

Österreichisch-schweizerische Schauspielerin
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Kärnten
Maria Schell (* 15. Januar 1926 in Wien als Maria Margarete Anna Schell; gestorben am 26. April 2005 in Preitenegg, Kärnten) war eine österreichisch-schweizerische Schauspielerin. Sie wurde in den 1950er-Jahren zu einem der bekanntesten Gesichter des deutschsprachigen Films und arbeitete später auch in Großbritannien, Frankreich, Italien und den USA.
Schell wurde in eine Künstlerfamilie geboren. Ihr Vater Hermann Ferdinand Schell war Schweizer Schriftsteller, ihre Mutter Margarethe Noé von Nordberg Schauspielerin. Nach dem „Anschluss“ Österreichs zog die Familie in die Schweiz. Dort begann Maria Schell früh mit Theater- und Filmarbeit; 1942 stand sie in Steibruch erstmals vor der Kamera.
Nach dem Krieg wurde Schell rasch zu einer Hauptdarstellerin im deutschsprachigen Kino. Filme wie Der Engel mit der Posaune, Dr. Holl und Arbeiten mit O. W. Fischer machten sie einem großen Publikum bekannt. Ihr damaliges Rollenbild war oft auf Gefühle, Verletzlichkeit und moralische Konflikte konzentriert. Schell selbst sah dieses Image später mit Distanz und kommentierte es pointiert.
1954 brachte Die letzte Brücke von Helmut Käutner internationale Aufmerksamkeit. Schell spielte eine deutsche Ärztin, die im Krieg zwischen Fronten und Loyalitäten gerät; in Cannes erhielt sie dafür eine besondere Erwähnung. Es folgten Arbeiten mit Regisseuren wie René Clément, Luchino Visconti, Sacha Guitry und Richard Brooks. Für Gervaise wurde sie 1956 in Venedig ausgezeichnet, und in Hollywood spielte sie unter anderem in The Brothers Karamazov, The Hanging Tree und Cimarron.
In den 1960er- und 1970er-Jahren verlagerte sich Schells Arbeit stärker auf Theater, Fernsehen und ausgewählte Nebenrollen. Sie war in Literaturverfilmungen, internationalen Produktionen und deutschen Fernsehformaten zu sehen. Neben großen Kinorollen gehörten später auch Auftritte in Serien und Fernsehfilmen zu ihrem Werk. Dadurch blieb sie für mehrere Generationen sichtbar, auch als sich das Kino der Nachkriegszeit veränderte.
Schell war zweimal verheiratet, zuerst mit Horst Hächler und später mit Veit Relin. Aus den Ehen gingen ein Sohn und eine Tochter hervor. In den 1990er-Jahren zog sie sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück und lebte auf der Familienalm in Kärnten. Ihr Bruder Maximilian Schell machte ihr Leben 2002 mit dem Dokumentarfilm Meine Schwester Maria noch einmal öffentlich zum Thema.
Maria Schell starb am 26. April 2005 in Preitenegg. Sie wurde 79 Jahre alt. Ihre Karriere prägte das europäische Nachkriegskino mit und war von populärem Erfolg, internationaler Anerkennung und späterer Fernseharbeit gleichermaßen bestimmt.
bis 1988