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Walter Jens
Foto: איתן טל Etan Tal
CC BY 3.0AusschnittCommons

Gedenkseite von Walter Jens

8. März 1923 – 9. Juni 2013(90 Jahre)Sterbeort:Tübingen, Baden-Württemberg

Deutscher Rhetor, Hochschullehrer, Schriftsteller, Übersetzer, Kritiker und Literaturhistoriker

Gedenkkerzen

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Walter Jens.

Emoria

9. Juni 2026

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Walter Jens.

Emoria

8. März 2026

Kondolenzbuch

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Biografie

Beruf(13)

RhetorDrehbuchautorSchriftstellerÜbersetzerLiteraturhistorikerLiteraturkritikerHochschullehrerDramatikerPhilologeKritikerGermanistLiteraturwissenschaftlerLibrettist

Auszeichnungen(7)

Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik DeutschlandErnst-Reuter-PlaketteTheodor Heuss PreisÖsterreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und KunstHeinrich-Heine-PreisEhrendoktor der Universität AugsburgMedaille für Kunst und Wissenschaft (Hamburg)

Partner(1)

Inge Jens

Ausbildung(4)

Eberhard Karls Universität TübingenAlbert-Ludwigs-Universität FreiburgUniversität HamburgGelehrtenschule des Johanneums

Walter Jens (* 8. März 1923 in Hamburg; gestorben am 9. Juni 2013 in Tübingen) war ein deutscher Altphilologe, Literaturwissenschaftler, Schriftsteller, Kritiker, Übersetzer und Hochschullehrer. In Tübingen baute er das Fach Allgemeine Rhetorik mit auf; seine Reden, Essays und Vorträge wurden in literarischen und politischen Debatten der Bundesrepublik häufig gehört.

Hamburg, Klassische Philologie und Tübingen

Jens wuchs in Hamburg auf und studierte Klassische Philologie. Seine wissenschaftliche Arbeit führte ihn nach Freiburg und Tübingen. Früh verband er antike Literatur, moderne Erzählformen und politische Gegenwart. Als Professor für Allgemeine Rhetorik an der Universität Tübingen lehrte er über Rede, Sprache, Literatur und Öffentlichkeit. Das Tübinger Seminar für Allgemeine Rhetorik blieb eng mit seinem Namen verbunden.

Schriftsteller und Kritiker

Jens schrieb Romane, Essays, Reden, Literaturkritik, Übersetzungen und Arbeiten zur Antike. Zu seinen Büchern gehören Nein. Die Welt der Angeklagten, Ilias und Odyssee und viele Texte über Sprache, Verantwortung und Bildung. Er war Gelehrter und öffentlicher Redner; politische Fragen verband er mit literarischer und theologischer Tradition.

Öffentliche Ämter

Ab den 1970er Jahren übernahm Jens Funktionen in kulturellen Institutionen. Er war Präsident des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und später Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Auszeichnungen wie der Heinrich-Heine-Preis, der Theodor-Heuss-Preis und das Große Verdienstkreuz mit Stern zeigen, welche Rolle seine Stimme in der Kultur der Bundesrepublik spielte.

Debatten und späte Jahre

Jens mischte sich in Fragen von Demokratie, Frieden, Sprache, Kirche und Sterben ein. 2003 wurde öffentlich über seine NSDAP-Mitgliedschaft aus der Jugendzeit berichtet; Jens erklärte, er habe keine aktive Aufnahme beantragt. In späteren Jahren zog er sich aus Gesundheitsgründen aus der Öffentlichkeit zurück. Durch Texte seines Sohnes Tilman Jens wurde auch der Umgang mit Demenz in der Familie öffentlich diskutiert.

Tübingen

Walter Jens starb am 9. Juni 2013 in Tübingen. Er wurde 90 Jahre alt. Sein Werk verbindet philologische Arbeit, rhetorische Schulung und politische Zeitgenossenschaft. Zu seinem späten Leben gehört auch die öffentliche Debatte über Demenz, Familie und Würde.

Lebensstationen

2 Ereignisse

Geboren in Hamburg

1923

Walter Jens wird in Hamburg geboren.

Gestorben in Tübingen

2013

Walter Jens stirbt im Alter von 90 Jahren in Tübingen.

Traueranzeige

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Stammbaum

  • Inge Jens
  • Tilman Jens

Ruhestätte

Stadtfriedhof Tübingen

Tübingen

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Walter Jens. Für immer unvergessen.