

Schweizer Schriftsteller auf dem Gebiet der Präastronautik und Ufologie
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Erich von Däniken (* 14. April 1935 in Zofingen; gestorben am 10. Januar 2026 in der Schweiz) war ein Schweizer Autor und Vortragender. Mit Erinnerungen an die Zukunft, international bekannt als Chariots of the Gods?, machte er ab 1968 die Prä-Astronautik einem Massenpublikum bekannt. Seine Bücher erreichten Millionen Leserinnen und Leser, wurden aber von Archäologie, Geschichtswissenschaft und anderen Fachdisziplinen überwiegend als Pseudowissenschaft zurückgewiesen.
Von Däniken wurde in Zofingen geboren und wuchs in Schaffhausen auf. Er besuchte das Collège Saint-Michel in Fribourg, wo ihn religiöse Texte, Mythen und archäologische Rätsel beschäftigten. Später arbeitete er in der Gastronomie und Hotellerie. Schon vor seinem ersten Bestseller schrieb er Artikel zu Fragen, die später sein Lebensthema wurden: ob alte Überlieferungen Hinweise auf außerirdische Besucher enthielten. Fachlich war er kein ausgebildeter Archäologe; gerade dieser Abstand zur Wissenschaft prägte sowohl seine Popularität als auch die Kritik an ihm.
1968 erschien Erinnerungen an die Zukunft. Von Däniken deutete Monumente, Mythen und religiöse Texte als Spuren früher Kontakte mit außerirdischen Zivilisationen. Das Buch wurde ein internationaler Bestseller und löste eine breite Welle des Interesses an sogenannten Ancient-Astronaut-Theorien aus. Für viele Leser öffnete es ein Feld spekulativer Fragen; für Fachleute waren seine Schlüsse jedoch methodisch schwach, selektiv und nicht durch belastbare Belege gedeckt. Diese Spannung zwischen Faszination und wissenschaftlicher Ablehnung blieb der Kern seiner öffentlichen Wirkung.
Von Däniken veröffentlichte über Jahrzehnte zahlreiche weitere Bücher, hielt Vorträge und wurde zu einer prägenden Figur populärer Grenzthemen. Seine Thesen beeinflussten Dokumentationen, Fernsehformate und fiktionale Stoffe. Zugleich wurde seine Arbeitsweise immer wieder kritisiert: wegen spekulativer Deutungen, unsicherer Quellen, fehlerhafter Beweisführung und der Vermischung von archäologischen Befunden mit weitreichenden Behauptungen. Zu seiner öffentlichen Wirkung gehören deshalb die enorme kulturelle Reichweite und die fehlende wissenschaftliche Anerkennung seiner zentralen Annahmen.
Am 24. Mai 2003 wurde bei Interlaken der von ihm initiierte Mystery Park eröffnet. Der Themenpark sollte Besucherinnen und Besucher mit Rätseln der Menschheitsgeschichte und von Dänikens Deutungen vertraut machen. Das Projekt zeigte seinen Willen, Ideen nicht nur in Büchern, sondern als multimediale Erlebniswelt zu präsentieren. Wirtschaftlich blieb der Park schwierig und wurde später unter anderem Namen weitergeführt. Bis ins hohe Alter trat von Däniken weiterhin öffentlich auf und blieb für Anhänger der Prä-Astronautik eine zentrale Bezugsperson.
Erich von Däniken starb am 10. Januar 2026 im Alter von 90 Jahren. Seine Biografie steht für eine ungewöhnliche publizistische Wirkung: Er gab einer spekulativen Deutung der Frühgeschichte ein weltweites Publikum. Zugleich zeigt sein Werk, wie wichtig der Unterschied zwischen erzählerischer Faszination und überprüfbarer wissenschaftlicher Evidenz bleibt.