Moj sAucesce mijo
26. August 2026
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Britischer Schauspieler
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“Lumanara sta sa fie la mija tim Curry bog da prosti”
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Moj sAucesce mijo
26. August 2026
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3 Erinnerungen

Tim Curry

Tim Curry bei der 50-Jahr-Feier der »Rocky Horror Picture Show« in Los Angeles, 26. September 2025

Tim Curry in New York City, Februar 2005

Tim Curry beim Governor's Ball der 47. Emmy Awards, 11. September 1995
Tim Curry (* 19. April 1946 in Grappenhall, Cheshire; gestorben am 25. August 2026 in Los Angeles) war ein britischer Schauspieler und Sänger. Als Frank-N-Furter in der Rocky Horror Show und ihrer Verfilmung schuf er eine der unverwechselbarsten Bühnenfiguren des 20. Jahrhunderts, als Pennywise in Stephen Kings Es das Fernseh-Schreckgespenst einer ganzen Generation. Dazwischen lagen drei Tony-Nominierungen am Broadway, ein Daytime Emmy für seine Stimme, eine kurze Popkarriere mit Chartplatzierungen in Deutschland und Österreich — und Hunderte Rollen, in denen sein unverkennbares Timbre oft länger im Gedächtnis blieb als das Gesicht dazu.

