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Rudolf Kirchschläger

Gedenkseite von Rudolf Kirchschläger

20. März 1915 – 30. März 2000(85 Jahre)Sterbeort:Wien, Österreich

Österreichischer Jurist, Diplomat und Politiker, Außenminister, Bundespräsident

Gedenkkerzen

2 Kerzen

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Rudolf Kirchschläger.

Emoria

30. März 2026

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Rudolf Kirchschläger.

Emoria

20. März 2026

Kondolenzbuch

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Biografie

Auszeichnungen(9)

Collane des IsabellenordensTräger des Tomáš-Garrigue-Masaryk-Ordens (1. Klasse)Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen RepublikKommandeur mit Grosskreuz und Kette des Ordens der Finnischen Weissen RoseGrand Collar of the Order of Prince HenryOrden Karls III.Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik DeutschlandEhrenbürger der Stadt WienGroß-Stern des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich

Partner(1)

Herma Kirchschläger

Ausbildung(1)

Rudolf Kirchschläger (* 20. März 1915 in Oberösterreich; gestorben am 30. März 2000 in Wien) war ein österreichischer Jurist, Diplomat, Außenminister und von 1974 bis 1986 Bundespräsident der Republik Österreich. Er galt als parteiunabhängiger Katholik mit nüchterner Sprache, juristischem Denken und einem politischen Stil, der auf persönliche Glaubwürdigkeit setzte.

Herkunft und Jurist

Kirchschläger kam aus einfachen Verhältnissen. Er studierte Rechtswissenschaft in Wien, wurde nach dem „Anschluss“ in die Wehrmacht eingezogen und war im Krieg mehrfach verwundet. Nach 1945 arbeitete er als Richter und wechselte später in den österreichischen diplomatischen Dienst. An den Grundlagen der Zweiten Republik war er als Jurist und Diplomat beteiligt, unter anderem im Umfeld von Staatsvertrag und Neutralität.

Diplomat in Prag

Von 1967 bis 1970 war Kirchschläger österreichischer Gesandter in Prag. Während der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 suchten Menschen in der österreichischen Botschaft Schutz. Kirchschläger ließ Hilfe zu, obwohl die politische Lage für Österreich heikel war. Diese Entscheidung wurde später häufig als Beispiel für seine Haltung genannt: rechtsstaatlich, vorsichtig in der Form, aber in der Sache auf Menschen ausgerichtet.

Außenminister

1970 ernannte Bruno Kreisky den parteilosen Diplomaten zum Außenminister. In dieser Funktion verband Kirchschläger österreichische Neutralität mit einer aktiven Rolle in internationalen Fragen. Nach dem Militärputsch in Chile 1973 spielte die österreichische Botschaft in Santiago eine wichtige Rolle für Verfolgte, die dort Zuflucht suchten. Außenpolitik ging bei Kirchschläger damit über Protokoll hinaus und wurde in konkreten Krisen praktische Hilfe.

Bundespräsident

Nach dem Tod Franz Jonas' wurde Kirchschläger 1974 Bundespräsident. Er trat sein Amt am 8. Juli 1974 an und wurde 1980 mit sehr hoher Zustimmung wiedergewählt. In einer Zeit starker Parteibindungen verkörperte er ein Staatsoberhaupt, das Distanz zu Parteitaktik hielt. Seine Reden waren oft knapp, moralisch bestimmt und auf die Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger gerichtet.

Sprache und Autorität

Kirchschläger wurde besonders durch seine Formel vom Trockenlegen der „Sümpfe und sauren Wiesen“ bekannt. Gemeint war nicht ein einzelner Skandal, sondern das Benennen politischer und gesellschaftlicher Fehlentwicklungen. Seine Autorität entstand weniger aus Lautstärke als aus Verlässlichkeit. Gerade deshalb blieb er in Österreich über Parteigrenzen hinweg respektiert.

Abschied

Rudolf Kirchschläger starb am 30. März 2000 in Wien, kurz nach seinem 85. Geburtstag. Er wurde 85 Jahre alt. Sein Lebensweg führt von Kriegsdienst und Justiz über Diplomatie und Außenpolitik in das höchste Staatsamt Österreichs und zeigt einen politischen Stil, der aus Maß, Sprache und persönlicher Verantwortung entstand.

Lebensstationen

5 Ereignisse

Geboren in Niederkappel

1915

Rudolf Kirchschläger wird in Oberösterreich geboren.

Außenminister Österreichs

1970

Kirchschläger wird Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten.

Amtsantritt als Bundespräsident

1974

Kirchschläger tritt sein Amt als fünfter Bundespräsident der Zweiten Republik an.

Als Bundespräsident wiedergewählt

1980

Kirchschläger wird mit sehr breiter Zustimmung für eine zweite Amtszeit gewählt.

Gestorben in Wien

2000

Rudolf Kirchschläger stirbt kurz nach seinem 85. Geburtstag in Wien.

Todesanzeige

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Stammbaum

  • Herma Kirchschläger

Ruhestätte

Wiener Zentralfriedhof

Simmeringer Hauptstraße, Kaiserebersdorf

Zum Friedhof

Rudolf Kirchschläger. Für immer unvergessen.