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Ingmar Bergman (geb. Ernst Ingmar Bergman)
Foto: Joost Evers / Anefo
CC BY-SA 3.0AusschnittCommons

Gedenkseite von Ingmar Bergman (geb. Ernst Ingmar Bergman)

14. Juli 1918 – 30. Juli 2007(89 Jahre)Sterbeort:Fårö parish, Gotland

Schwedischer Drehbuchautor und Regisseur

Gedenkkerzen

2 Kerzen

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Ingmar Bergman.

Emoria

30. Juli 2026

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Ingmar Bergman.

Emoria

14. Juli 2026

Kondolenzbuch

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Biografie

Auszeichnungen(10)

Goldener BärErasmuspreisIrving G. Thalberg Memorial AwardGoethe-Preis der Stadt Frankfurt am MainCésarBritish Academy of Film and Television Arts/EhrenpreisEuropäischer Filmpreis/LebenswerkPraemium ImperialeFédération Internationale de la Presse CinématographiqueSonning-Preis

Partner(5)

Else FisherEllen BergmanGun BergmanKäbi LareteiIngrid von Rosen

Ausbildung(2)

Universität StockholmPalmgrenska samskolan

Ingmar Bergman (* 14. Juli 1918 in Uppsala; gestorben am 30. Juli 2007 auf Fårö) war ein schwedischer Film- und Theaterregisseur, Drehbuchautor und Autor. Er gehört zu den einflussreichsten europäischen Filmemachern des 20. Jahrhunderts. Filme wie Das siebente Siegel, Wilde Erdbeeren, Persona, Schreie und Flüstern und Fanny und Alexander machten seelische Konflikte, religiöse Zweifel, familiäre Gewalt und die Nähe zwischen Theater und Leben zu Stoffen des Weltkinos.

Ingmar Bergman bei einer Pressekonferenz 1966
Ingmar Bergman bei einer Pressekonferenz in Amsterdam, 1966. Foto: Joost Evers / Anefo, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Kindheit, Theater und frühe Filme

Bergman wuchs in einem strengen protestantischen Pfarrhaus auf. Die Erfahrung von Schuld, Strafe, Ritual und Schweigen prägte viele seiner späteren Stoffe, auch wenn seine Filme nie nur als verschlüsselte Kindheitsberichte gelesen werden sollten. In Stockholm studierte er, arbeitete an Studententheatern und fand früh zum professionellen Theater. Das Drehbuch zu Hets machte ihn 1944 im schwedischen Film sichtbar, 1946 folgte mit Kris seine erste Regiearbeit fürs Kino.

Internationaler Durchbruch

Mit Sommarnattens leende erreichte Bergman Mitte der 1950er-Jahre internationale Aufmerksamkeit. 1957 folgten zwei Filme, die sein Bild weltweit prägten. Das siebente Siegel stellte einen Ritter, den Tod und die Frage nach Gott in eine karge mittelalterliche Landschaft. Wilde Erdbeeren erzählte von Alter, Erinnerung und verpasster Nähe. Beide Filme zeigten, wie Bergman philosophische Themen nicht als Vortrag, sondern als Situationen, Gesichter und Räume inszenierte.

Ensemble, Kamera und Fårö

Bergman arbeitete wiederholt mit Schauspielern wie Max von Sydow, Bibi Andersson, Harriet Andersson, Ingrid Thulin, Erland Josephson und Liv Ullmann. Mit dem Kameramann Sven Nykvist fand er eine Bildsprache, die Gesichter, Licht und Stille fast körperlich wirken ließ. Die Insel Fårö wurde für ihn Wohnort, Rückzug und filmischer Raum. Dort entstanden Arbeiten, in denen wenige Menschen, geschlossene Räume und die Landschaft aus Felsen, Meer und Wind zu Trägern innerer Konflikte wurden.

Persona und die radikale Form

Persona von 1966 gehört zu Bergmans kühnsten Filmen. Eine Schauspielerin schweigt, eine Pflegerin spricht, und die Grenzen zwischen Rolle, Körper, Sprache und Bild beginnen zu zerfallen. Der Film zeigt Bergmans Interesse an Identität, Scham und Projektion in einer Form, die auch das Medium Film selbst sichtbar macht. In den folgenden Jahren verband er psychologische Nähe mit strengen Experimenten: Schande, Die Stunde des Wolfs, Passion und später Schreie und Flüstern erweiterten diese dunkle, konzentrierte Phase.