Timothy Curry wurde am 19. April 1946 in Grappenhall geboren, einem Dorf in Cheshire, das heute zu Warrington gehört. Sein Vater James war methodistischer Marinekaplan der Royal Navy, seine Mutter Patricia Schulsekretärin; dazu gehörte eine ältere Schwester, Judith. Noch in seinem ersten Lebensjahr zog die Familie nach Hongkong, danach etwa alle anderthalb Jahre in eine andere britische Hafenstadt, bis sie sich niederließ, als er elf war, in Plymouth. 1958 starb der Vater an einer Lungenentzündung. Der Junge kam auf ein Internat in Süd-London und später auf die Kingswood School in Bath; 1968 schloss er sein Studium der Anglistik und des Schauspiels an der University of Birmingham ab.
Noch im selben Jahr stand er in London auf der Bühne: als Mitglied der Original-Besetzung des Musicals Hair im Shaftesbury Theatre — sein erstes professionelles Engagement, mitten in den Jahren der Gegenkultur.
Am 19. Juni 1973 hob sich im Theatre Upstairs des Royal Court Theatre der Vorhang für ein Stück, von dem niemand Großes erwartete: The Rocky Horror Show von Richard O'Brien, gespielt vor 63 Plätzen. Tim Curry trat auf in Korsett, Strapsen und Perlenkette — als Dr. Frank-N-Furter, Wissenschaftler von einem anderen Stern, gesungen mit dem Akzent, den er sich, wie er später erzählte, bei der Queen geliehen hatte.
»Ich hielt es durchaus für riskant — und das war es auch. Aber ich mag Risiko. Ich würde immer das Risiko wählen. So ist es am besten.«
So blickte er mehr als fünfzig Jahre später auf die Rolle zurück. Das kleine Stück wurde zum Phänomen: Noch 1973 zog es ins Chelsea Classic Cinema und weiter ins King's Road Theatre, gewann den Evening Standard Award als bestes Musical und brachte es in London auf fast 3.000 Vorstellungen. 1974 spielte Curry die Rolle auch in Los Angeles.
Am 14. August 1975 kam The Rocky Horror Picture Show ins Kino, Currys Filmdebüt an der Seite von Susan Sarandon, Barry Bostwick und Meat Loaf. Der Film fiel zunächst durch. Doch am 1. April 1976 begann das New Yorker Waverly Theater mit Mitternachtsvorstellungen — und aus dem Misserfolg wurde ein Ritual. Das Publikum kam kostümiert, sprach die Dialoge mit, warf Reis und Toast, tanzte den Time Warp. Aus einem Budget von 1,4 Millionen Dollar wurden über die Jahrzehnte mehr als 170 Millionen Einspielergebnis; bis heute ist der Film die am längsten durchgehend gespielte Kinoproduktion der Filmgeschichte. Über die Wirkung seiner Figur sagte Curry 2005:
»Es ist eine Gelegenheit, ein paar Rollen zur Probe anzuziehen — vielleicht hilft es manchen, die eigene Sexualität zu begreifen. Leute kommen zu mir und sagen: Danke, dass du mir geholfen hast herauszufinden, wer ich bin.«
Kaum irgendwo wurde dieses Ritual so treu gepflegt wie im deutschsprachigen Raum. Seit dem 24. Juni 1977 steht die Rocky Horror Picture Show in den Münchner Museum Lichtspielen Woche für Woche auf dem Programm — seit fast fünf Jahrzehnten ohne Unterbrechung. Die deutschsprachige Erstaufführung des Bühnenstücks folgte am 20. Januar 1980 im Essener Grillo-Theater, Wien zog 1983 nach.
Auch der Sänger Tim Curry fand hier sein Publikum. Zwischen 1978 und 1981 nahm er drei Alben auf — Read My Lips, Fearless und Simplicity —, und die Single »I Do the Rock« stieg Anfang 1980 bis auf Platz 26 der deutschen Charts und Platz 9 in Österreich, höher als in seiner Heimat oder den USA. Im Dezember 1979 trat er damit in Radio Bremens Musikladen auf.
Im Dezember 1980 übernahm Curry am Broadhurst Theatre die Titelrolle in Peter Shaffers Amadeus: Mozart als kicherndes, geniales Kind, neben Ian McKellens Salieri. Die Inszenierung lief 1.181 Vorstellungen, und Curry erhielt 1981 seine erste Tony-Nominierung als bester Hauptdarsteller — unterlegen ausgerechnet McKellen. 1982 folgte in London The Pirates of Penzance am Theatre Royal Drury Lane, wofür ihn der Variety Club als Bühnenschauspieler des Jahres auszeichnete und die Olivier-Jury nominierte. Ein Jahrzehnt später brachte ihm das Musical My Favorite Year die zweite Tony-Nominierung ein.
Im Kino wurde Curry zum Spezialisten für das Doppelbödige. Er spielte den Gauner Rooster in Annie (1982), den gehörnten Darkness in Ridley Scotts Legende (1985) — fünfeinhalb Stunden Maske täglich — und den Butler Wadsworth in Alle Mörder sind schon da (1985), der Cluedo-Verfilmung mit Eileen Brennan und Madeline Kahn, die im Kino floppte und auf dem Videomarkt zum Kultfilm heranwuchs. In Jagd auf Roter Oktober (1990) war er der Schiffsarzt an Bord von Sean Connerys U-Boot, in Kevin — Allein in New York (1992) der Concierge des Plaza Hotel, der bis heute jede Weihnachten durchs deutsche Fernsehen streift, in Die drei Musketiere (1993) Kardinal Richelieu, in Muppets — Die Schatzinsel (1996) der Piratenkoch Long John Silver zwischen Kermit und Miss Piggy, zuletzt unter anderem der Milliardär Roger Corwin in 3 Engel für Charlie (2000).
»Die Bösewichte«, sagte er einmal, »sind schlicht die besser geschriebenen Rollen.« Er spielte sie mit einem Vergnügen, das ansteckte — und mit einer Präzision, die aus Karikaturen Figuren machte.
Am 18. und 20. November 1990 zeigte ABC den Zweiteiler Stephen Kings Es, mit Curry als Pennywise, dem tanzenden Clown aus dem Gully. Rund 30 Millionen Amerikaner sahen zu, an seiner Seite spielten unter anderen John Ritter und Richard Thomas. Die Figur grub sich tief in das Gedächtnis derer ein, die damals eigentlich zu jung dafür waren; noch Jahrzehnte später nannte Curry sie »eine wunderbare Rolle«. Für seinen Auftritt in Tales from the Crypt — er spielte dort gleich drei Mitglieder derselben Familie — wurde er zudem für einen Primetime Emmy nominiert.
Parallel dazu baute Curry eine zweite Karriere auf, die man nicht sah, sondern hörte. Als Captain Hook in der Zeichentrickserie Peter Pan and the Pirates gewann er einen Daytime Emmy; als Verschmutzungsgeist Hexxus im Zeichentrickfilm FernGully (1992) sang er das ölige »Toxic Love«. Von 1998 bis 2004 sprach er in 92 Folgen den exzentrischen Tierfilmer Nigel Thornberry in den Wilden Thornberrys, dazu kamen Rollen in Gargoyles, Duckman und Captain Planet, das Videospiel Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3 und Hörbücher: Für seine Lesung von Lemony Snickets The Bad Beginning wurde er 2002 für einen Grammy nominiert. Im deutschen Kino und Fernsehen liehen ihm dabei über hundert Mal andere ihre Stimme, am häufigsten Thomas Fritsch und Lutz Mackensy.
Auf die Bühne kehrte er im großen Stil zurück: Am 17. März 2005 eröffnete Monty Python's Spamalot im New Yorker Shubert Theatre, mit Curry als König Artus, der sein eigenes Heldentum nie ganz ernst nimmt. Das Musical gewann den Tony als bestes Musical; Curry erhielt seine dritte Nominierung als bester Hauptdarsteller. Ab Herbst 2006 spielte er die Rolle auch im Londoner Palace Theatre — seine letzte Vorstellung dort gab er am 6. Januar 2007, ein weiteres Mal für den Olivier Award nominiert.

