

Iranische Adelige, Kaiserin von Persien
Isa ibn Maryam Hospital, Isfahan
Westfriedhof
Soraya Esfandiary Bakhtiary (* 22. Juni 1932 in Isfahan; gestorben am 25. Oktober 2001 in Paris) war eine iranische Prinzessin und von 1951 bis 1958 als Ehefrau von Mohammad Reza Pahlavi Königin von Iran. Nach der Scheidung lebte sie überwiegend in Europa und arbeitete zeitweise als Schauspielerin. Ihr öffentliches Bild wurde oft auf Schönheit, Hofglanz und Einsamkeit verkürzt; dahinter stand ein Leben zwischen iranischer Dynastie, europäischer Öffentlichkeit und engen Erwartungen.
Soraya stammte aus der einflussreichen bakhtiarischen Familie Esfandiary. Ihr Vater Khalil Esfandiary Bakhtiary war Diplomat, ihre Mutter Eva Karl kam aus Deutschland. Soraya wuchs zwischen Iran und Europa auf und wurde unter anderem in England und der Schweiz ausgebildet. Diese doppelte Prägung machte sie für den Hof sichtbar: Sie verkörperte Herkunft aus einer iranischen Elite und zugleich ein modernes, international lesbares Bild von Weiblichkeit.
Am 12. Februar 1951 heiratete Soraya den Schah Mohammad Reza Pahlavi. Sie war noch sehr jung und trat in eine Rolle ein, die privat kaum von Staatsinteressen zu trennen war. Als Königin stand sie bei Empfängen, Reisen und Zeremonien neben einem Monarchen, dessen Herrschaft in den 1950er-Jahren von inneren Machtkämpfen, Modernisierungsversprechen und außenpolitischem Druck geprägt war. Sorayas öffentliche Wirkung war groß, doch ihr Handlungsspielraum blieb eng.
Die Ehe blieb kinderlos. Im monarchischen System des Iran wurde daraus eine dynastische Frage: Der Hof erwartete vom Schah einen männlichen Erben. Am 21. März 1958 wurde die Trennung bekanntgegeben. Für Soraya endeten damit eine Ehe und eine öffentliche Rolle, die ihr Leben seit 1951 bestimmt hatte. Die häufige Rede von der „traurigen Prinzessin“ macht diesen Bruch zwar sichtbar, reduziert sie aber auf eine einzige Erzählung.
Nach der Scheidung behielt Soraya den Prinzessinnentitel und lebte vor allem in Europa, unter anderem in Paris, Rom und Spanien. In den 1960er-Jahren trat sie in Filmen auf, darunter I tre volti. Die Schauspielerei wurde jedoch kein dauerhafter zweiter Beruf. Später veröffentlichte sie Erinnerungen, in denen Einsamkeit und der Verlust eines klaren Platzes im Leben eine wichtige Rolle spielten. Ihre Beziehung zum italienischen Regisseur Franco Indovina endete 1972 durch dessen Tod bei einem Flugzeugunglück.
Soraya blieb eine Figur der europäischen Presse, aber sie zog sich zunehmend zurück. Die Revolution von 1979 veränderte auch den Blick auf die Pahlavi-Monarchie, zu der sie trotz Scheidung weiter symbolisch gehörte. Ihr Leben wurde dadurch von mehreren Schichten überlagert: persönliche Geschichte, Exil, monarchische Erinnerung und mediale Projektion.
Soraya Esfandiary Bakhtiary starb am 25. Oktober 2001 in ihrer Wohnung in Paris. Sie wurde 69 Jahre alt. Ihr Bruder Bijan starb kurz darauf. Ihr Leben steht für die Geschichte einer früheren Königin von Iran, die sehr früh in politische und dynastische Erwartungen gestellt wurde und danach lange von Bildern begleitet blieb, die andere aus ihr machten.
bis 1958