Hautecombe
Saint-Pierre-de-Curtille


Belgische Adelige, Tochter des belgischen Königs Albert I., letzte Königin von Italien
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Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Marie José von Belgien.
Emoria
4. August 2026
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Marie José von Belgien (* 4. August 1906 in Ostende; gestorben am 27. Januar 2001 in Genf) war eine belgische Prinzessin und 1946 für wenige Wochen Königin von Italien. Als Ehefrau Umbertos II. wurde sie zur letzten Königin des Königreichs Italien.
Marie José war die jüngste Tochter von König Albert I. von Belgien und Königin Elisabeth, einer geborenen Herzogin in Bayern. Sie wuchs in einem belgischen Königshaus auf, das durch den Ersten Weltkrieg und durch internationale Verbindungen geprägt war. Ihre Erziehung umfasste Sprachen, Musik und Reisen; zugleich wurde sie früh in dynastische Erwartungen eingebunden.
Am 8. Januar 1930 heiratete Marie José in Rom den italienischen Kronprinzen Umberto von Savoyen. Die Ehe verband Belgien mit dem italienischen Königshaus und wurde öffentlich stark symbolisch aufgeladen. Aus ihr gingen vier Kinder hervor. Das Leben am Hof der Savoyen blieb für Marie José schwierig, auch weil die italienische Monarchie eng mit der politischen Entwicklung des faschistischen Italien verbunden war.
Marie José galt als eigenständige Stimme im Umfeld des Königshauses. Während Mussolinis Herrschaft stand sie in Kontakt mit antifaschistischen Kreisen; Berichte nennen auch Versuche, über kirchliche und politische Kontakte Verbindungen zu den Alliierten herzustellen. Diese Aktivitäten hatten keine klare politische Machtbasis, zeigen aber, dass sie die Linie des Regimes nicht einfach übernahm. Nach dem Krieg war das Haus Savoyen durch seine Nähe zum Faschismus schwer belastet.
Am 9. Mai 1946 dankte Viktor Emanuel III. ab, und Umberto II. wurde König. Marie José war damit Königin von Italien. Schon am 2. Juni 1946 stimmte Italien in einem Referendum für die Republik; wenige Tage später endete die Monarchie. Der kurze Zeitraum brachte ihr den Beinamen „Mai-Königin“ ein, doch wichtiger ist der politische Hintergrund: Die italienische Monarchie konnte das Vertrauen nach Krieg und Faschismus nicht mehr zurückgewinnen.
Nach dem Ende der Monarchie ging Marie José ins Exil. Umberto lebte überwiegend in Portugal, Marie José später in der Schweiz. Sie widmete sich Reisen, Musik, historischen Studien und Büchern über das Haus Savoyen. 1988 kehrte sie nach Jahrzehnten erstmals wieder nach Italien zurück. Ihr späteres Leben stand weniger im Zeichen politischer Ansprüche als im Abstand zu einer Monarchie, deren Ende sie selbst miterlebt hatte.
Marie José starb am 27. Januar 2001 in Genf. Sie wurde 94 Jahre alt. Ihr Andenken ist mit der letzten Phase der italienischen Monarchie, mit der europäischen Königshausgeschichte und mit einer kurzen Regentschaft verbunden, die in eine grundlegende politische Neuordnung Italiens fiel.
Marie José von Belgien wird in Ostende geboren.
Marie José heiratet in Rom den italienischen Kronprinzen Umberto von Savoyen.
Nach der Abdankung Viktor Emanuels III. wird Umberto II. König und Marie José Königin von Italien.
Italien stimmt in einem Referendum für die Republik und gegen die Monarchie.
Marie José stirbt im Alter von 94 Jahren in Genf.
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Marie José von Belgien. Für immer unvergessen.