Krise, Spätwerk und Fernsehen

1976 trafen Bergman Steuerermittlungen in Schweden schwer. Er verließ das Land zeitweise und arbeitete unter anderem in Deutschland. Der Fall wurde später weitgehend zu seinen Gunsten geklärt, hinterließ aber eine tiefe Verletzung. Künstlerisch blieb Bergman produktiv. Herbstsonate brachte Ingrid Bergman und Liv Ullmann in einem schmerzhaften Mutter-Tochter-Drama zusammen. Mit Fanny und Alexander schuf er 1982 ein spätes Hauptwerk, das Theater, Familie, Fantasie und autoritäre Enge in großer erzählerischer Form verband.

Abschied

Ingmar Bergman starb am 30. Juli 2007 auf Fårö. Er wurde 89 Jahre alt. Sein Werk bleibt nicht deshalb bedeutend, weil es einfache Antworten auf Glauben, Liebe oder Schuld gibt, sondern weil es diese Fragen mit seltener Genauigkeit stellt. Bergmans Filme zeigen Menschen in Momenten, in denen Sprache versagt, Nähe gefährlich wird und Bilder mehr verraten als Erklärungen.

Lebensstationen

18 Ereignisse

Geboren in Uppsala

1918

Ernst Ingmar Bergman wird in Uppsala in Schweden geboren.

Universität Stockholm

1937

Bergman studiert in Stockholm und arbeitet früh mit Theatergruppen.

Drehbuch zu Hets

1944

Das Drehbuch zu Hets macht Bergman im schwedischen Film sichtbar.

Kris

1946

Mit Kris inszeniert Bergman seinen ersten Spielfilm.

Sommarnattens leende

1955

Smiles of a Summer Night bringt Bergman internationale Aufmerksamkeit.

Das siebente Siegel

1957

Der Film verbindet mittelalterliche Bilder mit Fragen nach Glauben, Angst und Sinn.

Wilde Erdbeeren

1957

Bergman erzählt eine Reise durch Alter, Erinnerung und Schuld.

Goldener Bär

1958

Wilde Erdbeeren erhält bei der Berlinale den Goldenen Bären.

Die Jungfrauenquelle

1960

Der Film gewinnt später den Oscar als bester fremdsprachiger Film.

Wie in einem Spiegel

1961

Der Film eröffnet eine dichte Phase über Familie, Glauben und seelische Verletzung.

Licht im Winter

1963

Bergman verdichtet religiöse Zweifel in einer kargen, konzentrierten Form.

Persona

1966

Persona wird zu einem seiner radikalsten Filme über Identität, Sprache und Bilder.

Schreie und Flüstern

1972

Der Film verbindet Krankheit, Familie und Erinnerung in strenger Farb- und Raumgestaltung.

Steuerermittlungen

1976

Nach Steuerermittlungen verlässt Bergman Schweden zeitweise; der Fall prägt sein Verhältnis zum Heimatland.

Herbstsonate

1978

Bergman inszeniert Ingrid Bergman und Liv Ullmann in einem Kammerspiel über Mutter und Tochter.

Fanny und Alexander

1982

Der Film wird zu einem späten Hauptwerk über Familie, Theater, Kindheit und Macht.

Saraband

2003

Bergman kehrt mit Saraband noch einmal zu Figuren aus Szenen einer Ehe zurück.

Gestorben auf Fårö

2007

Ingmar Bergman stirbt im Alter von 89 Jahren auf der Insel Fårö.

Traueranzeige

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Stammbaum

  • Else Fisher
  • Ellen Bergman
  • Gun Bergman
  • Käbi Laretei
  • Ingrid von Rosen
  • Erik Bergman
  • Karin Bergman
  • Jan Bergman
  • Dag Bergman
  • Margareta Bergman

Ruhestätte

Fårö begravningsplats

Region Gotland

Zum Friedhof

Ingmar Bergman (geb. Ernst Ingmar Bergman). Für immer unvergessen.