Kunstbesitz und die Frage, wie Museen und Staaten mit Eigentum umgehen, das jüdischen Familien unter nationalsozialistischer Verfolgung entzogen wurde.
Am 7. Juni 2004 entschied der Supreme Court der Vereinigten Staaten in Republic of Austria v. Altmann, dass das amerikanische Verfahren gegen Österreich und die Österreichische Galerie weitergeführt werden konnte. Die Entscheidung klärte eine Frage des Foreign Sovereign Immunities Act und öffnete den Weg für eine inhaltliche Prüfung des Anspruchs.
Nach dem Supreme-Court-Verfahren einigten sich die Beteiligten auf ein Schiedsverfahren in Österreich. Am 15. Januar 2006 entschieden drei österreichische Juristen, dass fünf Klimt-Gemälde Maria Altmann und weiteren Erben zuzuordnen seien. Dazu gehörten Adele Bloch-Bauer I, Adele Bloch-Bauer II, Apfelbaum I, Buchenwald und Häuser in Unterach am Attersee. Maria Altmann starb am 7. Februar 2011 in Los Angeles.