

Deutscher Unternehmer, Chef des Hauses Hessen
Castello Reale di Racconigi, Piemont
Moritz Friedrich Karl Emanuel Humbert Prinz und Landgraf von Hessen (* 6. August 1926 auf Schloss Racconigi im Piemont; gestorben am 23. Mai 2013 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Unternehmer und Chef des Hauses Hessen. Er verwaltete Besitz, Sammlungen und Stiftungsaufgaben des Hauses Hessen und machte Schloss Fasanerie bei Fulda zu einem Ort der historischen Vermittlung.
Moritz von Hessen war der Sohn von Philipp Landgraf von Hessen und Mafalda von Savoyen, einer Tochter des italienischen Königs Viktor Emanuel III. Seine ersten Lebensjahre verbrachte er in Italien. 1944 starb seine Mutter nach ihrer Deportation in das Konzentrationslager Buchenwald. Nach dem Krieg lebte Moritz von Hessen wieder in Deutschland.
Moritz von Hessen studierte Landwirtschaft und übernahm Aufgaben in der Verwaltung von Besitz und Betrieben der Familie. Durch die Adoption durch Prinz Ludwig von Hessen und bei Rhein wurde er mit dem Darmstädter Zweig des Hauses Hessen verbunden. Ab 1980 folgte er seinem Vater Philipp als Chef des Hauses Hessen.
Am 1. Juni 1964 heiratete Moritz von Hessen Tatiana Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Mafalda, Donatus, Elena und Philipp. Die Ehe wurde 1974 geschieden. Sein Sohn Donatus folgte ihm später als Chef des Hauses Hessen.
Zu Moritz von Hessens Aufgaben gehörten Schloss Fasanerie bei Fulda, Schloss Wolfsgarten, Schloss Friedrichshof, die Familienarchive, Kunstsammlungen und weitere Besitzungen. Teile des Familienvermögens wurden in die Hessische Hausstiftung eingebracht. Die Stiftung widmet sich Kunst, Denkmalschutz und der Pflege historischer Orte des Hauses Hessen.
Moritz von Hessen wurde in Hessen als Förderer von Kunst und Denkmalschutz wahrgenommen. Er unterstützte die Bewahrung von Schlossanlagen, Gärten, Sammlungen und Archiven, die eng mit der Landesgeschichte verbunden sind. Moritz von Hessen starb am 23. Mai 2013 in Frankfurt am Main.
bis 1974