Im Juli 2012 erlitt Curry während einer Massage einen schweren Schlaganfall; der Masseur bemerkte die Anzeichen und holte Hilfe. Eine Notoperation rettete ihm das Leben. Öffentlich wurde davon erst im Mai 2013 etwas bekannt — da arbeitete er längst an seiner Genesung. Die linke Körperhälfte blieb gelähmt, er saß fortan im Rollstuhl und musste das Sprechen neu erlernen. »Ich habe es gehasst, nicht sprechen zu können«, sagte er später — für einen Mann, dessen Stimme sein Instrument war, die vielleicht härteste Prüfung.
Er arbeitete weiter, mit dem, was ihm geblieben war: der Stimme. Er sprach Kanzler Palpatine in Star Wars: The Clone Wars, die flüsternde Auntie Whispers in Over the Garden Wall — und am 7. Juni 2015 nahm er, bei einem seiner ersten großen öffentlichen Auftritte danach, den Ehrenpreis des Actors Fund für sein künstlerisches Lebenswerk entgegen. Am 20. Oktober 2016 kehrte er ein letztes Mal in die Welt zurück, die ihn berühmt gemacht hatte: Im Fox-Remake der Rocky Horror Picture Show sprach er den Criminologist, die Erzählerrolle, die 1975 Charles Gray gespielt hatte.
Das Jahr 2025 wurde zu einem einzigen langen Jubiläum. Am 26. September, fünfzig Jahre nach dem US-Kinostart, zeigte das Academy Museum in Los Angeles eine neue 4K-Restaurierung des Films; als Curry zum Gespräch auf die Bühne kam, erhob sich der ausverkaufte, kostümierte Saal. Barry Bostwick, Patricia Quinn und Nell Campbell saßen im Publikum. Wenige Tage später überraschte er die Zuschauer eines Open-Air-Screenings auf dem Hollywood Forever Cemetery: »Ich sitze nun einmal im Rollstuhl«, rief er ihnen zu, »kommt drüber hinweg!« Sein letzter öffentlicher Auftritt galt am 15. Oktober 2025 der Musik des Films, bei einem Abend im Grammy Museum.
Am 14. Oktober 2025 erschienen seine Memoiren: »Vagabond« — der Titel spielt darauf an, dass Schauspieler im England früherer Jahrhunderte als Vagabunden galten. »Ich hätte mir keinen besseren Zeitpunkt vorstellen können als den fünfzigsten Geburtstag meines ersten Films«, sagte er zur Ankündigung. Das Hörbuch, mehr als zehn Stunden, las er selbst ein — mit der Stimme, um die er nach dem Schlaganfall gekämpft hatte. Im Buch steht der Satz: »Allen Dorfgerüchten zum Trotz: Ich bin noch sehr am Leben.«

