

Deutscher Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent
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Ulli Lommel (* 21. Dezember 1944 in Zielenzig; gestorben am 2. Dezember 2017 in Stuttgart) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Sein Weg führte vom Neuen Deutschen Film über Arbeiten mit Rainer Werner Fassbinder und Andy Warhol bis zu eigenen Filmen in den USA.
Lommel wurde in eine Künstlerfamilie geboren; sein Vater Ludwig Manfred Lommel war Schauspieler und Unterhaltungskünstler. Schon als Kind stand Ulli Lommel auf der Bühne. In den 1960er-Jahren kam er zum Film und arbeitete unter anderem mit Russ Meyer, Rudolf Thome und später mit Rainer Werner Fassbinder.
1969 spielte Lommel in Fassbinders Spielfilmdebüt Liebe ist kälter als der Tod. Es folgten weitere gemeinsame Arbeiten wie Whity, Warnung vor einer heiligen Nutte, Welt am Draht und Chinesisches Roulette. In diesem Umfeld arbeitete Lommel als Darsteller, Produzent und Regisseur eigener Projekte.
Mit Die Zärtlichkeit der Wölfe legte Lommel 1973 eine Regiearbeit vor, die eng mit dem Fassbinder-Kreis verbunden war und im Wettbewerb der Berlinale lief. Der Film über Fritz Haarmann verband Kriminalstoff, Nachkriegsmilieu und stilisierte Künstlichkeit. Später zog Lommel in die Vereinigten Staaten und arbeitete dort mit Andy Warhol und Akteuren der New Yorker Szene.
In den USA drehte Lommel Filme wie Blank Generation, Cocaine Cowboys und The Boogey Man. Gerade The Boogey Man fand im Horror- und Videomarkt ein Publikum. In den folgenden Jahrzehnten entstanden zahlreiche Low-Budget-Produktionen, die unterschiedlich aufgenommen wurden und Lommels Filmografie außerhalb des klassischen Studiobetriebs verorteten.
Ulli Lommel starb am 2. Dezember 2017 in Stuttgart. Er wurde 72 Jahre alt. Seine Laufbahn verbindet Schauspiel im Neuen Deutschen Film, unabhängige Regiearbeit, New Yorker Kunstszene und amerikanisches Genrekino.