

Deutsche Autorennfahrerin und TV-Moderatorin
Sabine Schmitz (* 14. Mai 1969 in Adenau; gestorben am 16. März 2021) war eine deutsche Rennfahrerin und Fernsehmoderatorin. Sie war eng mit dem Nürburgring verbunden, gewann zweimal das 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife und wurde international durch Auftritte bei Top Gear einem breiten Publikum vertraut.
Schmitz wuchs in Nürburg in einer Hoteliersfamilie auf. Die Nordschleife lag in unmittelbarer Nähe ihres Alltags. Sie lernte die Strecke früh kennen und machte aus dieser Nähe später eine berufliche Stärke: präzises Fahren, Streckenkenntnis und ein direkter Umgang mit Autos wurden zu ihrem Markenzeichen.
Am 16. Juni 1996 gewann Schmitz mit Johannes Scheid und Hans Widmann das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Laut Guinness World Records war sie damit die erste Frau, die dieses Rennen gewann. 1997 folgte ein weiterer Gesamtsieg. Beide Erfolge entstanden mit einem BMW M3 von Scheid Motorsport.
Viele Menschen erlebten Schmitz auch im BMW-Ring-Taxi, bei dem sie Gäste über die Nordschleife fuhr. In Großbritannien wurde sie durch Top Gear besonders sichtbar, zunächst mit Auftritten rund um die Strecke, später auch als Moderatorin. Ihr häufig verwendeter Spitzname „Queen of the Nürburgring“ bezog sich auf diese Verbindung aus Rennsport, Streckenkenntnis und öffentlicher Präsenz.
Mit Klaus Abbelen war Schmitz auch im Umfeld von Frikadelli Racing aktiv. Sie blieb dem Langstreckensport und dem Nürburgring über viele Jahre verbunden. 2020 machte sie öffentlich, dass sie seit 2017 an Krebs erkrankt war.
Sabine Schmitz starb am 16. März 2021 im Alter von 51 Jahren. Am 11. September 2021 wurde am Nürburgring die Sabine-Schmitz-Kurve eingeweiht. Die Kurve liegt am Rand von Nürburg und verbindet ihren Namen dauerhaft mit der Nordschleife, an der sie aufgewachsen war.