Tim Curry starb am Abend des 25. August 2026 in seinem Haus in Los Angeles, im Alter von 80 Jahren; sein Management bestätigte die Nachricht am folgenden Tag. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Es war derselbe Tag, an dem auch Dolly Parton starb — ein Datum, das Liebhaber der Populärkultur doppelt traf. Der Schauspieler Michael McKean schrieb, sein letztes Gespräch mit Curry sei voller »Leben, Liebe und Gelächter« gewesen: »Unser Glück war, dass wir ihn hatten.«
Tim Curry war nie verheiratet und hatte keine Kinder; sein Privatleben hielt er zeitlebens aus der Öffentlichkeit heraus. »Mein Liebesleben geht niemanden etwas an«, beschied er noch im Herbst 2025 — freundlich, aber endgültig. Umso großzügiger war er mit dem, was er der Öffentlichkeit gab: eine Figur, die seit einem halben Jahrhundert Menschen ermutigt, sich auszuprobieren, eine Galerie von Schurken, die man lieber mochte als manche Helden, und eine Stimme, die Generationen von Kindern und Nachtschwärmern gleichermaßen gehört. In München läuft sein erster Film weiter, Woche für Woche, wie seit 1977. Das Publikum wirft Reis, tanzt den Time Warp — und einer fehlt.
Tim Curry kommt in Grappenhall in Cheshire zur Welt, als Sohn des Marinekaplans James Curry und der Schulsekretärin Patricia Curry.
Im Theatre Upstairs des Londoner Royal Court, einem Saal mit 63 Plätzen, steht Tim Curry zum ersten Mal als Frank-N-Furter auf der Bühne.
Die Verfilmung startet im Londoner Rialto Theatre — Tim Currys Filmdebüt.
Im New Yorker Waverly Theater startet die Mitternachtstradition, die den Film zum am längsten durchgehend gespielten Kinofilm der Geschichte macht.
In den Münchner Museum Lichtspielen läuft die Rocky Horror Picture Show an — und steht dort seither Woche für Woche im Programm.
Der ABC-Zweiteiler mit Tim Curry als Pennywise läuft am 18. und 20. November; rund 30 Millionen Zuschauer sehen zu.
Als Concierge des Plaza Hotel wird Tim Curry zum Gegenspieler von Kevin; der Film wird im deutschsprachigen Raum ein Weihnachtsklassiker.
Als König Artus eröffnet Tim Curry Monty Pythons Spamalot im Shubert Theatre; für die Rolle erhält er seine dritte Tony-Nominierung.
Bei der Tony-Gala des Actors Fund in Los Angeles nimmt Tim Curry den Preis für sein künstlerisches Lebenswerk entgegen — einer seiner ersten großen öffentlichen Auftritte nach dem Schlaganfall.
Im Fox-Remake spricht Tim Curry den Criminologist — die Rolle, die im Film von 1975 Charles Gray gespielt hatte.
Beim Jubiläumsscreening im Academy Museum in Los Angeles feiert ihn ein ausverkaufter, kostümierter Saal mit stehenden Ovationen.
»Vagabond« erscheint bei Grand Central Publishing. Das Hörbuch hat Tim Curry selbst eingelesen.
Tim Curry stirbt im Alter von 80 Jahren in seinem Haus in Los Angeles.
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Tim Curry. Für immer unvergessen.